06/07/2026
Rückblick Juni 2026 – Sommer, Schweiss und Rückenwind
Der Juni hatte alles zu bieten, was den Radsport so faszinierend macht: Sonne, Wind, Hitze, Pannen, spontane Planänderungen und vor allem viele gemeinsame Kilometer.
Mit sieben Ausfahrten wurde der Monat intensiv genutzt. Was zunächst mit angenehm sommerlichen Temperaturen begann, entwickelte sich gegen Monatsende zu einer regelrechten Hitzewelle. Mehrfach mussten die Touren den Bedingungen angepasst werden. Frühere Startzeiten wurden zur neuen Normalität, längere Anstiege nach Möglichkeit gemieden und genügend Ausstiegsmöglichkeiten eingeplant. Dass sich diese Strategie bewährte, zeigte sich Woche für Woche.
Sportlich führte uns der Juni quer durch die Region: über den Dinkelberg, durch das Markgräflerland, ins Kleine Wiesental, entlang des Rheins und immer wieder ins Elsass. Mal sorgte kräftiger Rückenwind für beinahe müheloses Dahingleiten, nur um sich auf dem Rückweg in einen hartnäckigen Gegner zu verwandeln. An anderen Tagen war es weniger der Wind als vielmehr die hochsommerliche Hitze, die den Takt vorgab.
Auch kleinere Zwischenfälle gehörten dazu. Mehrere Plattfüsse erinnerten daran, dass Material genauso zum Velofahren gehört wie starke Beine. Besonders in Erinnerung bleiben dürfte dabei das ungeplante «Anfahren am Berg» nach einer Reifenpanne – eine Disziplin, die alle Beteiligten mit Bravour meisterten.
Erfreulich war einmal mehr die Vernunft innerhalb der Gruppe. Statt stur am ursprünglichen Plan festzuhalten, wurden Touren den Bedingungen angepasst und bei gesundheitlichen Beschwerden auch einmal eine Abkürzung gewählt. Velofahren soll fordern, aber nicht überfordern.
Neben den sportlichen Leistungen zeigte sich im Juni erneut, was unsere Gemeinschaft ausmacht. Ob bei Reparaturpausen, im Gegenwind oder beim gemeinsamen Schlussbier – niemand wurde zurückgelassen und angekommen wurde, wie immer, gemeinsam. Selbst wenn auf kurzen Rampen oder der inoffiziellen Sprintwertung zwischen Wallbach und Möhlin der Ehrgeiz kurz aufblitzte, überwog danach sofort wieder der Teamgedanke.
Nicht fehlen durfte natürlich der obligate Zwischenhalt mit alkoholfreiem Weizenbier, das sich bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke beinahe zum offiziellen Sportgetränk entwickelte. Manch einer behauptet sogar, es wirke motivierender als Rückenwind.
Der Juni hat einmal mehr gezeigt, dass sich gute Touren nicht allein über Kilometer, Höhenmeter oder Durchschnittsgeschwindigkeit definieren. Es sind die gemeinsamen Erlebnisse, die kleinen Geschichten unterwegs und der respektvolle Umgang miteinander, die jede Ausfahrt besonders machen.
Sollte der Siebenschläfer recht behalten, wartet ein ebenso heisser Juli auf uns. Doch mit frühen Starts, gut gefüllten Trinkflaschen und einer Portion Humor blicken wir den kommenden Touren gelassen entgegen.