08/09/2026
Heute etwas andere Töne. Töne bzw. Gedanken, die mir am Herzen liegen.🤍
Manchmal bin ich die, die andere hält und begleitet.
Und manchmal bin ich selbst die, die gehalten und begleitet werden möchte.
Ich bin Mama.
Seit letztem Herbst eine Mama, die um ihre eigene Mama trauert.
Ich versuche, für meine Familie, vor allem für meine Kinder da zu sein, ihnen Sicherheit zu geben, ihren und unseren Alltag zu tragen – während in mir selbst manchmal so viel los ist.
Ich bin selbstständig, Lebens- und Sozialberaterin, Coach.
Ich begleite Menschen durch Veränderung, Krisen und schwierige Lebensphasen.
Auch ich gönne mir in all dem, was für mich viel ist, Begleitung.
Auch ich sitze manchmal da und weiß gerade nicht, wie ich alles unter einen Hut bekommen soll.
Ich bin müde, ich zweifle, ich kämpfe mit mir.
Trauer lässt sich nicht einfach „wegtherapieren oder -coachen“.
Trauer vergeht nicht, sie verändert sich.
Und das Leben lässt sich bei aller Bewusstheit nicht immer achtsam und gut organisiert bewältigen.
Manchmal ist da gleichzeitig Dankbarkeit und Schmerz. Liebe und Erschöpfung. Stärke und Verletzlichkeit.
Für andere da sein und selbst jemanden brauchen.
Genau das ist das Menschliche daran.
Ich glaube nicht daran, dass wir erst dann andere begleiten dürfen, wenn wir selbst alles im Griff haben (wer hat das schon?).
Im Gegenteil.
Gerade das echte Leben mit all seinen Brüchen, Verlusten, Fragen und kleinen Lichtblicken macht uns zutiefst menschlich und empathisch.
Ich bin mittendrin.
Mama. Tochter. Frau. Freundin. Selbstständige. Begleiterin. Trauernde.
Einfach ich.
Nicht immer in meiner Kraft. Aber ehrlich.
Und immer wieder auf dem Weg – meinem Weg.
Vielleicht tröstet es ja jemanden, der/die das hier gerade liest, dass es uns allen ab und an so geht... du bist nicht allein damit💗