Was haben sich die altehrwürdigen Gründerväter bloss dabei gedacht? Hätten Sie nicht längst ins Gras gebissen, auf dem sie einst zu spielen pflegten - sie müssten uns heute Red' und Antwort stehen für Ihr unsägliches Tun: Sportfreunde - welch ein Name! Oder doch Programm? Es fällt nicht leicht diesem Verein auf die Spuren zu kommen. Machen wir ein Sport daraus den Freunden von anno 1924 nachzufors
chen. Mindestens zwei müssen es gewesen sein, die sich da zusammenschlossen. Dass sie Freunde waren ist allerdings schon eine Unterstellung. Vielleicht hatten Sie nur zusammen Freude am Sport. Nein, dann hiess es ja FC Sportfreude. Tut er aber nicht. Gehen wir davon aus das es Freunde waren. Nur wie im Himmels Willen sind Sie bloss darauf gekommen Fussball zu spielen? Eine Frage die sich auch heute noch vielen stellt. Eines Tage gingen unsere beiden in ein Gasthaus, denn schliesslich muss die Vereinsgründung ja gefeiert werden. Als sie so am Tisch sassen, machte die Kunde von einem anderen Verein die Runde. Silber gewannen die Herren die unser Land vertraten, Nati die Mannschaft liebevoll genannt. So wollen wir auch sein, rief einer der beiden als er dies hörte. Genau das ist es, sagte der andere, ehe er wusste um was es ging. Elf Freunde wollen wir sein, im Spiel und auch im Leben. So war es denn eine beschlossene Sache, der Fussball sollte es sein. Was Ihnen noch dazu fehlte wurde schnell beschafft. Neun Männer die nichtsahnend, an ihren Gläser nippend im Gasthaus sassen wurden rasch verpflichtet, noch bevor sie unter den Tisch kippten. Einen Ball, den sie noch brauchten, den lieferte der Wirt der ihn in Zahlung nahm, einst von einem klugen Mann der dazu erklärte: der Ball sei rund, des Wertes daher volle, weil er so gar lustig immer rolle. Dem Zufall und des Bieres Wirkung ist es daher zu verdanken, dass wir im alten Geiste noch heute übers Felde wanken. Das galt früher und auch noch heute. Denn der Erfolg im Spiel und auf dem Rasen war nie das einzige Ziel. Wer solches sucht nur in dem Verein, ist fehl am Platz und lässt es lieber sein. Geselligkeit und Freude, ein Sportfreund weiss es wohl, sind mindestens so wichtig wie ein schönes Goal.