29/08/2026
Reichenbacher FC gegen FC Grimma 4:4 (3:1)
Das war nichts für schwache Nerven ! Zwanzig Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit rettete Kapitän Niklas Rosenmüller seinen RFC vom Elfmeterpunkt noch einen Zähler. Aufgrund des Zeitpunktes war dieses 4:4-Unentschieden gegen den Oberligaabsteiger zweifelsohne ein Punktgewinn. Wenngleich am Ende beide Teams nebst Verantwortlichen ihre Nerven auf Höchstmaß strapazierten. Im ersten Durchgang kannten die Jungs von Carlo Kästner überhaupt keinen Respekt und konterten die Grimmaer im schnellen Umkehrspiel in Bilderbuchmanier aus. So kaltschnäuzig und raffiniert kombinierend hatte man die Reichenbacher schon lange nicht gesehen ! Der FC war zwar mehr am Ball, wirkte aber nur bei Eckbällen und Freistößen gefährlich, die sich stets hoch in den Sechszehner bogen. Effektivität bewiesen die Hausherren. Günnel zeigte wieder Torinstinkt, als er ein Grundlinienzuspiel von Schewski zur Führung eindrückte. Die letzten Minuten der 1.Halbzeit hielten die über 300 Fans in Atem. Erst klärte Söllner auf der Linie. Sein Befreiungsschlag fand über zwei Stationen den bis dato besten Reichenbacher Schewski, der den Grimmaer Schlussmann flach überwand. Nur wenige Augenblicke später verkürzte der an diesem Tag gefährlichster Gästeakteur Ziffert. Doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Wieder war es Schewski, der aus spitzem Winkel ins kurze Eck vollendete. Wie schnell ein Zwei-Torevorsprung flöten gehen kann, bewies der Wiederbeginn. Erst entglitt Hettwer im Gewühl am Boden der Ball. Nitschke sagte artig Danke. Dann war es wieder Zifferts Kopf, der den einen Schritt zu spät reagierenden RFC-Keeper überwand. Dieses 3:3 brachte die Hausherren aus dem Konzept, deren Spielaufbau zu fehlerhaft war. Vorn konnten keine Bälle mehr festgemacht werden. Grimma war am Drücker und dem vierten Treffer mehrmals sehr nahe, während auf der anderen Seite nicht mehr viel passierte. Als Nitschkes Schrägschuss im langen Eck einschlug, schienen die Muldestädter am Ziel ihrer Wünsche. Bis deren Schlussmann den eingewechselten Görz völlig unmotiviert am linken Strafraumeck von den Beinen holte. Rosenmüller bewies Verantwortung und glich aus. „So super und brillant der erste Durchgang war, so schlecht war dann der zweite Teil. Wir haben es da nicht verstanden, gemeinsam das kurzzeitige Tal zu verlassen. Gegen Ende der Partie krochen wir förmlich auf dem Zahnfleisch. Dazu kam, dass wir uns im und vor den eigenen Strafraum oftmals selbst anschossen. Da fehlte die Ordnung. Dass Resultat hinter dem Doppelpunkt zeigt , wo uns der Schuh drückt. Neun Gegentreffer in den ersten drei Spielen sind einfach zu viel. Dennoch können wir mit dem Remis leben.“, meinte nach dem Abpfiff Carlo Kästner. Auch im siebenten Vergleich mit den Grimmaern blieb somit ein voller Erfolg verwehrt.(OM)
Statistik:
Schiedsrichter: Jens Kreißl (TSV Penig) – Zuschauer: 310
Torfolge: 1:0 Günnel (6.), 2:0 Schewski (42.), 2:1 Ziffert (44.), 3:1 Schewski (45.+3), 3:2 Nitschke (49.), 3:3 Ziffert (63.), 3:4 Nitschke (87.), 4:4 Rosenmüller (90./Foulelfmeter)
RFC: Hettwer, Günnel (70.Ku**er), Lange, Söllner (53.Maschek), Baumann (75.Knappe), Strobel/V, Rosenmüller, Schneider (83.Görz), Diegel/V, Schewski (83.Görz), Rötsch
Grimma: Zsarenko, Mattheus, Seidl/V (88. Rasser), Tröger (46. Sommer), Buchmann, Thoms/V, Spreitzer, Nitschke, Ziffert, Bartsch, Katzenberger (46. Hübner).