11/05/2026
Finaaaaleeee! TTV Gartenstadt Tulln bezwingt Stockerau mit einem Gesamtscore von 7:5
Unglaublich aber war: Zu Saisonbeginn, im Herbst 2025, wurde das Team von einigen Medien noch als Abstiegskandidat gehandelt. Nun stehen die Damen des TTV Gartenstadt Tulln im Finale der österreichischen Tischtennis-Bundesliga und gehören damit bereits jetzt zu den besten zwei Mannschaften des Landes.
Das Rückspiel stieg am Sonntag, dem 10. Mai in Stockerau. Bei dieser Begegnung war – im Vergleich zum Hinspiel – jeweils die Nummer 2 beider Mannschaften verfügbar, wodurch nun beide Teams in Bestbesetzung antreten können. Tulln schickte nun Anastasiia Dymytrenko ins Rennen, Stockerau Nina Skerbinz. Stockerau pokerte zusätzlich mit der Aufstellung und wählte eine andere Variante als in den Spielen zuvor.
Die Begegnung begann überraschend. Kim Hana kämpfte sich gegen Liu Yuan in den Entscheidungssatz, führte dort 4:0, konnte aber den Sack nicht zumachen. Chen Chia-I konnte daraufhin deutlich gegen Nina Skerbinz gewinnen, wodurch es zwischenzeitlich 1:1 stand. Nun folgten zwei vorentscheidende Spiele. Anastasiia Dymytrenko erwischte leider einen rabenschwarzen Tag, verlor ihr Einzel gegen Karoline Mischek mit 1:3 und auch das Doppel gemeinsam mit Chen Chia-I gegen Mischek/Liu mit 1:3.
Stockerau führte somit mit 3:1 und es ergab sich eine äußerst brisante Ausgangslage vor dem nächsten Spiel: Gewinnt die Stockerauer Nummer 1 Liu Yuan gegen Tullns Nummer 1 Chen Chia-I, gewinnt Stockerau das Spiel mit 4:1 und holt damit den Aufstieg ins Finale. Gewinnt jedoch Chen Chia-I, steht es 3:2 für Stockerau, die dann aufgrund des deutlich schlechteren Satzverhältnisses keine Chance mehr auf den Aufstieg hätten und das letzte Einzel dadurch bedeutungslos werden würde.
Die Gartenstädterin verlor prompt den ersten Satz. Im zweiten Satz kämpfte sie sich zurück, stellte auf 1:1. Der dritte Satz verlief sehr positiv, Chen ging mit 2:1 in Führung und hatte alle Trümpfe in der Hand. Ein unglaublicher Ballwechsel folgte dem nächsten. Chen Chia-I führte dann 10:6, hatte dadurch vier Matchbälle, nur mehr ein Punkt fehlte Tulln zum Aufstieg. Zum Entsetzen der mitgereisten Tullner Zuschauer machte sie aber plötzlich vier Fehler in Folge und verlor daraufhin auch den Satz. Ohne eine Miene zu verziehen, startete sie in den Entscheidungssatz, musste dort auch einen Rückstand aufholen und gewann dann 6:3. Nerven aus Stahl!
Somit verkürzte Tulln auf 2:3 und war uneinholbarer Sieger des Halbfinales. Das letzte Spiel zwischen Kim Hana und Nina Skerbinz war damit bedeutungslos. Dennoch feuerten die Tullner Fans ihre Hana frenetisch an. Sie gewann 3:0, holte sogar noch das 3:3-Untentschieden. TTV Gartenstadt Tulln steigt somit mit einem Gesamtscore von 7:5 ins Finale auf. Dieses steigt am 18. Mai in Linz, Gegner ist Serienmeister Linz AG Froschberg. Das Finale wird nur in einem Spiel ausgetragen.