Mag. Dominik Schmidt

Mag. Dominik Schmidt Personal Trainer
Mentoring für Fitness Professionals

Infos per PM oder email

Vor ein paar Tagen kam ich in den “Genuss” einer Körperfettmessung. Ein guter Anlass, um sich ein wenig mit dem Begriff ...
09/12/2021

Vor ein paar Tagen kam ich in den “Genuss” einer Körperfettmessung. Ein guter Anlass, um sich ein wenig mit dem Begriff “Self-Compassion” (Selbstmitgefühl) zu beschäftigen.

23 Prozent! Ein überwältigendes Gefühl, das man wohl am besten mit “me fat” (Kundenzitat) zusammenfassen könnte, drängt sich mir auf. Gerne würde ich sagen, dass ich nach kurzem Schock sofort in den empathischen “Coach-Modus” umgeschaltet habe. Weit gefehlt. Eine starke Wut (auf mich selbst) kam auf, wie konnte ich es nur so weit kommen lassen?

Natürlich liegt dieser Wert im “gesunden” Bereich und stellt für viele ein realistisches Idealbild dar. Mein Ich misst sich aber an Standards, die ich niemals anderen auferlegen würde. Die (kinderlosen) Zeiten mit zweimal täglichem Training (2015) und die daraus resultierenden Körperfettwerte sind zwar lange vorbei, es hatte sich aber ein neues Wohlfühl-Gleichgewicht (2020) eingestellt.

Erstmal durchatmen. Ziemlich klischeehaft, hilft aber wirklich. Selbstmitgefühl? Heißt es einfach aufgeben, in den Verdrängungsmodus schalten, weil ja eh alles ok und verständlich ist? Nein. Es heißt die Fakten ehrlich aber unemotional zu beschreiben, sie zu akzeptieren und dann nett(er) zu sich selbst zu sein.

Ich habe also in den letzten 8 Wochen etwa 4 Kilo zugenommen. Aufgrund von Rückenschmerzen habe ich Bewegung und Training reduziert. Etwas (ok sind wir ehrlich: viel) mehr zu Essen hat mir geholfen, die unsichere Situation bis zur Abklärung beim Arzt zu überstehen. Soweit die Fakten. Was würde ich meinem Sohn in der gleichen Situation sagen? Ich würde ihn definitiv nicht verurteilen, sondern aufbauen.

Was hilft das alles bei den 23 Prozent? Sehr viel. Es macht den Kopf frei für die Erkenntnis, dass Abnehmen nicht mein eigentliches Ziel ist. Es geht vielmehr darum, nach meinen Werten/Überzeugungen zu leben und mich einfach gut zu fühlen. Dieses Umdenken löst für mich das MUSS auf, es gibt mir Freiräume. Auch wenn ich mich letztendlich entschlossen habe, etwas zu verändern (mehr Bewegung, bewussteres Essen) fühle ich nicht den Zwang mein FETT loswerden zu müssen. Es geht mir vielmehr darum, Schwung in Richtung meiner tiefsten Überzeugungen aufzubauen.

Mein Gehirn hat die fundamentale Eigenschaft, auf einzelne Wörter oder Sätze die es gerade, warum auch immer, interessan...
22/04/2021

Mein Gehirn hat die fundamentale Eigenschaft, auf einzelne Wörter oder Sätze die es gerade, warum auch immer, interessant findet, ruckartig in verschiedene Richtungen abzubiegen.
Diese Gedanken, die meistens nur für mein Gehirn überhaupt in irgendeinem Zusammenhang stehen, verzweigen sich dann abermals weiter. Gleichzeitig beginnt, in der Manier eines Vier-Jährigen (Schau Papa!), der Kampf um meine volle Aufmerksamkeit. So unwichtige Dinge, wie worüber man sich eigentlich gerade unterhalten hat, oder grundsätzliche koordinative Muster, bleiben dann schon mal gerne auf der Strecke. Prioritäten eben. Wenn mein Kopf eine (seien wir ehrlich: mehrere) Idee(n) (gleichzeitig) hat, dann verfolgt er diese auch.
Das birgt unter anderem das Problem, dass ich selten Gedanken zu Ende führe, was die Zusammenarbeit mit mir nicht immer einfach gestaltet. Es führt auch dazu, dass ich ständig das Gefühl habe, noch etwas fertig denken zu müssen, was mich leider oft direkt in einen infiniten Regress schickt.
Über die Jahre habe ich gelernt, dass ich versuchen muss diese Ketten möglichst bald zu unterbrechen. Ich schreibe mir dann zumindest einen der Gedanken auf, atme dreimal tief durch und zwinge mich nicht gleich wieder abzubiegen. So weit zumindest der Plan.
So geschehen gestern. Ich höre während dem Training einen Podcast bei dem Stu McMillan den Ausdruck “informed simplicity” fallen lässt. Festhalten und los gehts!
Stop! Pause. Aufschreiben! Atmen!
Ich laufe also gerade mit Puls 180 durch die Gegend (was nicht nur das Atmen schwieriger macht) und versuche meine wild tanzenden Gedanken zu unterbrechen.
Aufschreiben! Wie? Am Handy. (Funfact: Meine Notizen (566) bei Apple Notes sind nochmal zwischen 3 Sätzen und 100 Seiten lang)
Als ich in vollem Lauf versuche das Handy aus meiner Tasche zu bekommen übersehe ein Schlagloch. Zum Glück nichts passiert. Schnell Gedanken notieren und auf Musik wechseln. Keine Podcasts mehr für mich bei intensiverem Training.
Und irgendwie ist es schon wieder passiert. Eigentlich wollte ich diesen Post zu informed simplicity schreiben. Inzwischen habe ich drei neue angefangen. Aber egal, dazu dann (hoffentlich) morgen mehr.

Auch wenn ich, wie in den letzten Posts erwähnt, nicht unbedingt “motiviert” sein muss, um mein Training durchzuziehen, ...
21/04/2021

Auch wenn ich, wie in den letzten Posts erwähnt, nicht unbedingt “motiviert” sein muss, um mein Training durchzuziehen, ist es mit hoher Motivation einfacher (vor allem wenn ein “hartes” Intervalltraining am Plan steht).
Als mir heute ein Termin ausgefallen ist, habe ich also die Chance genützt und mein Training vom Abend auf den Vormittag verschoben.

Das schöne Wetter (Sonne und 18 Grad) hat sich auch gleich in der Motivation niedergeschlagen: 7/10.

Viele werden sich jetzt denken: Eh klar. Warum am Abend laufen gehen, wenn das Wetter schön ist? Ist zumindest ein Vorteil von Home Office.

Die Entscheidung, das Training vorzuverschieben ist mir trotzdem nicht leicht gefallen. Mein Arbeitstag hat zwar schon vor 7.00 Uhr begonnen, ich habe aber (die aktuelle Situation hilft da nicht gerade) stets das Gefühl zu wenig zu machen und mehr machen zu müssen.

Dies hat auch dazu geführt, dass ich an meinem pre-Lockdown Nr. 1-Vorsatz, mein Arbeitspensum runterzufahren und endlich wieder einmal Urlaub (der letzte echte Urlaub war eine Woche im Sommer 2019) zu machen, grandios gescheitert bin. Eine Kombination aus Zukunftsängsten, Perfektionismus und Größenwahn haben dazu geführt, dass ich kein ganzes Wochenende, und auch nicht mehr als zwei Tage am Stück frei hatte.

Was würde ich meinen Kundinnen und Kunden in einer ähnlichen Situation raten? Das kann so auf Dauer nicht weiter gehen. Dann würde ich wohl noch so etwas sagen wie: Veränderung ist nicht einfach und dass man Chancen nützen soll, wenn man ein bisschen Spielraum erkennt.

Auch wenn der Urlaub derzeit noch warten muss, fange ich also mal mit kleineren Schritten an. Das Training wurde auf den Vormittag verschoben und im Anschluss habe ich mir noch 20 min Zeit genommen um ein Cool-Down mit Dehnen und Atemübungen zu machen (und gleich etwas aus meiner letzten Ausbildung: Recover to Win ) umzusetzen.

Mentale Widerstandfähigkeit (“Mental Toughness”)In letzter Zeit beschäftige ich mich intensiv mit “Motivation” bzw. gena...
14/04/2021

Mentale Widerstandfähigkeit (“Mental Toughness”)

In letzter Zeit beschäftige ich mich intensiv mit “Motivation” bzw. genauer damit, wie man es schafft, über einen (sehr) langen Zeitraum “dabei” zu bleiben, ein Ziel zu verfolgen.

Ein Konzept, das dabei sehr oft im Mittelpunkt steht ist “Mental Toughness”.

Übersetzt in etwa: “Mentale Widerstandsfähigkeit”, “Robustheit” oder auch “Zähigkeit”.

Auf den Punkt gebracht: Es regnet, es ist kalt, du gehst trotzdem draußen trainieren.

Diese “Fertigkeit” (sie kann kultiviert und gelernt werden) ist durchaus wichtig, zum Extrem getrieben verliert man allerdings die Fähigkeit, neue Informationen in die Einschätzung einer (stets einzigartigen) Situation zu integrieren. Man hat also auf Probleme immer nur die eine, gleiche Antwort:

“wenn ein Hammer dein einziges Werkzeug ist, sieht alles nach einem Nagel aus”

(je nach Quelle nach Mark Twain oder Maslow oder doch Warren Buffett)

Sehen wir uns den gestrigen Abend als konkretes Beispiel an:

Der Arbeitstag war vorbei und ich hatte ein Training geplant. Draußen hat es (wie erwartet) geschüttet. “Dominik trainieren”: Also ab in die Jacke und los gehts!

Auf den ersten Blick ist die Situation ja ident mit dem Tag davor. Doch stimmt das?

es ist nicht 19:00 sondern bereits 20:20
es steht “Work Capacity” am Plan
ich habe die letzten Nächte schlecht geschlafen (irgendwann schläft hoffentlich jedes Kind durch)
ich habe heute noch nicht viel gegessen
meine Frau hat mit dem Essen auf mich gewartet und die Pizza ist fast schon im Ofen

Ziehe ich mein Training also planmäßig durch kann ich frühestens gegen 21:45, alleine eine kalte Pizza essen und komme spät ins Bett.

Was habe ich also getan:

Das Hauptziel des Trainings war eine möglichst hohe “Dichte” (viel Arbeit / Zeiteinheit). Ich habe also die Dichte erhöht und die Dauer von 60 auf knapp 30 min reduziert. So wurden es z.B. 140 LS in 10 min.
Statt Ringe wurden es Griffe, Klimmzüge zu Rudern und statt Walking Lunges (möglich, aber man hat ja Nachbarn) Kniebeugen mit 2 x 16kg.

Punkt 21:00 kann ich mit meiner Frau essen, die Pizza nicht mehr brennheiß und ich habe mir zur Abwechslung nicht mal die Zunge verbrannt.

Trainieren oder nicht trainieren?Ich bin heute sicher nicht der Einzige, der sich ernsthaft überlegt, ob er heute sein T...
12/04/2021

Trainieren oder nicht trainieren?

Ich bin heute sicher nicht der Einzige, der sich ernsthaft überlegt, ob er heute sein Training ausfallen lassen soll...

Die Trainingsmotivation steht bei 2/10: Es war ein langer Tag. Es schneit zwar (noch) nicht, aber Regen, Sturm und 4 Grad machen nicht wirklich Lust auf Training.

Meine erste Idee: das hört sicher noch auf.... tut es sicher auch: Laut Wetter-App eventuell am Dienstag (bis dahin abwechselnd Regen und Schnee mit mind. 70% Wahrscheinlichkeit).

Was steht heute überhaupt an? Krafttraining hmmm. Verschieben auf einen anderen Tag? Ich mache derzeit 4 Krafteinheiten die Woche und in den nächsten 9 Tagen wird es 7 Mal regnen. Es könnte also schnell eine Woche ohne Krafttraining werden.

In der Wohnung trainieren? Retro-Lockdown #1? Mache ich nicht wirklich gerne (es stehen immer Sachen im Weg etc.) und ich kann meine Ringe für Dips nicht aufhängen oder Springen...

Was sind also meine Optionen?
- Jacke an, einfach normal trainieren
- Ausfallen lassen (Innere Stimme: "lass doch mal ausfallen, du trainierst eh so viel")
- Training anpassen und in der Wohnung trainieren
- einfach laufen gehen

Was spricht eigentlich gegen ein Training draußen?
- es ist ungemütlich
- ich könnte mich verkühlen
- die Kettlebell wird nass
- meine Sachen sind dann nass

Was spricht dafür?
- ich kann alle meine Übungen auch machen wenn es nass ist
- ich halte mich an den Plan, komme also meinem Ziel näher
- ich hab nach dem Training das gute Gefühl, mich überwunden zu haben
- ich weiß wieder, warum ich mir teure Outdoorsachen kaufe

Was tue ich also?
Da ich ein prinzipielles Problem damit habe, mir vom Wetter diktieren zu lassen, was ich tun kann oder auch nicht, ziehe ich mich gut an (Jacke und Handschuhe), mache meine Sprünge und Ring-Übungen draußen, den Rest dann in der Wohnung.

Meiner Frau habe ich übrigens versprochen, die Schuhe draußen auszuziehen und ich hab auch schon ein Handtuch für die Kettlebells hergerichtet ;-)

Ist eine hohe Motivation immer positiv?Kurz: Nein. Definitiv nicht, wenn ich am selben Tag noch etwas arbeiten will.Aber...
09/04/2021

Ist eine hohe Motivation immer positiv?

Kurz: Nein. Definitiv nicht, wenn ich am selben Tag noch etwas arbeiten will.

Aber einen Schritt zurück:

Vösendorf, 9.11.2021. 12:45 Uhr: Nach einer gefühlten Ewigkeit ist es wieder mal richtig schön draußen. Es hat heute auch noch gar nicht geschneit!

Nachdem ein Termin ausgefallen ist, habe ich auch tatsächlich ein Zeitfenster, um das Wetter zu nutzen. Nur was soll ich heute trainieren?

Ich erinnere mich an ein Workout, das unser guter Firi vor ein paar Tagen gepostet hat:

5 x 10 Chin Ups, 5 x 20 Liegestütz

Einfach. Elegant.

Aber wie das so ist mit dem Übermut (der Motivation?), dachte ich mir: das ist ja viel zu einfach. Und viel zu Bro (keine Beine). Ergo: einfach Swings und Squats dazu.

Der Plan steht also:

5 Runden à
10 Klimmzüge
20 Liegestütz
20 Swings 16kg
20 Gobletsquats 16kg

Unten angekommen, zuerst der Allergeicheck: geht eh. (Nachträglich gesehen hätte ich da schon einen Verdacht haben können)

Hmm. Irgendwie ist der Wind doch recht stark und es ist nicht so warm, wie es aussieht: Egal. Einfach in Bewegung bleiben. Wie gesagt Motivation 9/10.

Runde 1: Videozeit: "Is eh gmiatlich."
Runde 2: "Vielleicht doch nicht so einfach." Das Adrenalin steigt.
Runde 3: In der Pause springt mich ein vorbeilaufender Hund zähnefletschend an, ich muss ein paar Schritte zurück, der Besitzer kann ihn doch noch an der Leine zurückziehen. Gar nicht so cool. Adrenalin schießt endgültig durch die Decke.
Runde 4 und 5: keine Erinnerung mehr daran. Laut Pulsuhr aber gemacht.

Nach der 5. Runde meldet sich meine Allergie. Da war doch noch was. Nach 5 Minuten bin ich wenigsten wieder in der Lage meine Sachen zu packen und die 16er in den dritten Stock (das war noch nie so weit) zu tragen. Puls 176. Teppich. Hinlegen. Besser!

Warum stehe ich von der Couch auf? (Teil 2)Wie sieht die gestern erwähnte Methode der "five why's" in der Praxis aus?Es ...
07/04/2021

Warum stehe ich von der Couch auf? (Teil 2)

Wie sieht die gestern erwähnte Methode der "five why's" in der Praxis aus?
Es ist also 19:00, ich liege auf der Couch mit einem Buch in der Hand. Nach einem langen Arbeitstag (heute 10 Std) haben mein Sohn und ich noch kurz eine Gute-Nacht-Geschichte gelesen. Ebendieser rutscht gerade zum vierten Mal (“nur einmal noch”) von der Couch und rennt dann doch (endlich) in Richtung Kinderzimmer. "Gute Nacht Papa!!!" (Ja man glaubt es kaum aber seit er vier ist, hat er die Freundlichkeit für sich entdeckt). Yeah Krafttraining!? Warum also?

Man will natürlich “fit” bleiben (Warum 1).

Warum will ich aber “fit” sein: Ich weiß wie ich mich fühle, wenn ich nicht trainiere. Schmerzen in meinen Knien, in meinem Rücken, in meinen Nacken, eine endlose Liste. (Warum 2).

Warum ist es mir wichtig, keine (seien wir ehrlich: weniger) Schmerzen zu haben? Ich bin Trainer. Für mich ist ein Trainer immer auch ein Vorbild (ein Glaubenssatz). Um diesen Glaubenssatz entsprechen zu können, muss ich trainieren - je mehr Schmerzen man hat desto weniger trainiert man (Warum 3a).

Was noch? Ich will mit 80 Jahren mit meinem Sohn (und eventuellen Enkelkindern) auf einen Berg gehen können. Nicht nur das. Ich will in der Lage sein, ihn/sie auf den Schultern den Berg raufzutragen. (Warum 3)

Warum ist es mir das wichtig? Ich will auch als Vater ein Vorbild sein. (Warum 4)

Warum will ich als Vater ein Vorbild sein? Weil ich glaube Freude an Bewegung und gemeinsamen “Abenteuern” am Besten so vermitteln zu können. (Warum 5)

Und es geht noch viel weiter: Es ist eines der Dinge, die ich “eh wusste”, aber nicht wirklich verstanden habe. Herausforderungen gemeinsam mit den wichtigsten Menschen in seinem Leben zu überwinden (und einfach nur Zeit in der Natur ohne moderne Ablenkungen), ist eine der tiefsten und schönsten Erfahrungen überhaupt. Als mein Sohn letztes Jahr, nach der Erstbesteigung des Husarentempels (nach einigen Jammern, beim dritten Anlauf) gesagt hat: “Papa, es ist soooo schön da!”, hab ich für mich viel verstanden:

Ich brauche nie wieder “Motivation”, um trainieren zu gehen und wir machen jeden Samstag ein gemeinsames “Abenteuer”.

Motivation - Wie stehe ich von der Couch auf?Nachdem ich nun eine Woche meine Trainingsmotivation überwacht habe wird es...
06/04/2021

Motivation - Wie stehe ich von der Couch auf?

Nachdem ich nun eine Woche meine Trainingsmotivation überwacht habe wird es Zeit für ein kleines Fazit: Im Schnitt lag meine Trainingsmotivation bei 4 von 10 Punkten (teilweise auch noch nur 2/10). Ich habe aber auch keine Einheit ausgelassen, die ich geplant hatte. Man kann also festhalten Training/Sport haben für mich nichts mit Motivation im Sinne von "Lust Anzufangen" zu tun.

Warum bin ich unmotiviert mit dem Training anzufangen? Ich trainiere am Abend nach der Arbeit. Meine Tage bestehen in den letzten Monaten aus Onlinetrainings, Zoombesprechungen, Kunden zu Hause / im Park trainieren (wenn es gerade erlaubt ist) und viel im Stau stehen. Meine Frau, die auch selbstständig ist, und ich reichen uns in den jeweiligen Arbeitspausen den unterbeschäftigten Sohn (der auch mit Vier noch sehr standhaft seine eigene Definition von “Durchschlafen” vertritt) weiter. Das Ganze bitte nicht als Jammern verstehen, ich liebe meinen Job und glaube mir (uns) geht es nicht anders als sehr Vielen (Selbstständigen, Eltern) im letzten Jahr.

Wie viele Andere habe ich nach einem Tag wie diesem aber eben auch wenig Lust noch Sport zu treiben. Das Letzte was ich in dieser Situation übrigens brauche ist irgendein Motivationsguru oder 25 jähriger “Influenza” der meint ich müsste mir meinen Tag einfach nur besser planen oder mir mehr Zeit für mich nehmen.

Wie schaffe ich es trotzdem mich zu “motivieren”?. Ich brauche einen sehr guten Grund es zu tun. “Sport ist gut für dich” reicht im letzten Jahr niemandem. Das weiß wirklich jede(r) trotzdem schaffen in Industrienationen mittlerweile über 40% die WHO-Empfehlung von 150 min Aktivität pro Woche (spazierengehen!) nicht (vgl. z.B. Guthold 2018). Man muss sich schon etwas tiefer damit befassen. Eine gebräuchliche Methode dafür sind die so genannten “5 whys” wo man versucht seine Beweggründe schrittweise immer tiefer zu hinterfragen. Es geht dabei weniger um eine magische Zahl der Warum-Fragen sondern vielmehr darum seine oberflächlichen Motivationen systematisch zu hinterfragen um so zu seinen Glaubenssätzen oder “deep reasons” vorzustoßen.

(Ein konkretes Beispiel gibt es morgen)

"Ich kann mich einfach nicht zum Training motivieren"Dieser Satz eines Kunden (den die Trainer unter euch sicher schon 1...
29/03/2021

"Ich kann mich einfach nicht zum Training motivieren"

Dieser Satz eines Kunden (den die Trainer unter euch sicher schon 1000mal gehört haben) hat mich die ganze letzte Woche nicht losgelassen. Oder anders gefragt: Wie wichtig ist es "motiviert" für sein Training/Bewegung zu sein?
Bin ich eigentlich "motiviert"?
Auf den ersten Blick scheint es so: ich habe im März bisher 39 Mal in 28 Tagen trainiert:
- 16 Krafteinheiten
- 11 Laufeinheiten
- 12 Beweglichkeit / Flow Einheiten

Um nun die Frage zu klären ob ich "motiviert" bin habe ich mich entschlossen jeden Tag meine "Trainingsmotivation" von 1 (ich bewege mich heute nicht mal mehr zum Weinglas) bis 10 ("I am a rocket ship on my way to mars") zu bewerten und meine Ideen zu dem Thema über die nächsten Tage zu posten.

Wie motiviert Ihr euch zum Training?

Adresse

Wien

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Mag. Dominik Schmidt erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Mag. Dominik Schmidt senden:

Teilen

Kategorie