15/08/2025
Auf der Donau…
Von Engelhartszell nach Linz
Fünf Tage mit einer netten 3-Generationen Familie auf der Donau zwischen Engelhartszell und Linz unterwegs. Sanftes genusspaddeln. Beeindruckende Landschaften. Bei der berühmten „Schlögener Schlinge“ empfiehlt sich eine kleine Wanderung zu den Aussichtspunkten über dem Fluss. Sehr nette kleine Campingplätze, etwa der Familie Pumberger in Wesenufer oder vom gastfreundlichen ASKÖ-Kajakvereins in Linz. Vereinzelt laden auch kleine Plätzchen am Donau Ufer zum romantischen Wild-Campen ein. Bei hohem Wasserstand bieten die mächtigen Schleusen der Donaukraftwerke auch PaddlerInnen ihre Dienste an. Ein Erlebnis! Mit dem Glück des richtigen Wasserstandes (nicht unter Mittelwasser) war für uns auch eine wunderbare, längere Fahrt auf den kleinen, sich durch Auenlandschaften schlängelnden Begleitflüssen Aschach und Innbach möglich. Eindrucksvoll auch die Fahrt durch die Stahlstadt Linz. Architektonisch gelungene neue Brücken. Gebaute Leistungsfähigkeit und Kultur. Sandstrände mit sommerlicher Lebensqualität am Donauufer. Einmal etwas anderes.
Was stört auf der Strecke? Die Fracht-Schifffahrt nimmt man in Kauf. Die hat ja auch einen Nutzen. Die bestehenden – und nur mehr die (!) - Kraftwerke müssen hingenommen werden. Von den Ausflugsbooten und langen Flusskreuzfahrt-Schiffen gibt es jedenfalls genug. Absolut von gestern und ein Ärgernis sind aber die zahlreichen sinnlos herumjaulenden „Sport“-Motorboote, mit ihren jeweils gut dazu passenden Besatzungen. Sie stören das Natur und Flusserlebnis massiv.
Wohin? Nach Istanbul.
Ein buntes, massives Holzboot mit Rudern und Gaffelsegel erweckte Aufmerksamkeit vor Inzell. An Bord zwei junge Französinnen. Wohin geht die Reise? Nach Istanbul. Ah, eh nur mehr gut 2.100 Kilometer auf der Donau und mindestens 500 Kilometer über das schwarze Meer und durch den Bosporus? Die Hände tun schon ein bisschen weh. Bis zum Oktober möchten sie es schaffen. Das Boot haben sie als Abschlussarbeit einer Ausbildung nach dem Vorbild rumänischer Fischerboote selbst gebaut. Auch die österreichische Cillé (?) – sie stellte sich nach längerem Raten als Zille heraus - war eine Option. Aber letztlich haben sie sich doch für das rumänische Boot entschieden. Was für ein couragiertes Vorhaben! Großartig! Bonne chance mesdames!