17/06/2026
Anlehnung? Oder Kontakt?
"An die Hand treiben" oder "Schenkel ohne Hand und Hand ohne Schenkel"?
Ich persönlich spreche lieber von "Kontakt", weil der Zügel auch durchhängen kann, ohne, dass das Pferd "hinter dem Zügel" ist. Kontakt bedeutet für mich die Möglichkeit einzuwirken und zu gestalten. Soll das Pferd den Hals etwas länger tragen oder gerade in etwas mehr Selbsthaltung kommen? Auch wenn alle Hilfen an diesen Vorgängen beteiligt sind und natürlich auch der ganze Körper des Pferdes agiert, dennoch möchte ich das mein Pferd meine Hand versteht. So kann ich das Pferd gut unterstützen, um die nächsten Schritte zu lernen oder auszuführen.
Natürlich kann man auch "in die Hand treiben" und das Pferd erhält einen leichten Zug und verhindert, dass der Zügel durchhängt oder springt.
Es handelt sich aber um verschiedene Konzepte, die man nicht einfach mischen sollte.
Energie im Körper braucht es auf jeden Fall und dadurch kann das Pferd den Kontakt zur Hand auch etwas verstärken, wenn das sinnvoll ist. Bei durchhängendem Zügel sollte man immer aufpassen, dass es sich nicht um "falsche Leichtigkeit" handelt, bei der das Pferd nur hinterm Zügel und meist auch hinterm Schenkel ist. Das passiert besonders leicht bei triebigen Pferden, weil man da so schön die Zügel locker lassen kann, ohne dass sie weglaufen.
Wie sind Eure Erfahrungen?
Auf dem Foto der 9-jährige Lusitano Hengst MAGUSTO fotografiert von Sabine Grosser
Mehr in meiner Fimreihe: https://www.sonja-weber-reitkunst.de/filme/
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