27/12/2025
Hommage an die Dankbarkeit
Wenn Dankbarkeit den Blick verändert...
Ich sage heute von Herzen Danke
und spüre dieses nährende, erfüllende Gefühl,
das durch ehrliche Dankbarkeit in uns entstehen darf.
Wohlig. Warm. Aufgehoben. Sicher. Erfüllt.
Diese Worte beschreiben am besten, was ich gerade fühle.
Und dabei habe ich – oberflächlich betrachtet – gar nichts Besonderes bekommen,
könnte man meinen.
In Wahrheit wird mir jedoch jeden einzelnen Tag so viel gegeben.
Ich muss nur die Augen dafür öffnen.
Das war nicht immer so.
Früher habe ich mich oft über die Gegebenheiten beklagt.
Wenn etwas nicht geklappt hat.
Wenn es nicht so lief, wie ich es mir gewünscht hatte.
Ich haderte mit den Umständen, mit anderen Menschen
und vor allem mit mir selbst.
Nie war ich wirklich zufrieden mit mir.
Diese innere Haltung hat mich einerseits angetrieben,
immer wieder Höchstleistungen zu erbringen.
Gleichzeitig aber hat sie mir die Freude am Alltag genommen.
Diese ständige, leise Kritisiererei mir selbst gegenüber.
Irgendwann begann ich, Dankbarkeit bewusst zu praktizieren.
Natürlich habe ich in dieser Zeit auch viel an mir gearbeitet;
an meinen Prägungen, meinem Weltbild, meiner Einstellung zum Leben.
Doch das tägliche Dankbarkeitsritual half mir,
die Dinge von einer anderen Ebene aus zu betrachten.
Nicht nur positiver.
Sondern bewusster.
Ich begann, das Leben mit neuen Augen zu sehen.
Ich begann zu verstehen.
Und damit eröffnete sich für mich ein neues Universum.
Und das meine ich wortwörtlich.
Es fühlte sich an, als hätte ich den Planeten gewechselt.
Als gäbe es zwei Erden, auf denen äusserlich fast dasselbe geschieht
und doch erlebt sich das Leben völlig anders.
Auf der alten Erde bestimmten Schuldzuweisungen, innere Härte und Opfertum meinen Blick.
Auf der neuen Erde hingegen Akzeptanz, Liebe und Schöpfertum.
Auf beiden Erden gibt es Herausforderungen.
Auf beiden geschehen dieselben Dinge.
Doch auf der neuen Erde bin ich innerlich zuhause.
Zufriedener. Verbundener. In mir ruhend.
Dankbarkeit ist für mich deshalb so etwas wie ein Zauberstab.
Und das Schöne daran: Sie ist unglaublich einfach zu bedienen.
Man kann sofort damit beginnen.
Denn Dankbarkeit ist im eigentlichen Sinne keine Technik.
Sie ist eine innere Haltung, die man sich mit der Zeit antrainieren darf.
In diesem Sinne möchte ich mich von Herzen bei dir bedanken.
Fürs Lesen, fürs Dabeisein, fürs Mitgehen.
Für all die Begegnungen, Rückmeldungen, Gespräche
und für das Vertrauen in diesem Jahr.
Ich wünsche dir und deinen Liebsten von Herzen frohe Weihnachten.
Besinnliche Tage voller Wärme, Verbundenheit
und kleiner, stiller Wunder.
Und einen sanften Übergang in ein neues Jahr,
getragen von Dankbarkeit, Vertrauen
und innerem Frieden.
Von Herzen
Karin
PS:
Vielleicht ist diese Zeit genau dafür da:
innezuhalten, wahrzunehmen
und dem zu danken,
was uns oft im Alltag so selbstverständlich erscheint.