09/09/2026
Zweimal in den letzten Tagen.
Zwei Cafés. Zwei ältere Männer.
Bei einem war das Eis bereits gebrochen, bevor wir überhaupt richtig ins Gespräch kamen.
Ich half ihm, sich mit seinem Rollstuhl hinzusetzen, und blieb bei ihm.
Beim anderen, mit den Gehhilfen, setzte ich mich einfach dazu.
Ein Blickkontakt.
Ein paar Worte.
Dann wurde ich neugierig.
Ich fragte, was mich gerade interessierte.
Ich hörte zu und wenn ich mehr wissen wollte,
fragte ich weiter.
Ohne Plan.
Ohne Ziel.
Just curious.
Plötzlich erzählten mir beide erstaunlich viel von sich.
Beim einen waren es Lebensgeschichten, beim anderen vor allem Geschichten aus seiner beruflichen Odyssee.
Dann passierte etwas, das ich besonders spannend fand:
Seine Entdeckungsfreude entfachte in mir Feuer.
Ich sass da und dachte:
Wow. Was für ein Mensch. CEO seines Lebens.
Da war nicht nur der andere, der erzählt.
Auch bei mir kam etwas in Bewegung.
Vielleicht ist genau das für mich das Schöne an solchen Begegnungen:
Wenn ich offen bin, neugierig und wirklich präsent, weiss ich vorher nie, was mir begegnet.
Ich gehe mit meiner Neugier in ein Gespräch.
Manchmal komme ich sogar mit noch mehr Neugier wieder heraus.