30/08/2025
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Er ist in den letzten Jahren cushingbedingt zum kleinen Zottelbรคren mutiert und auch andere sichtbare Zeichen eines fortgeschrittenen Alters und erfรผllten Pferdelebens lassen sich nicht mehr ganz von der Hand weisen. Wenn wunderts auch, ist er doch schon seit etlichen Lenzen auf Nachfrage "28 Jahre alt", was aber eher unserem Unvermรถgen sich daran zu erinnern, daร inzwischen lรครครคngst schon wieder ein neues Jahr und Land gezogen ist, geschuldet ist. Im echten Leben steht lรคngst eine "drei" an der Zehnerstelle.
Er ist weiser geworden, aber nicht gleichzeitig unbedingt leiser. Den Rang des unumstrittenen Chefs im Ring permanent gegen die "jungen Wilden" zu behaupten ist ihm in den letzten Jahren langsam, aber stetig zu blรถd und zu anstrengend geworden, sollen die sich doch selber vernรผnftig um die Herde kรผmmern und fรผr Ordnung sorgen. Ihm ist es inzwischen wesentlich wichtiger geworden, dass - Himmelherrschaftnocheinmal - das tรคgliche Seniorenmenรผ pรผnktlich (!) kredenzt wird. Und er hat durchaus ein nicht zu leugnendes Talent entwickelt, sich lautstark um einen schnelleren Service zu bemรผhen, so das Personal wieder einmal den Kriechgang eingelegt hat ๐
Kรถrperlich mit knapp รผber 1.30 m nicht groร geraten sind's doch sehr groรe Hufspuren, mit denen sich Karasha rund um den Falkihof verewigt, ist er doch so vieles gleichzeitig. Familienmitglied, bester Freund, tragende Sรคule und รผber lange Zeit geduldigster Begleiter zahlreicher Reitschรผler quasi von der ersten Longe hin bis zur Reiternadel, Seelentrรถster, Erzieher fรผr die neu hinzukommenden Gangmitglieder der Wallachen-Herde, zwischendurch auch einmal verlรคssliches Turnierpony mit Autopilot, kurzum: es wird schwer, ihm das Wasser zu reichen, er ist zwar klein, aber in jeder Hinsicht groรartig.
mit: Gerrit Grossmann