26/03/2019
Was ist Canopy Piloting?
Die Disziplin
Canopy Piloting ist eine Disziplin des Fallschirmsports, die über einem künstlich angelegten Wassergraben (Pond) oder einem Gewässer stattfindet. Die Athleten beschleunigen ihre Hochleistungsfallschirme durch eine Steilkurve. Dabei entstehen Geschwindigkeiten von bis zu 180 km/h. Der Parcours wird parallel zum Boden geflogen. Um eine Wertung zu erhalten, fliegen sie mit einem Teil ihres Körpers durch ein 10 m breites und 1,5 m hohes Tor, an dem eine Lichtschranke ausgelöst wird. Der Zuschauer ist hautnah dabei und erlebt das Geschehen direkt.
Die Wertungen
Distanz (Distance)
Das Durchfliegen der Lichtschranke löst die Wertung aus, vor oder im Tor muss das Wasser einmal berührt werden. Die ersten 50 m muss ein Teil des Körpers im 1,5 m hohen Parcours bleiben. Anschließend steigen die Athleten wieder und fliegen innerhalb des 10 m breiten Parcours so weit wie möglich. Wie beim Weitsprung wird bei Bodenberührung die Distanz zum Einganstor gemessen.
Der Weltrekord liegt bei 167,97 m, der Deutsche Rekord bei 165,98 m.
Geschwindigkeit (Speed)
Nach dem Durchfliegen der Lichtschranke folgt der Pilot dem 10 m breiten Parcours einer 75° Kurve. Am Ende des 70 m langen Parcours misst eine zweite Lichtschranke die geflogene Geschwindigkeit.
Der Weltrekord liegt bei 2,019 sec., das ist eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 124 km/h. Der Deutsche Rekord liegt bei 2,323 sec., geflogen von Max Koßidowski.
Zonen-Ziel (Zone Accuracy)
Beim Durchqueren von mehreren Toren über dem Wasser – und gleichzeitiger Wasserberührung – sammelt der Athlet Punkte. Das Ziel ist es, an Land in einer 2 x 2 m Zone zu landen. Wer durch alle vier Wassertore eine Linie mit dem Fuß zieht und in der 70 m vom Einganstor entfernten Zielzone landet, bekommt 100 Punkte. Jedes fehlende Wassertor oder das verpassen der Zielzone gibt Punktabzug.