Egelsee

Egelsee Egelsee Der Name soll für alle Zeiten kundtun, dass der damalige Ritter Niko in dieser Gegend viel unschuldig Blut vergossen hatte. Es ist der Egelsee.

Die Sage vom Egelsee

Der Name “Egelsee“


Der See, der nach der Sage an der Stelle des einstigen, versunkenen Schlosses “Bauernweh“ liegt, heisst Egelsee. Man sagt, es wimmle in diesem Gewässer von Blutegeln, was der Beweis sei für den blutrünstigen Gesellen.

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Eine andere Ansicht geht dahin, der Name sei dem zahlreichen Bestand an Egelfischen zuzuschreiben, welche die Mönche des benachbarten K

losters Wettingen für ihren Fastentisch besonders schmackhaft gefunden haben.

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Auch vom Nägelisee hört man reden, weil er die Stadt Nägeli verschlungen habe, die hier gestanden haben soll.

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Nägelisee soll er aber auch heissen, weil an seinen Ufern viele wilde Nelken zu finden sind. Sagen um den Egelsee


Auf der Höhe des Heitersberges liegt ein anmutiges, verträumtes Seelein. In dem klaren Wasser spiegelt sich der alte Wald, und in die tiefe Stille hinein schmettern die vielen Vögel ihre Jubelrufe. Hie und da flattert eine aufgescheuchte Wildente über den Spiegel hinweg, berührt mit jedem Flügelschlag die Wasserfläche und hinterlässt damit zwei Reihen von Kreisen, die sich gegenseitig verschlingen, um schliesslich wieder in sich zusammenzufallen. Hier soll vor urdenklicher Zeit ein Schloss gestanden haben. Andere meinen es sei ein Herrenkloster gewesen. Man hiess es “Bauernweh“, weil es den Bauern der Gegend viel Unglück und Jammer gebracht hat. Sein Besitzer hiess Niko (man findet auch den Namen Riko). Er soll die Bewohner des Limmat- und Reusstales unbarmherzig gedrückt und ausgesogen haben. Täglich zog der Ritter mit einer Schar von Knechten und grossen, bissigen Hunden durchs Land und kehrte am Abend mit schwerem Raubgut auf sein Schloss zurück. Wer ihm den Zins und den Zehnten zu bezahlen vergass oder nicht leisten konnte, den liess er in die Gewölbe seiner Burg werfen. Als die gewalttätigen Unholde wieder einmal aus dem Reusstal heimkehrten, kamen sie zum Hof einer armen Witwe, die just den Zins nicht rechtzeitig bezahlen konnte, denn sie hatte für ihre sieben Kinder zu sorgen und ihre Einkünfte waren sehr dürftig. Die Meute hielt an und der Vogt wollte den Zins haben. Vergeblich flehte das Weib um Geduld und Nachsicht. Der Vogt liess kein Erbarmen aufkommen. Die Knechte packten Hab und Gut der Armen zusammen und trieben die Frau samt ihren Kindern aus dem Haus und zündeten es an. Nur eine Handvoll Mehl wollte die Mutter noch mitnehmen für einen Brei für ihr Jüngstes. Da riss der Wüterich ihr das Kind aus den Armen und warf es in die lodernden Flammen. “Nun braucht es keinen Brei mehr“, höhnte der Vogt und sprengte mit seinem Gefolge davon. Die zu Tode betrübte Mutter kniete in ihrem namenlosen Elend vor dem brennenden Hof nieder und flehte den Himmel um Rache an; stammelnd vor Schmerz rief sie: “Wenn nume de Donner di und dini Burg in Bode ie verschlüeg!“
Der Himmel hatte die Wehrrufe der unglücklichen Mutter gehört. Noch in derselben Nacht erhob sich ein furchtbares Ungewitter und entlud sich über der Gegend; es regnete Blitzschläge auf das Schloss herab, und unter gewaltigem Krachen versank es mit Mann und Maus hundert Klafter tief in den Agrund hinein. Anderntags lag an der Stelle, wo die Burg gestanden hatte, ein tiefer, schwarzer See. Vom Volk wird er Egelsee genannt, weil die vielen Blutegel in ihm zum Beweis dienen sollen, wie viel unschuldiges Blut einst hier vergossen worden war. Das versunkene Schloss


Am Hasenberg liegt ein kleines Seelein, der Egelsee. Unmittelbar daneben erhebt sich ein steiler Hügel, auf dessen Gipfel eine düstere Zwingburg thronte. Der grausame Vogt quälte die Landleute mit Frondienst und nahm ihnen das Vieh vom Pflug weg. Die Bauern verfluchten daher den Vogt. Eines Tages stürzte die Burg samt dem grausamen Vogt und Burgherren den steilen Hang hinunter und versank spurlos im See. Da atmeten die Bauern erleichtert auf. Die Geister am See


Ist der See besonders klar, dann kann man tief unten die Ziegel des versunkenen Schlosses erkennen. Der Vogt und seine Hunde geistern noch immer in der Gegend. Die bodenlose Tiefe


Vom Egelsee sagt man, seine Tiefe sei unergründlich, obwohl seine Tiefe schon auf neunzig Fuss gemessen worden sei. Zwei Männer aus dem Sennhof wollten sich hierüber Gewissheit verschaffen. Sie knüpften zehn Schnurknäuel , jedes zu hundert Ellen Länge, aneinander, hingen einen Senkstein daran und fuhren dann in einem Boot bis in die Mitte des Sees hinaus, wo sich das Lot in der Tiefe des Wassers verschwinden liessen. Doch die Schnur reichte nicht aus, der Stein zog immer weiter nach unten und bereits fing der Kahn an zu sinken. Da vernahmen sie von der gegenüberliegenden, senkrecht abfallenden Felswand des westlichen Ufers eine warnende Stimme, augenblicklich dem Ufer zuzurudern und den See in Ruhe zu lassen, sonst sei es um sie geschehen. Wohl oder übel folgten sie dem Ruf und verliessen unverrichteter Dinge den See. Die unheimliche Stimme


Der See war früher doppelt so gross wie heute. Auf Anordnung des Ritters, der oberhalb des Sees hauste, sollte er gemessen werden. Die Knechte fuhren auf den See hinaus, um ihre Aufgabe zu lösen. Aber, o weh! Aus der Tiefe des Sees rief eine Stimme: “Misst du mich, so friss ich dich!“ Kaum war dies gesprochen, verschwand das ganze Schloss samt Ritter in der Tiefe des Wassers. Von diesem Augenblick an getraute sich niemand mehr, diesen See zu messen, wie tief er sei. Das Teufelsloch


Beim Aufstieg von Spreitenbach gegen den Egelsee, einige Schritte nördlich des “Weiherplatzes“, ist in der steilen Bergwand der Eingang zu einer Höhle zu sehen. Es ist das “Teufelsloch“. Die früher noch freie Öffnung war recht niedrig, so dass man kaum hineinkriechen konnte. Innerhalb des Einganges erweiterte sich die Höhle allmählich auf Manneshöhe. Ihre Entstehung geht in die Zeit zurück, als nach der letzten Eiszeit die vielen Wässerlein das Tal ausräumten und der Hang des Hasenberges/Heitersberges abstürzte und die Gesteinsmassen der Nagelfluh verschoben wurden, wobei sich leere Zwischenräume ergaben. In der Mitte des letzten Jahrhunderts soll die Höhle noch bis gegen hundert Schritte in das Berginnere begehbar gewesen sein. Ein Auskundschaften war aber sehr furchterregend und daher wurde die Höhle von niemandem mehr betreten. Sie wurde in der folgenden Zeit nur noch bei ihrem Eingang von Jägern als Unterstand bei schlechtem Wetter benützt. In den dreissiger Jahren unseres Jahrhunderts wollten einige Jünglinge aus Spreitenbach unter Anleitung ihres Lehrers den verschütteten Eingang der Höhle freilegen. Sie glaubten, hier Spuren der prähistorischen Zeit zu finden. Leider reichte ihre Energie, die Begeisterung und die Ausdauer nicht hin, um das Werk zu vollenden. Und als im zweiten Weltkrieg die internierten Polen die Strasse zum Egelsee bauten, diente ihnen diese Gegend als Steinbruch, und der Berghang samt der Höhle wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Bis heute ist die Stelle mit Gestrüpp überwachsen, so dass man Mühe hat, sie zu finden. Die Sagen um das Teufelsloch


Diese stehen in verschiedenen Variationen zu Gehör:

Am Heitersberg, unweit des Egelsees, liegt der Eingang zu einer Höhle, genannt “Teufelsloch“. Nach der Sage ist diese Höhle der Ein- und Ausgang der Höhle. Hier soll der Teufel jeweils passiert sein, wenn er auf der Erde seinen Opfern nachstellte. Die Höhle zog sich bis weit ins Innere des Berges hinein und wurde äusserlich durch einige Einsturzstellen für den “Bösen“ gekennzeichnet, aber für das Volk getarnt. Die Schatzjungfrau


Im Teufelsloch am Heitersberg soll der Raubritter Niko auf der Burg “Bauernweh“ seine Schätze verborgen gehalten haben. Die Höhle sei im Innern zu einer Schatzkammer ausgeweitet worden, damit die Reichtümer des Ritters in der Burg nicht gefunden werden konnten. Diese sollen in einer eisernen Truhe verwahrt worden sein, und eine Jungfrau musste sie hüten. Der Schlossherr soll zur weiteren Sicherheit vor Dieben im Innern der Höhle ein eisernes Fallgitter angebracht haben. Der Fluchtweg


Eine andere Meinung um diese Höhle geht dahin, dass es sich um einen unterirdischen Gang zum sagenhaften Schloss “Bauernweh“ handle. Es war der Ausgang des Fluchtweges für den Raubritter Niko, der daselbst hauste. Es soll der Fluchtweg für alle Eventualitäten gewesen sein. Insofern wäre es verständlich, dass in dieser Höhle auch die Schatzkammer des Unholdes gelegen hätte. (Aus www.spreitenbach.ch)

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