26/10/2026
Och musste mir selbst vergeben, dass ich krank war und nicht mehr funktionieren konnte.
Ich musste Termine absagen, Kunden vertrösten.
Meine Kurse ausfallen lassen und sogar Verabredungen mit Freundinnen absagen, auf die ich mich gefreut hatte.
Und weißt du, was mich daran manchmal fast mehr belastet hat als die Krankheit selbst?
Dieses Gefühl, andere im Stich zu lassen.
Nicht da zu sein. Nicht das tun zu können, was ich zugesagt hatte. Nicht die Sandra zu sein, auf die sich andere verlassen.
Ich wollte gerne, aber mein Körper konnte gerade nicht.
Und irgendwann habe ich gemerkt, dass ich mir nicht nur Erholung erlauben darf. Ich darf mir auch vergeben.
Dafür, dass ich nicht alles geschafft habe. Dafür, dass ich absagen musste. Dafür, dass ich diesmal nicht für alle da sein konnte.
Denn krank zu sein ist kein Versagen und eine Pause zu brauchen macht mich nicht weniger wertvoll.
Ich glaube, wir Frauen haben oft gelernt, unsere eigenen Bedürfnisse ganz selbstverständlich nach hinten zu stellen. Wir halten durch, organisieren, kümmern uns und versuchen, es allen recht zu machen.
Und wenn wir dann selbst nicht mehr können, machen wir uns auch noch Vorwürfe.
Aber was wäre, wenn wir uns in solchen Momenten genauso liebevoll begegnen würden wie einer guten Freundin?
Wenn wir sagen könnten, es ist okay. Du hast gerade genug und du darfst dich jetzt um dich selbst kümmern.
Genau das übe ich gerade.
Mir selbst zu vergeben, dass ich nicht funktionieren konnte. Mir die Zeit zu geben, die ich brauche. Und anzuerkennen, dass nicht alles andere wichtiger ist als meine Gesundheit und mein Wohlbefinden.
Ich bin nicht weniger wert, nur weil ich einmal absagen muss.
Und du bist es auch nicht.
Kennst du dieses schlechte Gewissen, wenn du absagen musst, obwohl du eigentlich gerne für andere da wärst? Wenn du magst, erzähl mir davon in den Kommentaren.