24/09/2017
Fittest City Sprint Triathlon St. Pölten, 17.9.2017
Race-Bericht von Christine und Elisabeth Schlömmer
Schon bei der Anfahrt wurde uns klar, dass dies heute kein leichter Tag werden würde. Bei 11,5 °C und starkem Regen traten wir die Anreise zum Fittest City Sprint Triathlon in St. Pölten an. Nach einer problemfreien Fahrt kamen wir als erste am zugewiesenen Parkplatz des Eventgeländes an und fanden, nachdem wir uns kurz orientiert hatten, die Anmeldung im Vereinslokal des hiesigen Fußballklubs.
Erleichtert über die Möglichkeit eines beheizten Unterschlupfs stellten wir uns auf den bevorstehenden kalten und nassen Wettkampf ein und hofften, das Ziel nicht vollkommen unterkühlt zu erreichen. Die Wechselplätze wurden eingerichtet und die Ausrüstung so gut wie möglich vor dem Regen geschützt.
Bei Wassertemperaturen um die 17°C wurde Elisabeth schnell klar, dass das Nichtvorhandensein eines Neoprenanzugs den Rennantritt heute wohl verhindern würde. Nach kurzer, intensiver Beratung mit der vom Einschwimmen schon fröstelnden, aber neoprentragenden, Christine entschied sich Elisabeth, nicht an den Start zu gehen und übernahm die Rolle des besten Supporters.
Der Start fand pünktlich um 11:05 Uhr statt und Christine fand nach einem turbulentem Start, zügiger als üblich, gut ins Rennen. Auf der gefühlt etwas verkürzten Schwimmstrecke konnte Christine am Ende des ersten Drittels des Feldes das Wasser verlassen. Der erste Wechsel gestaltete sich schwierig, da Hände und Füße schon unter der Kälte gelitten hatten.
Die Radstrecke war, wie üblich, nicht Christines beste Disziplin und sie verlor auf den vier Runden viel Zeit. Wie auch der erste Wechsel war auch der zweite sehr schwierig, nachdem Hände und Füße noch kälter geworden waren und Christine visuell überprüfen musste, ob diese überhaupt noch existierten. Der Wechsel wurde sitzend vollzogen und die tauben Zehen auf korrekte Ausrichtung im Laufschuh überprüft, um Verletzungen vorzubeugen. Leider gelang das Christine nicht ganz, nachdem sie sich unbemerkt einen Stein in den Zeh lief.
Die Laufstrecke war sehr ansprechend und mit angenehmem Untergrund ausgestattet. Christine konnte einiges an Zeit gut machen, Platz um Platz wieder aufholen und auf den letzten Metern vor dem Ziel noch eine Konkurrentin abschütteln. Dies war nur möglich aufgrund der selbstlosen Unterstützung des besten Supporters Elisabeth, die Christine enthusiastisch und lautstark anfeuerte.
Christine konnte unter den Damen den insgesamt 11. Rang erreichen und wurde in ihrer Altersklasse sogar 3. Die Veranstalter waren auf das schlechte Wetter sehr gut vorbereitet und hielten neben der üblichen Versorgung auch Rettungsdecken bereit.
Die nachfolgende Siegerehrung fand in dem beheiztem Vereinslokal des Fussballklubs statt.
Somit ging ein anspruchsvoller, aber erfolgreicher Wettkampf für Christine über die Bühne. Obwohl die Rolle des Supporters bei der Medaillenjagd nicht zu unterschätzen ist und viel Spaß macht, empfiehlt Elisabeth allen, die neu in den Triathlonsport einsteigen, sich rechtzeitig mit einem Neoprenanzug auszustatten, um doch selbst auch am Wettkampf teilnehmen zu können. Der nächste Versuch wird dann im kommenden Jahr gestartet!