24/06/2019
+++ Knicker aktuell +++
Finale verpasst, doch Traumspiel erreicht!
Am vergangenen Mittwoch stand der siebte Spieltag der Uni-Liga Göttingen an. Das Viertel- sowie ein mögliches Halbfinale standen auf dem Programm
Im ersten Spiel des Tages traf man auf das Team der Cockenham Hotsperms. Eine, bereits im Vorfeld angekündigte, schwierige Aufgabe. Um 19:02 war es soweit. Endlich einmal eine angemessen Anstoßzeit, die es den Knackern ermöglichte, mit allen verfügbaren Spielern aufzulaufen. Die Liste der Verletzten ist weiterhin lang, scheint sich mit dem angekündigten Comeback von N. Ostermann für die kommende Woche jedoch langsam zu verringern. Die Mannschaft schwor sich vor dem Spiel ein, man wollte hochkonzentriert in dieses Spiel gehen, von Anfang an das Ruder in die Hand nehmen und möglichst früh alles klar machen. Die Blaue Meute am Spielfeldrand war schon ganz heiß, sie wussten, wie dieses Spiel ablaufen würde und konnten es kaum erwarten. Das Spiel begann und nach einigen Angriffen auf beiden Seiten fiel das erste Tor, wie sollte es auch anders sein.... gegen die Knacker. Die Knicker-Redaktion fragt sich bis heute noch, was hinter diesem Matchplan steckt. Macht es die Spieler geil, zu Beginn meist einem Rückstand hinterher zu laufen? Brauchen sie den Adrenalinkick, um ihre volle Leistung abzurufen? Oder wollen sie den Gegner lieber erst einmal in Sicherheit wiegen? In der Vergangenheit hat diese Strategie oft geklappt, Führungstore haben jedoch auch zu Siegen geführt. Unsere Statistiker bleiben verwirrt. Doch ob diese Taktik gegen ein so starkes Team wie Cockenham zum Erfolg führen würde, musste sich erst noch zeigen. Leider wurde recht schnell noch ein zweites Gegentor nachgelegt, erst jetzt wurden die Knacker konsequenter in ihrer Chancenverwertung. Und so fiel der Anschlusstreffer eher untypisch. Das E. Reuter dieses Tor erzielte war alles andere als überraschend, jedoch wie, das erfreute die Zuschauer doch umso mehr. Nach einem abgeblockten Schuss im Strafraum stieg der Ball empor gen Spielfelddach. Drei Meter, vier Meter, fünf Meter. Sowohl Keeper wie auch Verteidiger der Hotsperms stiegen nach oben, doch es sollte E. Reuter sein, der mit seinen riesigen 1,30 Meter den Kopfball erkämpfte und zum Anschluss traf. Damit führt er nun im internen Duell um den größten kleinen Spieler gegen M. Pham mit 1:0 bei Ereignissen, die uns so niemand glauben wird. Dies ließ sich Cockenham jedoch nicht gefallen und stellte den Zwei-Tore-Vorsprung kurze Zeit später wieder her. Ein weiteres Tor von E. Reuter sollte das Spiel noch einmal spannend machen, doch nachdem ein Schuss der Sperms von der knochigsten Schulter Göttingens auf Knackerseite unhaltbar abgefälscht wurde, war auch diese Verkürzung des Ergebnisses wieder hinfällig. D. Rohleder im Kasten der Knacker konnte einem Leid tun. Zeigte er doch eine überragende Leistung, war bei allen vier mehr oder weniger unglücklichen Gegentore jedoch völlig machtlos. Und so verloren die Knacker mit einer guten Leistung, jedoch am Ende verdient dieses Viertelfinale mit 2:4. Das Erreichen des Halbfinals bleibt damit weiterhin ein Traum der Knacker, doch Träume werden auch irgendwann einmal in Erfüllung gehen!
So hieß es in der zweiten Partie des Tages dann nun nicht Halbfinale, sondern Platzierungsspiel 5-8. Mit einem Sieg wollten unsere Knacker das Wunschspiel, welches eigentlich als Finale stattfinden sollte, erreichen. Doch dafür mussten die Basler Bandidos geschlagen werden, welche in den Playoffs als Favorit gehandelt wurden und überraschend ihr Viertelfinale ebenfalls verloren hatten, dies jedoch erdenklich knapp mit 0:1. Die Knacker wollte nicht den gleichen Fehler wie im Spiel zuvor begehen und setzten daher von Anfang an alles auf Angriff. Dadurch ergaben sich jedoch auch Räume für die Bandidos, wodurch sich ein offener Schlagabtausch entwickelte. Beide Mannschaften warfen alles nach vorne, scheiterten jedoch hüben wie drüben an den jeweiligen Torhütern, einem letzten Abwehrbein oder an der altbekannten Zielschwäche, welche die Bälle ins Fangnetz fliegen ließ. Die größte Chance des Spiels hatte erneut E. Reuter, welcher allerdings nur den Innenpfosten traf. H. Mann war wohl zu optimistisch, da er in perfekter Rebic-Manier bereits während des Schusses die Arme hob und das Tor bejubelte, welches wohl nur er gesehen hatte. Vielleicht hatte ihm der Bart die Sicht versperrt, man kann nur spekulieren, was diese optische Täuschung hervorrief. Nach einigen weiteren Chancen auf beiden Seiten und ein paar fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen, welche E. Reuter mit einem Loch in der Hose bezahlen musste, erfolgte der Abpfif und es ging torlos ins Penalty-Schießen. Eine Spezialität der Knacker, wodurch man sich sehr motiviert dazu entschied, dieses Shootout zu beginnen. Es trat als Erstes der Penalty-Held der vergangenen Woche, E. Reuter, an. Der Lauf begann, er dribbelte nach rechts, der Winkel wurde spitzer und spitzer, doch der Keeper ließ sie einfach nicht fallen. Aus fast schon unmöglicher Position erfolgte dann der Schuss, doch wie auf Schienen lief der Ball an der Bande entlang und ins Tor hinein. Die Knacker gingen in Führung. Den ersten Schuss der Bandidos guckte Keeper D. Rohleder um das Tor herum und an die linke Bande. Eventuell hatte der Spieler dort einen Mitspieler gesehen, welcher sich jedoch als aufgedruckte Tischkickerfigur heraus stellte. Von dem möglichen unerlaubten Doppelpass mal ganz zu schweigen. Nach einem Fehlschuss auf beiden Seiten, erneut ging der Ball der Basler-Schützlinge zum Mann in Orange, ging es nun zu den letzten beiden Schützen. Mit einem Treffer konnte die Knacker das Spiel beenden. Dies schien jedoch zu zu großer Nervosität zu führen, denn so vergab auch der zweite Schütze diese Chance und hielt die Bandidos im Spiel. Und dies ließen sie sich nicht nehmen, der dritte Schütze der Bandidos trat an und ließ D. Rohleder keine Chance. Wie schon in der Vorwoche ging es ins Sudden Death. Für die Knacker trat H. Mann an. Nach seinem Anlauf und dem eher unpräzisen Schuss wollte er sich schon abdrehen, doch der Keeper schien Mitleid zu haben, denn anstatt sein Bein heraus zu stellen ließ er den Ball knapp an sich vorbei passieren. Die Bandidos nun unter Zugzwang, erkoren einen Schützen, welcher die undankbare Aufgabe hatte, gegen D. Rohlder anzutreten. Dieser eilte mit soviel Elan aus seinem Kasten, dem Schützen schien keine andere Möglichkeit einzufallen, als erneut links an die Bande zu passen, um den Ball bloß nicht selbst zu verlieren. Dieser Fehlschuss entschied das Spiel und damit gewannen die Knacker auch ihr viertes Penalty-Schießen mit 2:1 und bleiben weiterhin ungeschlagen in dieser Disziplin. Mann des Spiels war allerdings eindeutig die dritte Kickerfigur, hinten rechts. Mit 100 % angenommener Pässe und keinem Abwehrfehler eine perfekte Statistik.
Somit treffen die Knacker am kommenden Mittwoch im Spiel um Platz 5 auf unsere guten Freunde (Jamas!) von Nukular Pjöngjang. Wir freuen uns schon auf dieses eher seltene Duell und auf die anschließend ein oder andere gemeinsame Hopfenschorle.
Zu guter Letzt noch eine sehr erfreuliche Nachricht. Nach 500 abgelehnten oder ignorierten Herausforderungen trat am Mittwoch Bayer 04 LS endlich gegen unsere Knacker im Flunkyball an. Laut Presseinformationen konnte beide Teams nicht in Bestbesetzung antreten, dies sollte das Aufeinandertreffen jedoch nicht verhindern. Am Ende setzten sich die Knacker durch und bleiben damit im direkten Duell mit Bayer ungeschlagen!
Wir hoffen, zum letzten Spieltag noch einmal viele Fans an der Seitenlinie zu sehen und die Saison gebührend ausklingen zu lassen.
Bis dahin, lasst’s knacken!