09/08/2019
Für wen eignet sich Tai Chi
Generell kann Tai Chi von jedem risikolos geübt werden, der sich langsam bewegen kann und kompetenten Unterricht bekommt. Denn Tai Chi lässt sich an die Bedürfnisse des jeweils Übenden anpassen. Bisher sind keine unerwünschten Nebenwirkungen bekannt. Wichtig ist jedoch, in sich hinein und auf die Signale des Körpers zu hören. Erzwingen Sie nichts!
Tai Chi ist in vielerlei Hinsicht gesund für Körper und Geist. Besonders gut geeignet ist die fernöstliche Bewegungskunst für Menschen, die unter folgenden Krankheits- und Beschwerdebildern leiden:
Rückenschmerzen: Die sanften, konzentriert durchgeführten Abläufe und geführten Übungen machen beweglich, verbessern Muskelkraft und Körperstabilität.
Kniearthrose: Bei Kniearthrose verbessert Tai Chi die Beweglichkeit der Gelenke und lindert Schmerzen. In einer Studie, in der Probanden drei Monate lang regelmäßig übten, verbesserte sich subjektiv zudem die Lebensqualität, die Tai Chi-Gruppe litt weniger unter Depressionen als die Vergleichsgruppe.
Kardio-vaskuläre (Vor)Erkrankungen: Regelmäßiges Tai Chi-Training senkt Blutdruck und Cholesterinwerte.
Rheuma: Die fließenden Bewegungen können vor allem die Beweglichkeit des Sprunggelenks sowie den Bewegungsradius der Erkrankten generell verbessern.
Morbus Parkinson: In einer US-Untersuchung verbesserte sich die Körperhaltung der an Parkinson erkrankten Probanden, die Tai Chi übten, gegenüber einer Gruppe, die lediglich Dehnübungen absolvierte. Auch stürzten die Tai Chi-Praktizierenden weniger häufig als die Kontrollgruppe.
Depressionen/Burnout: Die meditativen Bewegungen können die Stimmungslage von Menschen mit Depressionen aufhellen. Die Abläufe wirken beruhigend und helfen beim Stressabbau. Die tiefe Atmung fördert die Entspannung.
Tai Chi & Schwangerschaft
Die langsamen, sanften Bewegungen eigenen sich hervorragend für werdende Mütter. Die Frauen verbessern durch regelmäßiges Üben ihre Beweglichkeit, bauen Körperbewusstsein auf und lernen, sich durch bewusstes Atmen zu entspannen. Das macht nicht nur während der Schwangerschaft gelassener und widerstandsfähiger, sondern hilft auch, die Anstrengungen und Schmerzen der Geburt besser zu verkraften.
Tai Chi – Fehler, die Sie vermeiden sollten
Tai Chi ist im Prinzip leicht zu erlernen. Vermeiden sollten Sie allerdings folgenden Fehler, um in den vollen Genuss der gesundheitlichen Vorteile der fernöstlichen Bewegungskunst zu kommen:
Zwischen den Stilen wechseln: Gerade am Anfang sollten Sie bei einem Stil und einem Lehrer bleiben. So kann sich Ihr Körper langsam und konstant an die Bewegungen gewöhnen. Je selbstverständlicher Atmung und Abläufe fließen, desto entspannender und effektiver ist die Tai Chi-Praxis.
Nur ab und zu üben: Tai Chi kann erst dann seine volle Wirkung entfalten, wenn es regelmäßig praktiziert wird. 15 Minuten sollten Sie sich täglich dafür Zeit nehmen können und wollen.
Tai Chi & Kalorienverbrauch
So spirituell der Ansatz von Tai Chi sein mag, so rational verhält es sich auch in diesem Sport mit dem Kalorienverbrauch: Je mehr man übt, desto mehr Kalorien verbrennt man. Heißt konkret: 200 bis 300 Kilokalorien kann man pro Stunde mit Tai Chi ungefähr loswerden.
Wer regelmäßig übt – ideal wären täglich morgens und abends zehn bis 20 Minuten – kann damit auch abnehmen. Das bestätigt eine Studie eines Forscherteams der Universität Queensland. Nach drei Monaten regelmäßiger Tai Chi-Praxis verringerten sich sowohl Gewicht als auch Taillenumfang der Probanden. Der mutmaßliche Grund: die Bewegungsabläufe des Tai Chi stimulieren die Muskulatur auf spezielle Weise
(Textquelle: https://www.netdoktor.de/sport-fitness/tai-chi/)