20/01/2021
NEU MARX_Kultur der Differenz ( TEIL 3 )
Neu Marx und Stadtwildnis:
Leben und arbeiten im naturnahen grünen Stadtquartier
Das Kreativquartier Neu Marx in Wien verbindet Wohnen und Arbeiten mit einem vielfältigen Angebot an Aktivitäten und Rückzugszonen im Grünen. Die Gestaltung der Freiflächen bieten Möglichkeiten zum Promenieren in grünen Randzonen, in Parks und zwischen den Häuserblöcken bis zum Promenadenweg. Die Flächen im Innern des Viertels mit seinen Plätzen, Patios und Dachgärten sind privater bis halb-öffentlicher Natur und stehen im Bezug zu den Wohnblöcken.
Der öffentlichen Raum im Zentrum eignet sich für Märkte, Gastronomie und Kulturveranstaltungen. Platz für Subkultur und Fitness findet sich unter den Säulen der hohen Autobahnbrücke. Der Wohnpark zwischen dem größten Block mit naturnaher Bepflanzung als Gemeinschaftsgrün wird ergänzt durch kleine Gartenflächen auf der Erdgeschossebene zur eigenen Gestaltung.
Das Gemeinschaftsgrün und die Privatgärten steht im Bezug zur bestehende Stadtwildnis im Norden des Kreativquartiers. Der Park bildete eine grüne Kulisse für alle Wohnungen. Die Zwischenräume der weiteren Häuserblöcke auf unterschiedlichen Ebenen sind bestimmt von Miniaturparks, Patios und Dachgärten auf kleinem Maßstab und werden getreu dem Thema der Stadtwildnis natürlich bepflanzt. Liegeflächen wechseln sich mit autochthone Bäumen, Sträuchern, Stauden, Nutz- und Schattenpflanzen ab.
Der Durchgang von den Verkehrsmitteln an der Vorderseite des Quartiers durch die überdachten Markthalle, verläuft zwischen den Häuserblöcken über den Marktplatz als Mittelpunkt des Quartiergeschehens bis zum anderen Ende des Viertels zu weiteren Verkehrsmitteln. Der offene Marktpatz als Pendant zum überdachten Marktplatz bildet die zentrale Achse des Quartiers. Hier schlendert man durch das Viertel, um zu sehen, was gerade passiert: in den Pausen, zum Feierabend, bei Marktgeschehen oder zu kulturelle Veranstaltungen. So wechseln sich die grünen Rückzugsräume zwischen den Häusern mit den öffentlicheren und befestigteren Plätzen, mit einem hohen Anteil an schattenbringenden Bäumen, ab. Ein organisch geformtes, grünes Band umfasst die Häuserblöcke und verbindet die Markthalle, unter den Säulen der Autobahn hindurch, hin zum Panoramaweg.
Die Säulen unter der Autobahn sind der Ausgangspunkt für einen urbanen Jungle: ein Skater Park imitiert die verlorene Landschaft und schafft einen neuen Nutzen. Im Anschluss daran sind Drahtgerüst geplant, die auf verschiedenen Ebenen Platz bieten für Fußball, Basketball, Tennis/ Hockey, Kraftsport, Badminton, Basketball, Boxen zum Auspowern sowie Tribünen und gastronomische Angebote. Die Käfige versuchen nicht den authentischen Charakter des Ortes zu kaschieren, sondern unterstreichen den Eigenbezug durch ihre Materialität. Die Nachteile werden in einen Vorteil umgekehrt. Unter dem Schutz der Brücke ist Platz für Lärm und Subkulturen.
Hinter dem bestehen Parkplätzen besteht ein Fahrradparkhaus. Die Gestaltung nutzt die Gegebenheiten des Ortes für die unterschiedlichsten Bedürfnisse seiner Bewohner: das Wohnen in der Stadt mit grüner Kulisse, teilweise mit privater, halb-öffentlicher und öffentlicher Nutzung, dem Rückzug ins Grüne sowie die Versammlung zu Veranstaltungen wie Markt und Konzerte und einem urbanen, harten Leben zwischen den Säulen der Autobahn.
https://www.architekturwettbewerb.at/competition.php?id=1821&cid=19648 #