02/06/2026
Eine kleine Yoga Philosophie
2.6.2026
„Sage oder denke: „Ich bin“, ohne dem etwas hinzuzufügen. Mach dir die Stille bewusst, die auf das Ich-Bin folgt.“ (Zitat aus „Eine neue Erde“ von Eckhart Tolle)
Ich bin
Das Ich-Bin zu fühlen und immer mehr Bewusstheit zu entfachen, das ist auch ein Ziel vom ursprünglichen Gedanken hinter Yoga. Yoga, so könnte man sagen, bedeutet auch ein Erwachen zu sich selbst. Deshalb immer auch den bewussten Rückzug der Sinne nach Innen. Hinein hören, fühlen und sehen. In den eigenen Körper spüren, das ist der Weg. Es geht darum, die eigene Lebendigkeit zu fühlen. Jede Bewegung, jedes Gefühl, jeder Wimpernschlag ist Ausdruck unserer Lebendigkeit und gleichzeitig Ausdruck unserer Einzigartigkeit. Die Stille, die auf das Ich-Bin folgt, mag zwar universell sein, aber die Art und Weise, wie ich diese Stille erlebe, sozusagen die Schnittstelle zwischen der Stille und dem physischen Körper oder anders formuliert, der Rand oder das Tor zur Stille, hier ist meine Einzigartigkeit zuhause. Hier ist der Moment, wo ich mich selber erkennen kann.
Man könnte das Vergleichen mit einer Achatscheibe: Es gibt den Stein, also die Materie, das ist mein Körper. Und es gibt den Raum oder die Leere in der Mitte, das ist die Stille und darüber lässt sich nichts Weiteres sagen. Und es gibt dieses einzigartige Muster, das am Rand zur Leere ist und das entspricht meinem „Ich bin“, meiner Einzigartigkeit, die sich wiederum zum Beispiel in meinem Fingerabdruck spiegelt oder in der Art wie ich gehe, wie ich spreche oder wie ich schreibe. Alles ist Ausdruck dieses einzigartigen Musters meines Ich-Bin.