22/06/2022
Rückblick Meilentörn mit Claudia, Marco und Christian
Start in Porto Ginesta am Samstag 7. Mai, wir legen gleich ab nach Barcelona, segeln mit idealem Wind die rund 20 Meilen gemütlich ab.
Sonntag dann bereits Start zur Nachtfahrt nach Mallorca, Ziel ist die Cala Castell an der Nordwestküste von Mallorca. Wir können immerhin dreiviertel der Strecke segeln.
Dienstag: Der vorhergesagte Nordwind hat früher eingesetzt als nach Forecast. Wir gehen zeitig Ankerauf mit Kurs auf Port Soller. Der Wind hat schon gewaltig aufgefrischt. Mit 1. Reff im Gross gehts zügig nach Port Soller. Port Soller ist der einzige sichere Ankerplatz an der Nordwestküste von Mallorca. übrigens ein sehr schöner Ort mit Strassenbahn.
Mittwoch: Der Nordwind hat noch nicht nachgelassen. Ankerauf in Port Soller mit Ziel nach Santa Ponca. 1. Reff im Gross mit Bullenstander und auf die Genua verzichten wir gänzlich, da der Windeinfallswinkel praktisch von hinten ist. Die See hat sich noch nicht beruhigt und ist um die 4 Meter. Nach Dragonera wirds besser. In Santa Ponca gehen wir in den Hafen.
Donnerstag: Wir legen in Santa Ponca ab mit Ziel Cala Pi. Gute Segelbedingungen mit Gennaker. In Cala Pi wird geankert mit Heckleine.
Freitag: Wir gehen Ankerauf in der Cala Pi mit Ziel El Arenal. Der Wind lässt auf sich warten, er kommt dann doch noch und lässt uns zügig nach El Arenal gelangen. Wir ankern ausserhalb des Hafens. Anschliessender Besuch des Ballermanns. Für Claudia ist der Törn leider zu Ende. Sie fliegt morgen wieder in die Schweiz. Danke Claudia, es war sehr schön, dich an Bord zu haben.
Samstag: Ankerauf in El Arenal mit Ziel Port Antratx. Unterwegs noch ein kleines Kräftemessen mit einer grösseren Rassy, das zu unseren Gunsten ausging. Wir nehmen eine Boje in Antraxt und besuchen das Städtchen.
Sonntag: Wir brechen zeitig auf Richtung Ibiza, sind doch 50 Meilen zu bewältigen. Grösstenteils können wir segeln. Wir ankern in der Cala Portinatx.
Montag: Unser heutiges Ziel sind die Columbretes Inseln, immerhin 62 Meilen. Die Columbretes sind immer ein Höhepunkt meiner Törns. Ein fast versunkener Vulkankrater, in dem 10 Bojen ausgelegt sind. Wir können etwa Zweidrittel segeln. Als zusätzlicher Höhepunkt hatten wir Besuch von einer Delfinschule. Um ca. 19.00 machen wir an einer Boje im Krater fest.
Dienstag: Meine Crew lässt es sich nicht nehmen und will die Insel besuchen. Das geht nur mit Anmeldung über Funk. Der Führer konnte leider kein englisch und so genossen wir wenigstens die herrliche Aussicht in den Krater. Um ca. 12 Uhr legen wir ab Richtung Benicarlo.
Mittwoch: Wir haben das Festland wieder erreicht. Heute nur ein kurzer Törn mit herrlichem Segeln mit Gennaker ins Ebro-Delta bei Rapida. Ich ankere sehr gerne dort, absolut geschützt und ruhig wie im Hafen.
Donnerstag: Heute muss das gewaltig grosse Ebro-Delta überwunden werden. Die Winde sind zunächst ungünstig und wir müssen kreuzen. Das ändert sich dann am nördlichsten Punkt des Ebros und wir können abfallen nach L'Ametlla de Mar, wie Benicarlo ein Fischerhafen, aber sehr nett.
Freitag: Wir legen zeitig ab Richtung Torredembarra, denn wir wollen noch Hafen- und MOB-Manöver üben. Dass machen wir dann auch unterwegs, bis die MOB-Manöver sitzen. Am Abend dann noch Hafenmanöver in Torredembarra. Wir gehen dann nach Altafulla, einem historischen Städtchen Nachtessen.
Samstag: Heute ist schon der letzte Tag. Wir beschliessen, nicht nach Ginesta zu segeln, weil die Windprognose einen Kreuzkurs vorhersagt. Wir beschliessen, die Hafenmanöver noch zu vertiefen, bis Marco und Christian die Dali perfekt an ihrem Platz anlegen. Ich fahre die Beiden dann nach Barcelona zm Flughafen.
Fazit: Es war wieder einmal ein sehr abwechslungs-und lehrreicher Meilentörn. Wir hatten Starkwind, viele Ankermanöver, auch mit Heckleine, Bojenmanöver und auch Hafenmanöver. Marco und Christian war es nicht wichtig, möglichst viele Meilen zu haben und trotzdem hatten wir 490 Meilen zurückgelegt. Die Beiden waren sehr wissbegierig und intressiert, so, wie ich es liebe. Herzlichen Dank an Marco und Christian für eure Gesellschaft und euer Vertrauen.