27/05/2019
Dr. Gerald Hüther:
Kinder brauchen feste Wurzeln. Offenbar wissen das nicht alle Eltern, auch nicht alle Erzieher*innen oder gar alle Bildungspolitiker*innen. Sie halten das, was man an jedem Baum sehen, messen, zählen kann, … für wichtiger als die verborgenen Wurzeln. Deshalb richten sie ihre ganze Aufmerksamkeit darauf, ihre oder die ihnen anvertrauten Kinder so zu erziehen, dass sie möglichst große und zahlreiche Äste , bunte Blätter und nützliche Früchte entwickeln. Und dabei vergessen sie, dass Kinder Wurzeln brauchen.
Die Wurzeln, mit denen sich Kinder fest im Erdreich verankern und ihre Nährstoffe aufnehmen, sind sichere emotionale Beziehungen zu den Menschen , bei denen sie aufwachsen.
Wenn sie diese sicheren Bindungen nicht entwickeln können, bleiben auch ihre Äste, Blätter und Früchte nur eine Kümmerversion dessen, was daraus hätte werden können. Und wenn der erste Sturm kommt, wenn diese Kinder also erwachsen werden und sich in der Welt zurechtfinden müssen, fallen sie um. ...
Aus: Wie Kinder heute wachsen
UND DARUM LEBE ICH MIT DEN MIR ANVERTRAUTEN KINDERN BEZIEHUNGSORIENTIERT! 😊