26/09/2026
Halbzeit auf der Wiesn. Die Sonne scheint, die berühmteste Festwiese der Welt ist voll – und die Feeds auch.
Promifotos aus dem Käfer, Dirndl-Selfies, Champagnergläser und „Sweet Caroline“ in jeder zweiten Story.
Kann einem zu viel werden, klar.
Aber was genau ist schlimm daran, wenn Menschen zeigen, dass sie mit Freunden feiern, sich für die Wiesn aufgebrezelt haben und ihre Freude teilen?
Gerade in einer Zeit, die ohnehin kompliziert genug ist.
Ich habe in den letzten Tagen auch einiges von meinen Wiesn-Besuchen geteilt.
Mein Trachtenbeitrag wurde über 300.000 Mal angesehen.
Die schönsten Reaktionen kamen von Menschen, die sich mitfreuen konnten.
Einige Anti-Wiesn-Kommentare gab’s auch – meist von Profilen ohne Namen, Foto oder eigene Beiträge.
Das hat mich über die Wiesn hinaus nachdenklich gemacht:
Warum soll man Erreichtes hinter dem Berg halten?
Warum wird aus Stolz so schnell Angeberei?
Und warum muss man gleich dagegen sein, wenn man nicht komplett dafür ist?
Gerade als Selbstständiger gehört es für mich dazu, sich zu zeigen. Als Marketer sowieso.
Mit der eigenen Arbeit, mit seiner Meinung – und manchmal eben auch mit einem schönen Tag im Käfer.
Und auch als Privatperson darf man doch zeigen, was man hat, wer man ist, naja, und manchmal auch, was man isst🥨🍻
Und ganz ehrlich: „Hinterm-Berg-Halter“ haben das Leben noch nie bereichert. Und auch Kritikern wird selten ein Denkmal gebaut.
Vielleicht sollten wir mit dem Vorwurf „Selbstdarsteller“ etwas vorsichtiger sein.
Er trifft schließlich nur Menschen, die sich überhaupt zeigen. Die Akteure des Lebens.
Wie viel Schönes sehen wir gar nicht erst, weil andere aus Angst vor genau diesem Vorwurf lieber still bleiben?
Also halten wir es mit einem der Top-Wiesn-Song: „Ich liebe das Leben“❤️