19/04/2021
Wie sinnvoll ist eigentlich ein Fitness-Tracker beim Sport? 🤔
Falls auch du einen Fitness Tracker besitzt, sollte dich mein Beitrag sicherlich interessieren… 📜👌😏
Laut derzeitigem Stand nutzen in Deutschland zirka 31 Prozent der Bundesbürger über 14 Jahre einen Fitnesstracker (Armbänder, Fitness-Apps via Smartphone und Smartwatches). 🤳
Schritte zählen, Puls messen und die Zeit stoppen kann mittlerweile nahezu jeder Fitness-Tracker.
Aktuell sind ebenfalls Dinge wie Strecken und Höhenmeter, Schlafanalyse, Sauerstoffsättigung oder das aus mehreren Sensoren ermittelte Stress- als auch Energielevel (z. B. die Body Battery von Garmin), aber auch GPS inkl. Kartenmaterial, Wetterinformationen, Nachrichten, Bargeldloses zahlen oder das Telefonieren gehören unter anderem ebenso dazu. ✔️
Auch sind die Fitness-Tracker zunehmend mit weiteren Geräten (z. B. Körperwaagen oder Schlafsensoren) als auch Sensoren (z. B. Brustgurt oder Schuhsensor) verknüpft und lassen die aus mehreren Quellen gewonnen Informationen aufbereitet und übersichtlich via Dashboard in herstellerspezifische Anwendungen mit persönlichem Benutzerprofil zusammentragen. 📲
Somit kann man schnell, übersichtlich und rückwirkend objektiv viele Informationen über sein körpereigenes Profil inkl. seiner eigenen Gewohnheiten abrufen.
Darüber hinaus kann man sich über die Anwendung mit Freunden verlinken und gemeinsam neue Rekorde brechen. 🏆
GPS-Empfänger, Bewegungssensoren (Erschütterung oder Beschleunigung), optische, barometrische und bioelektrische Sensoren messen Werte und bewerten anhand von verschiedenen Algorithmen ihr Urteil über den „Zustand“ des Körpers und dessen Gesundheit. 📊
Doch sind all diese Informationen auch wirklich im gleichen Maße aussagekräftig und auch wirklich wahrheitsgemäß? 🤷🏻♂️
Mein persönliches Urteil? Sehr eingeschränkt, doch zunehmend immer etwas besser... 💁🏻♂️
Doch auch der gesunde Menschenverstand sollte sich im Klaren sein, dass der Fitness-Tracker (auch wenn noch so viele Sensoren verbaut und die Algorithmen noch so ausgefeilt) allein niemals jemals in der Lage sein kann, z. B. exakt zu wissen wieviel man essen muss, um seinen Gesamtenergieumsatz zu decken. 🙅🏻♂️
Allein nur um die Ermittlung des Gesamtumsatzes (ermittelt aus Grundumsatz und Leistungsumsatz) mal etwas zu hinterfragen… 🤓 der Fitness-Tracker müsste u. a. den Zustand eures endokrinen Systems, euerer inneren Organe und deren Leistung, Enzyme, Rezeptoren und ihre Affinität zum Rezeptor, zugeführten als auch im Körper vorhandenen Aminosäuren, Kohlenhydrate, Fette, Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente, Enzyme, Bakterien und deren Besiedelung im Darm oder auf der Haut…
Eurer prozentualer, partieller Körperfettanteil als auch die muskuläre Entwicklung und Verteilung in den verschiedenen Bereichen eures Körpers, ja selbst die getragene Kleidung im Verhältnis zu äußeren Faktoren (Luftfeuchtigkeit, Sauerstoffanteil in der Luft, die Außentemperatur…) spielt ebenso eine Rolle.
Und auch wenn z. B. euer Fitness-Tracker über den GPS-Sensor deinen Standort ermittelt hat und somit die Außentemperatur kennt 🌡️, steht ihr in der Sonne 🌞 oder im Schatten, im Wind 🌪️ oder Windschatten? Scheint die Sonne euch auf dem Kopf? Habt ihr dabei lange Haare 👩🏻🦰 und sind diese dazu noch dunkel 👧🏻 oder tragt ihr eine Kappe?🤠 Absolviert ihr eure Schritte im Moment mit oder ohne Rucksack 🎒, Bergauf oder Bergab 🏔️, in Unwegsamen oder ebenem Gelände 🧗, als Frau in Turnschuhen 👟 oder in High-Heels? 👠
Ja, auch von solchen Dingen wird unseren Organismus beeinflusst, wir interagieren permanent mit unserer Außenwelt und diese hat ebenso Einfluss auf unser „Inneres“. 🌈
Auch wenn die ein oder andere Variable einem im ersten Moment noch so minimalistisch erscheint, sollte einem doch sicherlich klar sein, dass in Anbetracht all dieser individuellen Dinge unterm Strich doch ein auffälliger Unterschied besteht und selbst wenn du eine Maschine wärst und der Algorithmus noch so gut ist, nur eine falsche Variable und die ganze Gleichung ist nahezu hinfällig. 💥💣
Nur ein Beispiel gefällig?
Du stellst dich Barfuß auf deine Körperwaage und diese ermittelt dir neben deinem Körpergewicht, Wasser-, Knochen- und Muskelanteil. Da Muskeln ein stoffwechselaktives Gewebe sind, wird dein Grundumsatz anhand dessen Anteil nahezu bei jeder Formel steigen oder sinken. Diese Daten fließen folgend bestenfalls zusammen mit deinen Fitness-Tracker in deiner App und den aus deinen zusätzlich vorhandenen Sensoren und Informationen zusammen.
Doch nun der erste Fehler, die Berechnung deines muskulären Anteiles von dieser Körperwaage war definitiv fehlerhaft und kann niemals jemals richtig ausfallen. Denn vor allem bei Körperwaagen mit 2-Punkt-Messung (Bioelektrische Impedanz-Analyse) durchläuft der Strom lediglich ein Teil deiner Hüfte, da Strom bekanntlich den Weg des kürzesten Wiederstandes nimmt. 0️⃣⚡1️⃣2️⃣3️⃣
Zusätzliche Angaben wie Körpergröße, Alter, Geschlecht als auch eine persönliche Schrittlänge, Schrittanzahl, Höhenmeter, Sauerstoffsättigung, Puls und so weiter, können diesen Fehler nicht kompensieren und das ist nur ein Beispiel von vielen.😏
Ich finde weiterhin, dass Fitness-Tracker eher Lifestyle-Produkte sind und dass man all die daraus gewonnen Informationen lediglich als grobe Richtwerte betrachten muss und man diese für sich auch niemals jemals auf die Goldwaage legen sollte.🤜⚖️🔨
Sie sind abgesehen von einer ungefähren Schrittanzahl inkl. ihrer Höhenmeter als auch dem Puls, doch sehr ungenau und sollten dich meiner Meinung nach absolut nicht dazu verleiten, dein Leben aktiv darauf auszurichten. 🥴
Auch solltest du dich nicht in irgendeiner Art negativ davon beeinflussen lassen. 🍀
👉„Die Beziehung zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz wird irgendwann notwendigerweise eine Symbiose sein.“👈