20/01/2026
Die Rückkehr der roten Traumtänzer
Nach neun Niederlagen und einem einsamen Sieg war die Stimmung beim PSC Bonaduz ungefähr so tief wie der Bodensee bei Sturm. Der Demotivationsbarometer? Kurz vor „Wir fangen an, Schach zu spielen“. Aber dann kam der grosse Abend in Flims und mit ihm die Menzli Lufs, jene Gegner, die man hin und wieder ärgert, wenn die Sterne günstig stehen.
Vor einer gigantischen Kulisse von über 10 Zuschauern (ja, richtig gelesen, fast wie ein WM-Finale in Miniatur) ging’s los. Die Bonaduzer? Voller Tatendrang! Man spürte, heute liegt was in der Luft. Vielleicht ein Sieg. Vielleicht nur der Duft von Bier. Egal, Hauptsache Hoffnung!
Doch nach 15 Minuten, zack, 0:1. Ein Puckverlust in der Mittelzone, und die Lufs schieben das Ding rein, als wäre es ein gemütlicher Sonntagsspaziergang. Normalerweise hängen die Köpfe der Bonaduzer danach so tief, dass man sie für Maulwürfe halten könnte. Aber nicht heute! Nach einem Pass von Vogt, der so genial war, dass man ihn in die Hall of Fame der Pizzabäcker aufnehmen sollte, knallt Bachmann den Ausgleich rein. Jubel! Ekstase! Doch dann, Doppelschlag der Lufs vor der Pause. Stimmung wieder im Keller. Pause. Durchatmen. Vielleicht ein paar Motivationssprüche wie „Wir sind nicht schlecht, dranbleiben.“
Nach der Pause, Chancen über Chancen. Aber dieses kleine „Scheissding“ (Zitat der Spieler) wollte einfach nicht ins Netz. Die Bonaduzer fragten sich: „Brauchen wir einen Exorzisten? Einen Glücksbringer? Oder einfach einen grösseren Puck?“ Konsternation pur. Doch dann kam Fetz. Ein Solo übers ganze Eis, so elegant, dass selbst Sidney Crosby in Flims kurz gezuckt hätte. Backhand rein, 2:3! Hoffnung lebt!
Und dann das Highlight des Abends, Schiedsrichter Hartmann kollidiert im Mittelkreis mit einem Spieler und entscheidet spontan: „Ich bleib hier sitzen.“ Fünf Minuten lang chillt er auf dem Eis, schaut sich das Spiel aus der VIP-Perspektive an. Die Spieler machen sich Sorgen, ob er verletzt ist. Aber nein, er hat einfach die Bonaduzer Stürmer kopiert, wenig Bewegung, viel Gemütlichkeit.
Am Ende? Keine weiteren Tore. Zanoli, Clopath, Alig, alle mit Chancen, die man in Hollywood verfilmen könnte. Aber die Scheibe? Sie springt momentan einfach nicht für die roten Traumtänzer.
Ausblick: Am Freitag geht’s nach Schiers gegen die MFG’s. Im Hinspiel gab’s einen Sieg. Wenn das kein gutes Omen ist! Also, liebe Fans, packt alles ein, was Lärm macht. Kuhglocken, Trillerpfeifen, eure Schwiegermutter und verwandelt das Aussenfeld in Schiers in einen Hexenkessel. Wir brauchen euch. Wirklich. Sonst spielen wir bald Curling.