14/09/2026
REVERSE LUNGE MIT KURZHANTELN 🔥
Rückwärts gehen, um vorwärts stärker zu werden. Klingt erstmal widersprüchlich – biomechanisch ist der Reverse Lunge aber eine richtig interessante Übung für Beine, Gesäß und Rumpfstabilität.
Beim Ausfallschritt nach hinten bleibt das vordere Bein während der Bewegung vergleichsweise kontrolliert belastet. Untersuchungen zeigen, dass beim Reverse Lunge die Belastung im Bereich des patellofemoralen Gelenks geringer sein kann als beim klassischen Forward Lunge. In einer biomechanischen Studie waren unter anderem Quadrizepskraft, patellofemorale Reaktionskraft und Belastungsrate beim Vorwärts-Ausfallschritt höher als beim Rückwärts-Ausfallschritt. Wichtig: Das bedeutet nicht, dass Reverse Lunges grundsätzlich für jedes Knie „besser“ sind – aber sie können für viele Trainierende eine gut kontrollierbare Alternative darstellen.
Durch den Schritt nach hinten trainierst du vor allem Oberschenkel und Gesäßmuskulatur. Gleichzeitig fordert die einbeinige Belastung deine Balance und Körperkontrolle – und dein Core muss dafür sorgen, dass Becken und Oberkörper stabil bleiben.
So führst du den Reverse Lunge sauber aus:
➡️ Einen ausreichend großen Schritt nach hinten machen
➡️ Vorderen Fuß vollständig am Boden lassen
➡️ Oberkörper möglichst aufrecht halten
➡️ Core aktiv anspannen
➡️ Hinteres Knie kontrolliert Richtung Boden führen
➡️ Über den gesamten vorderen Fuß wieder nach oben drücken
➡️ Bewegung kontrollieren – nicht einfach „nach unten fallen“
💡 SMART MOVE TIPP:
Langsam runter. Stabil hoch.
Zusätzliche Kurzhanteln erhöhen den Widerstand und machen aus der Übung eine starke Variante für Kraft und Muskelaufbau. Entscheidend ist dabei nicht, möglichst kompliziert zu trainieren, sondern eine Belastung zu wählen, die du technisch sauber und regelmäßig ausführen kannst. Genau diese konsequente progressive Belastung gehört zu den Grundprinzipien erfolgreichen Krafttrainings.
Und noch etwas: Der Forward Lunge ist deswegen keine „schlechte“ Übung. Unterschiedliche Lunge-Varianten setzen unterschiedliche biomechanische Schwerpunkte.