14/07/2026
Früher dachte ich, Urlaub heisst Fünf-Sterne-Hotel, perfekter Service, alles organisiert.
Heute wähle ich bewusst das Zelt oder ein kleines, stilles Hotel hoch in den Bergen. Dort, wo es keine Hektik gibt und niemand etwas von mir will.
Denn genau dort, fernab vom gewohnten Komfort, komme ich wirklich zur Ruhe. Die Berge machen mit mir etwas, das kein Wellnessbereich schafft.
Und ich sehe, wie wichtig genau das für meine Tochter ist. Kinder brauchen diese unstrukturierten Momente draußen, um wirklich anzukommen, viel mehr, als wir oft denken. Die pure Freude an einer Wanderung, schwimmen, spielen, auch jetzt noch, wo sie fast schon ein Teenager ist. Kein Programm, keine Beschäftigung von außen nötig. Nur Zeit, Raum und Natur, und ein Kind findet von selbst, was es braucht.
Yoga hat mir genau das jahrelang auf der Matte gezeigt: Atmen. Entschleunigen. Bei sich ankommen. Und irgendwann habe ich verstanden, dass die Matte gar nicht nötig ist. Echte Praxis findet überall dort statt, wo wir uns erlauben, einfach zu sein. Im Zelt. Auf dem Balkon eines stillen Hotels mit Blick auf die Gipfel. In der Stille nach einer langen Tour.
Vielleicht war Yoga für mich deshalb nie die perfekte Asana. Sondern der Versuch, im Kontakt zu bleiben mit mir selbst, mit der Natur, mit den Menschen, die mir wichtig sind.
Wie verbringen eure Kinder am liebsten Zeit in der Natur?