31/01/2025
Manchmal stehen wir Läuferinnen und Läufer auf einem Berg. Auf dem höchsten Punkt des Gipfels ist meistens ein Kreuz angebracht. Daran ist fast immer ein Behältnis aus Metall zu finden. Darin wird ein sogenanntes Gipfelbuch aufbewahrt, das (leider nicht immer) in einer wetterfesten Hülle verstaut ist.
So richtig weiss man eigentlich nicht, wie diese „Mitteilung an die Nachwelt“ entstanden ist. Als gesichert gilt das Vorhandensein des Gipfelbuchs seit den 1850er-Jahren. Während manche meinen, es würde gleich mehrere wichtige Funktionen erfüllen, sind andere eher der Meinung, dass es allenfalls eine Einladung für überflüssiges Geschreibsel ist.
MERKT EUCH: Das Gipfelbuch – wie auch Hüttenbuch – ist in erster Linie ein wichtiges Hilfsmittel für die Bergrettung. Es dient der Dokumentation, wer wann dort war und wo sie oder er weiter hin wollte. Oft kann es bei der Suche nach Vermissten äusserst hilfreich sein, wenn man weiss, ob die gesuchte Person den Gipfel oder eine bestimmte Hütte noch erreicht hat – oder eben nicht mehr – und was ihr nächstes Ziel war. Damit lässt sich das Suchgebiet im besten Fall eingrenzen.
In einem Gipfel- und Hüttenbuch trägt man sich deshalb auf jeden Fall mit Datum und Zeit, Name (+ evtl. Wohnort) und den Tourendetails ein.
Natürlich spricht nichts dagegen, ab und zu den Nachkommenden einen kurzen, philosophischen Gedanken oder schönen Spruch zu hinterlassen. Das Gipfelbuch ist aber definitiv kein Malbuch, auch Witzeklopfersprüche haben dort nicht verloren. Schliesslich soll möglichst lange Platz für relevante Einträge bleiben und nicht alles so schnell wie möglich vollgekritzelt werden.
Wichtig: Unbedingt darauf achten, dass man nach dem Eintragen das Gipfelbuch samt Stift wieder sicher an seinem trockenen, wind- und wettergeschützten Platz verstaut, damit es unversehrt bleibt.