31/05/2026
Vorn zu fahrlässig, hinten zu nachlässig - aber es reichte
Der Reichenbacher FC gewinnt beim VfB Fortuna Chemnitz 3:2
Zweimal hinten gelegen, jeweils ausgeglichen und in letzter Minute noch den „Lucky Punch“ gesetzt: Der Reichenbacher FC hatte beim , seit diesem Wochenende auch theoretisch feststehenden Absteiger VfB Fortuna Chemnitz seine liebe Mühe und Not, konnte auf Kunstrasen nach zuletzt zweimaliger Erfolglosigkeit in der Fremde wieder einen Dreier einfahren. Diese enge Kiste hätte er sich aber ersparen können. Trainer Carlo Kästner brachte es unmittelbar nach dem Abpfiff treffend auf den Punkt: „Vorn waren wir einfach zu fahrlässig und hinten zu nachlässig.“ Die Möglichkeiten, die sich die Reichenbacher erarbeiteten, hätten eigentlich für einen klaren Sieg reichen müssen. Taten sie aber nicht. Praktisch mit seiner ersten torgefährlichen Aktion ging der VfB in Führung. Günther passte von links nach innen, ein RFCer schlug über den Ball und Meier nahm dieses Geschenk dankend an und drückte aus Nahdistanz ein. Schnell hatten sich die Reichenbacher aber geschüttelt und der Chemnitzer Keeper rückte in der Folge einige Male in den Mittelpunkt. Machtlos war dieser aber, als Strobel über die rechte Außenbahn lang geschickt wurde, in den Sechzehner einzog und aus spitzen Winkel erfolgreich war - 1:1. Doch die Elf von Carlo Kästner machte sich in der Folge das Leben selbst schwer, agierte anfällig bei langen Bällen des Gegners und kombinierte nach vorn zu oft halbhoch und ungenau. Viele der Eingaben oder Flanken kamen zudem zu lang in die gegnerische Box. Und wenns passte, haperte es im Abschluss (Strobel, Lange, Schmelzer) . Die erste Aktion nach Wiederbeginn besaß der Vorletzte, als Hettwer gegen Pechmann klärte und der anschließende Nachschuss aufs Tordach fiel. Fast im Gegenzug traf Schmelzer nur den Außenpfosten. Dann schlugen die Hausherren wieder zu. Fröhlich tankte sich zentral durch, traf Hettwers Körper und war dann im zweiten Versuch erfolgreich. In Rückstand liegend gab der RFC in der Folge Vollgas, rannte sich aber aber an der vielbeinigen Abwehr fest und machte aus seinen Standards zu wenig. Erst ein raffinierter Schlenzer von der linken Strafraumgrenze ins rechte Dreiangel von Schewski brachte Erfolg und den Ausgleich. Von den Fortunen kam im zweien Abschnitt nicht mehr viel. Die letzte Offensivaktion der Reichenbacher brachte noch den späten Sieg. Langes Eckball auf den kurzen Pfosten wurde per Kopf weitergeleitet, wo der nachsetzende Günnel die Kugel dann im dichten Gestocher zum umjubelten 3:2 über die Linie drücken konnte. „Das Siegtor fiel zwar spät, war aber hochverdient. Jetzt wollen wir natürlich in den restlichen drei Partien unseren alten Punkterekord einstellen.“, so Kästner. Der liegt bei 49 (Saison 2023/24). Der RFC weist im Moment einen weniger auf und wird damit definitiv am Ende in diesem Spieljahr mindestens Siebenter sein. Nicht schlecht ! (OMH)
Statistik:
SR: Lea Kretschmar (SV 1922 Radibor) - Zuschauer: 53 - Torfolge: 1:0 Meier (14.), 1:1 Strobel (28.), 2:1 Fröhlich (53.), 2:2 Schewski (72.), 2:3 Günnel (90.)
VfB: Hähner, Glaser, Richter (82.Beyer), Hengst, Günther (68. Suhr), Pechmann (89. Baum), Starke, Fröhlich, Groschopp, Meier (82. Weber), Hundsruecker (82. Haase)
RFC: Hettwer, Günnel, Lange, Knappe (53. Süß), Strobel (74. Giesel), Rosenmüller, Schmelzer (53. Horn), Seidel, Diegel (69. Peltsch), Schewski (90.+1 Maschek), Rötsch