02/04/2026
Angst hat viele Gesichter.
In meiner Praxis begegnet sie mir täglich:
Angst vor Schmerzen.
Angst vor dem Alleinsein.
Angst vor Krankheit.
Angst vor dem, was kommt.
Doch wenn wir tiefer schauen, zeigt sich oft etwas ganz anderes.
Es ist nicht die Angst vor den vielen Dingen im Außen.
Es ist die eine, leise, grundlegende Angst:
👉 die Angst, loszulassen.
👉 die Angst, sich fallen zu lassen.
👉 die Angst vor dem Schritt ins Ungewisse.
Hermann Hesse hat es so berührend beschrieben:
„Man hat vor tausend Dingen Angst,
vor Schmerzen,
vor Richtern,
vor dem Erwachen,
vor dem Alleinsein,
vor der Kälte,
vor dem Wahnsinn,
vor dem Tode –
namentlich vor ihm, vor dem Tode.
Aber all das waren nur Masken und Verkleidungen.
In Wirklichkeit gab es nur eines,
vor dem man Angst hatte:
das Sichfallenlassen,
den Schritt in das Ungewisse hinaus,
den kleinen Schritt hinweg über all die Versicherungen, die es gab.
Und wer sich einmal,
ein einziges Mal hingegeben hatte,
wer einmal das große Vertrauen geübt
und sich dem Schicksal anvertraut hatte, der war befreit.“
✨ Vielleicht ist genau das der Schlüssel:
Nicht mehr festhalten.
Sondern vertrauen.
Denn oft beginnt genau dort die Freiheit,
wo wir aufhören, uns festzuklammern.
Was wäre, wenn du heute einen kleinen Schritt wagst?