neurodivergenz-uri

neurodivergenz-uri Wir bieten Autismus- und ADHS-Coaching/Beratung an und klären über Neurodivergenzen auf.

15/06/2026
ADHS-Medikamente Darüber, bei diagnostiziertem ADHS Medikamente zu nehmen/geben, wird viel gestritten. Ja, ADHS-Medikame...
15/06/2026

ADHS-Medikamente

Darüber, bei diagnostiziertem ADHS Medikamente zu nehmen/geben, wird viel gestritten.
Ja, ADHS-Medikamente haben nicht unrelevante Nebenwirkungen. Und ja, sie passen nicht für jede*n ADHS-Betroffenen.

Die Forschung belegt aber sehr eindeutig die Vorteile der ADHS-Medikation:
-weniger spätere Suchterkrankungen
-weniger Unfälle
-weniger aufgrund von ADHS entwickelte Komorbiditäten…

ADHS-Medikamente stellen übrigens keineswegs ruhig, wie so oft behauptet wird. Im Gegenteil. Auf Menschen ohne ADHS wirken sie aufputschend. Bei ADHS-Betroffenen führt die Wirkung zu besserer Verfügbarkeit von Dopamin, Noradrenalin und Serotonin im Gehirn.
Diese Neurotransmitter werden für Aufmerksamkeitslenkung, Konzentration, Handlungsplanung, Impulskontrolle etc. benötigt.

ADHS-Medikamente beeinflussen also massgeblich die exekutiven Funktionen. Durch diese Wirkung können sich ADHS-Betroffene besser fokussieren und konzentrieren, ihre Aufmerksamkeit lenken und Impulse bewusst steuern. Sie müssen zudem weniger Dopaminausschüttungen mittels Bewegung provozieren.
Dieser indirekte Effekt lässt Betroffene nach aussen ruhiger wirken. Aber sie sind dann keineswegs ruhiggestellt, sondern ihr Gehirn funktioniert endlich mal halbwegs so, wie es für neurotypische Menschen ganz gewöhnlich ist. Es funktioniert mal ohne erschöpfenden Kampf gegen die Symptome von ADHS. Die Betroffenen sparen damit Energie, und erleben sich als Selbstwirksam.

Und das Sahnehäubchen:
Sie erleben weniger Ermahnung, Kritik, Ausschluss & Diskriminierung.

ADHS-Medikamente sind natürlich nicht leichtfertig anzuwenden/zu verabreichen. Aber sie können für Betroffene ein wahrer Game-Changer sein.
Darum informiert euch gründlich darüber und gebt dem Versuch eine Chance.

Autistic Joy - Ausdruck überwältigender Freude bei neurodivergenten Menschen...Ein wunderschönes Phänomen das ich von mi...
08/06/2026

Autistic Joy - Ausdruck überwältigender Freude bei neurodivergenten Menschen...
Ein wunderschönes Phänomen das ich von mir selbst kenne und auch schon oft bei nahestehenden Menschen beobachten durfte.

Bei einer aktiven "Entladung" der Autistic Joy zieht sich meine Muskulatur um Hals, Gesicht und Schultern zusammen und zuckt (wie z.b. bei einem Tic), das Herz hüpft wortwörtlich - und ich meine das wirklich wortwörtlich! Zudem rutschen mir dabei sehr hohe Quiek-Geräusche raus...etwa wie die eines Meerschweinchens.

Ich hab dann auch das überwältigende Bedürfnis, mich mit ausgebreiteten und teils wedelnden Armen zu drehen, zu hüpfen und zu "singen".

Komplett echt sehen konnte das bei mir bisher noch nicht mal mein Mann. Ich mildere das unter Menschen deutlich ab, da es für eine erwachsene Frau wohl doch etwas sehr ungestüm wirken muss.
Meine Geschwister (von früher) und meine Kinder kennen meine Autistic Joy jedoch ungefiltert.
Sie führt immer zu viel Erheiterung, ausgelassener Fröhlichkeit und zu zwinkerndem "Mamii...hesch wieder mal dini 5 Minute??" (Teenies halt).
Aber sie machen dabei auch gern ausgelassen mit - Autistic Joy ist nämlich hochansteckend!

Fühlst du es? Kennst du Autistic Joy? Wie zeigt sie sich bei dir?

Einen freudvollen Wochenstart euch allen!
Berni

Verband Neurodiversität e.V.

Heute Abend - falls du im Bildungsbereich arbeitest, könnte das vielleicht auch für dich interessant sein.
02/06/2026

Heute Abend - falls du im Bildungsbereich arbeitest, könnte das vielleicht auch für dich interessant sein.

Hier verlinke ich euch einen Blogbeitrag von mir, über mich,  mein Sein und Erleben. Ich bin seit der Gründungsversammlu...
19/05/2026

Hier verlinke ich euch einen Blogbeitrag von mir, über mich, mein Sein und Erleben.

Ich bin seit der Gründungsversammlung im Frühjahr 2023 Mitglied im Verband Neurodiversität (ich kann ihn nur empfehlen!! Hier kannst du auch Mitglied werden:
https://neurodivers-dach.org/verband/mitgliedschaft )
und durfte für dessen Webseite einen Blogbeitrag schreiben.

Wenn du mich ein klein wenig besser kennen lernen willst… lies selbst:
https://neurodivers-dach.org/blog-podcast/meine-neurodiversitat/chamaleon?fbclid=IwRlRTSAR5RhxleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZAo2NjI4NTY4Mzc5AAEeZL7ypWzkiDetSFvNTin0YmkTK82F1UMgFS5tSJvt5LWayMRvwwVU1lFC2hM_aem_dlrhCI9HGnALqRkvDKu3ag

Härzlichi Grüess,
Berni

Sie sind hier: Startseite Blog Meine Neurodiversität Chamäleon Aus der Kategorie AuDHS Chamäleon Verfasst von Berni — am 08. März 2024 Zurück zur Übersicht Berni erzählt von Anpassung, Auflehnung, gelten wollen und Entmaskierung. Ich stamme aus einer recht wohlhabenden Großfamilie, bin.....

Verhalten durch nachfragen differenzieren, statt ungefragt interpretieren und bewerten!!
19/05/2026

Verhalten durch nachfragen differenzieren, statt ungefragt interpretieren und bewerten!!

19/05/2026
Ich kenne eine Frau, die Schmetterlinge flattern hört. Glaubst du nicht? Nur weil man sich etwas unmöglich vorstellen ka...
12/05/2026

Ich kenne eine Frau, die Schmetterlinge flattern hört. Glaubst du nicht?

Nur weil man sich etwas unmöglich vorstellen kann, ändert das nichts daran, dass neurodivergente Wahrnehmung ist wie sie ist.

Glauben, evt. nachfragen, Belastung anerkennen - Die einzig respektvolle Reaktion!

https://www.facebook.com/share/18jEUHhbY8/?mibextid=wwXIfr

👻 - Es ist zu laut.

Eines der am meisten unterschätzten Themen bei Neurodivergenz ist die akustische Reizüberlastung. Viele Menschen stellen sich darunter vor, dass jemand „ein bisschen empfindlich auf Lärm“ reagiert. Aber für viele neurodivergente Menschen geht es weit darüber hinaus.

Es geht nicht einfach nur um Lautstärke.
Es geht um ein Nervensystem, das Geräusche permanent verarbeitet und oft nicht ausreichend filtern kann.

Während manche Menschen Hintergrundgeräusche irgendwann ausblenden, bleibt bei vielen Neurodivergenten alles gleichzeitig im Bewusstsein. Das Gespräch am Nebentisch. Das Summen der Neonröhre. Das Brummen eines Kühlschranks. Straßenlärm. Tastaturen. Hundegebell. Der Fernseher im Hintergrund. Schritte. Lüftungen. Das konstante akustische Grundrauschen moderner Städte.

Und genau das kann extremen Stress auslösen.

Das Problem ist nämlich nicht nur der einzelne Reiz, sondern die Dauer. Das Nervensystem bekommt keine echte Pause mehr. Viele beschreiben es, als würde das Gehirn ständig versuchen, zehn Radiosender gleichzeitig zu verarbeiten.

Hinzu kommt etwas, das Außenstehende oft schwer nachvollziehen können: Manche Geräusche werden nicht nur gehört, sondern körperlich gespürt. Tieffrequentes Brummen, bestimmte Maschinen, Neonröhren, elektrische Geräte oder hohe Frequenzen können ein massives Unwohlsein auslösen, obwohl andere Menschen sie kaum wahrnehmen oder ignorieren können. Manche reagieren sogar auf Ultraschallanteile bestimmter Geräte oder auf das permanente elektrische Summen moderner Technik.

Das klingt für Außenstehende schnell übertrieben – bis man versteht, dass Wahrnehmung neurologisch tatsächlich unterschiedlich verarbeitet wird.

Genau hier liegt wahrscheinlich einer der wichtigsten Punkte: Neurodivergente Nervensysteme scheinen Reize oft weniger stark zu filtern oder intensiver zu gewichten. Das bedeutet nicht, dass die Menschen „schwächer“ sind. Es bedeutet eher, dass mehr Informationen gleichzeitig ungefiltert verarbeitet werden.

Und das kostet Energie. Sehr viel Energie.

Deshalb sind viele neurodivergente Menschen nach einem Tag in Großraumbüros, Innenstädten oder lauten sozialen Umgebungen völlig erschöpft, obwohl sie „eigentlich gar nichts gemacht haben“. Das Nervensystem war die ganze Zeit im Alarmmodus.

Interessant ist aber etwas anderes: Diese Reize sind nicht nur für Neurodivergente ungesund.

Auch neurotypische Menschen leiden nachweislich unter Dauerlärm. Chronischer Lärm steht mit Stressreaktionen, Schlafproblemen, erhöhtem Blutdruck, Konzentrationsproblemen und psychischer Belastung in Verbindung. Der Unterschied ist oft nur, dass neurodivergente Menschen früher und heftiger darauf reagieren.

Und genau darin könnte wieder eine wichtige gesellschaftliche Schnittstelle liegen.

Denn vielleicht zeigt die massive Geräuschempfindlichkeit neurodivergenter Menschen einfach besonders deutlich, wie unnatürlich laut und reizüberflutet unsere moderne Welt geworden ist. Städte brummen permanent. Überall Bildschirme, Lautsprecher, Verkehr, Maschinen, Benachrichtigungen und Hintergrundgeräusche. Wirkliche Stille existiert für viele Menschen kaum noch.

Das Nervensystem des Menschen wurde evolutionär nie für eine dauerhafte akustische Dauerbeschallung entwickelt.

Und vielleicht reagieren manche Nervensysteme einfach ehrlicher oder direkter auf diese Überlastung.

Das bedeutet nicht, dass man jede Geräuschquelle vermeiden kann. Aber es erklärt, warum viele neurodivergente Menschen plötzlich entspannen, sobald Ruhe entsteht. Warum Noise-Cancelling-Kopfhörer, Rückzugsorte oder stille Umgebungen für manche kein Luxus, sondern echte Entlastung sind.

Denn irgendwann ist das Problem nicht mehr einzelne Lautstärke.
Das Problem ist, dass das Nervensystem nie wirklich abschalten darf.

Und genau deshalb sollte man Geräuschempfindlichkeit vielleicht weniger als „Überempfindlichkeit“ betrachten und mehr als eine ernstzunehmende Form neurologischer Dauerbelastung.

Wie erlebt ihr das? Gibt es bestimmte Geräusche oder akustische Situationen, die euch massiv stressen, obwohl andere Menschen sie scheinbar problemlos ausblenden können?

(Text von mir. Bild erstellt mit ChatGPT)

Adresse

Neurodivergenz-uri
Erstfeld
6472

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 17:00
Dienstag 10:00 - 17:00
Mittwoch 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 17:00

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von neurodivergenz-uri erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen

Kategorie