26/06/2025
"Fachleute sprechen bei Hitze von einem unterschätzten Gesundheitsrisiko, nicht zuletzt, was die psychischen Auswirkungen der schweißtreibenden Temperaturen betrifft. So zeigen Studien, dass es während einer Hitzewelle vor allem bei älteren und geschwächten Menschen zu einer deutlichen Zunahme von Ängsten und Depressionen kommt. [...]
Dazu kommt: Durch extreme Hitze weiten sich die Gefäße, wodurch der Blutdruck sinkt. Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Unwohlsein, Muskelkrämpfe und gar ein Kreislaufkollaps sind nur einige der möglichen Folgen. Im Extremfall können diese auch lebensbedrohlich werden.
Generell versucht der Körper seine Temperatur durch Schweißproduktion zu senken, braucht er doch immer konstant eine Temperatur von rund 37 Grad Celsius. Durch das starke Schwitzen gehen aber Flüssigkeit, Mineralstoffe und Spurenelemente verloren. Gerade wenn hohe Temperaturen zusätzlich ins Schwitzen bringen, kann dieser Flüssigkeitsmangel gefährlich werden.
Daher gilt für alle: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist essenziell, laut AGES mindestens 1,5 bis drei Liter täglich. Konkret heißt es dazu auf der Website: „Bei Erwachsenen, die anstrengende Tätigkeiten durchführen, können auch weitaus größere Mengen erforderlich sein, bei Kindern können kleinere Mengen ausreichend sein.“
Empfohlen werden etwa Leitungs- und Mineralwasser, verdünnte Obst- und Gemüsesäfte sowie ungesüßte und abgekühlte Früchte- und Kräutertees. Sie enthalten in der Regel genügend Mineralien, um die ausgeschwitzten Salze wieder zu ersetzen. Zuckerreiche Limonaden verursachen hingegen noch mehr Durst. Auf eiskalte Getränke und auf Alkohol sollte ebenso verzichtet werden.
Weiters heißt es bei der AGES: „Bei Hitzeperioden sollten keine großen Mahlzeiten eingenommen werden. Bekömmlicher sind mehrere kleine Mahlzeiten verteilt auf den ganzen Tag. Zu bevorzugen sind leicht verdauliche und fettarme Nahrungsmittel mit hohem Wassergehalt.“ Dazu zählen unter anderem Obst und Gemüse, Kompotte, Salate und Suppen. [...]
"Man sollte morgens lüften, denn frühmorgens ist es am kühlsten, und dementsprechend ist dann auch noch am wenigsten Feuchtigkeit in der Luft.“ Sobald die Temperaturen steigen, sollten die Fenster geschlossen bleiben und idealerweise auch mit hellen, lichtreflektierenden Jalousien abgedeckt sein.
Auch leichte und luftdurchlässige Kleidung könne Abhilfe schaffen, betriebliche Bekleidungsregeln bleiben grundsätzlich aber immer aufrecht. Generell gelte es direkte Sonneneinstrahlung auf den Körper sowie unnötige Anstrengungen zu vermeiden.
Laut dem öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs sollten kühle und schattige Plätze, eventuell klimatisierte Räume, aufgesucht werden. Passend dazu startete die Caritas bereits ihre Hitzehilfe und öffnete in Wien und Niederösterreich 23 „Klimaoasen“. Die „Sommerfrische im Pfarrgarten“ soll armutsbetroffenen Menschen Entlastung bringen."
https://orf.at/stories/3397741/
Die erste Hitzewelle des Sommers hat die Temperaturen auf bis zu 36 Grad steigen lassen, mit Auswirkungen auf die physische wie psychische Gesundheit. Doch zumindest ein wenig lässt sich Abhilfe schaffen.