18/08/2026
Der Körper ist keine Maschine.
Die gleiche Bewegung bedeutet nicht automatisch die gleiche Muskelarbeit. Anatomie, Nervensystem, Bewegungsmuster, Atmung und individuelle Kompensationen unterscheiden sich von Mensch zu Mensch.
Besonders wichtig ist dabei das Druckmanagement (IAP): Zwerchfell, Bauchmuskulatur und Beckenboden arbeiten als System zusammen. Je nach Atemmuster und Beckenbodenspannung kann deshalb beim Reformer für eine Person das Ausatmen, für eine andere das Einatmen beim Wegschieben des Schlittens sinnvoller sein.
Auch die passende Federstärke ist individuell. Entscheidend ist nicht einer Pilates-Regel möglichst exakt zu folgen, sondern zu beobachten, wie der Körper vor uns auf Bewegung, Atmung und Belastung reagiert.
Pilates sollte sich dem Menschen anpassen – nicht der Mensch dem Pilates.
Denn gleiche Bewegung heißt nicht gleicher Körper. Und guter Unterricht beginnt genau dort.
-Rosen