10/06/2026
Wenn von Pestiziden die Rede ist, denken viele zuerst an belastetes Grundwasser, Rückstände in Lebensmitteln oder negative Auswirkungen auf die Biodiversität. Doch Pestizid ist nicht gleich Pestizid.
Biologische Pflanzenschutzmittel nutzen Wirkstoffe, die in der Natur vorkommen – beispielsweise Viren, Bakterien oder natürliche chemische Verbindungen. Sie wirken oft gezielt gegen bestimmte Schädlinge und schonen dabei andere Organismen.
Im Gegensatz dazu wirken viele synthetische Pestizide deutlich breiter und können unbeabsichtigte Auswirkungen auf andere Arten oder die Umwelt haben. In der Vergangenheit führten solche Risiken auch zu Verboten einzelner Wirkstoffe. Ein bekanntes Beispiel ist Chlorothalonil, das 2020 in der Schweiz verboten wurde, nachdem Abbauprodukte im Grundwasser nachgewiesen wurden.
Für Konsument:innen stellt sich deshalb die Frage: Was kann ich selbst tun?
Ein wichtiger Hebel liegt beim Einkauf. Wer Bio-Lebensmittel wählt, unterstützt Anbaumethoden, die synthetische Pestizide weglassen. Dasselbe gilt für Bio-Baumwolle, deren Anbau deutlich weniger synthetische Pflanzenschutzmittel benötigt. Zudem lohnt es sich, auf Produkte aus der Schweiz oder Europa zu achten, wo der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln strengen Vorschriften unterliegt.
Nachhaltigkeit beginnt oft bei kleinen Entscheidungen im Alltag. Mit jedem Einkauf können wir dazu beitragen, Umweltbelastungen zu reduzieren und eine Landwirtschaft zu fördern, die Ressourcen und Biodiversität stärker schützt.