Im historischen Sinn gelten Jungschützenkurse als "militärische Vorkurse" und werden deshalb vom Bund gefördert. Ursprüngliches Ziel war es, die angehenden Rekruten bereits vordienstlich im Umgang mit der Waffe vertraut zu machen. Dieses Motiv hat sich im Wandel der Zeit etwas verschoben, was zu einer Neuausrichtung dieser Kurse führte. Heute steht der Aspekt der Jugendförderung im Vordergrund und die Kurse werden nicht mehr im militärischen, sondern im sportlichen Kontext ausgeschrieben. Die Schweizerischen Schiessvereine unterstützen die Jungschützenkurse in personeller und logistischer Hinsicht. Wir tun dies deshalb, weil wir dem interessierten Nachwuchs eine Plattform bieten wollen, die Faszination des Schiesssports unter Anleitung und in einem kontrollierten Rahmen zu erleben. Ziel ist es, die für eine hohe Treffsicherheit nötigen Fertigkeiten zu erlernen. Wenn wir dadurch den einen oder anderen zukünftigen Aktivschützen für den Sport und den Verein gewinnen können, ist uns dies Ansporn genug. Der Umgang mit Schusswaffen ist streng reglementiert. Es dürfen keine (Leih-) Gewehre oder Munition nach Hause genommen werden. Die Kurse werden durch den eidgenössischen Schiessoffizier des Kantons Solothurn alljährlich unangemeldet kontrolliert.