26/12/2023
Fakt ist: Konflikte zu Weihnachten gehören mittlerweile zur Normalität. Doch wie kann Kommunikation, nicht nur bei Festen, besser gelingen? Wie verhindern wir Missverständnisse, die zu weiteren Streitigkeiten führen? In der Familie, in Büros, in Kooperationen?
Und was hat die Stimme, und die eigene Stimmführung damit zu tun?
Gerade in meiner eigenen Familie erlebt – wenn wir etwas sagen, kann es immer dazu führen, dass jemand anderer auch was anderes interpretiert, als das, was der andere gemeint hat. Das führt dann oft zu weiteren Streitigkeiten.
Wie können wir das verhindern?
Die Art und Weise WIE wir etwas sagen, bestimmt das, was am Ende beim Gegenüber ankommt. Alles, was wir raus-senden hat eine Wirkung.
Es geht um die Gedanken hinter den Worten! Und der inneren Haltung.
Ein müdes, „guten Morgen“ kann beim Gegenüber wie Desinteresse wirken.
Der/Die andere könnte also interpretieren, das Gegenüber ist müde, es kann aber auch interpretieren, dass das Gegenüber genervt vom anderen ist.
Tipp: Statt zu interpretieren, was der andere vielleicht gemeint hat, empfehle ich entweder nachzufragen oder zu reflektieren, sich zu versuchen in den anderen hineinzuversetzen. Und schon kommt man schnell selbst darauf, dass der andere vielleicht einfach nur müde ist und nicht desinteressiert.
Kann man lernen so zu sprechen, dass andere einen das hören, was gemeint ist?
Ja! Und zwar:
1. in dem Sie sich Ihr Gedanken bewusst machen! Was will ich wirklich kommunizieren? Geht es mir beim „Guten Morgen“ wirklich darum, einen guten Morgen zu wünschen, oder gehört es einfach dazu?
2. Ironie weglassen – und Themen ansprechen
Ironie und schwarzer Humor bergen fast immer eine gewisse Wahrheit und eine versteckte Aggression. Für viele ist es leichter, Vorwürfe in Ironie zu verpacken.
Wenn wir etwas sagen, aber das Gegenteil meinen „na das ist aber wieder festlich heute“ dann hört das Ihr Gegenüber. Die Tonalität der Stimme passt sich an und bekommt diesen ironischen Unterton und das ist Sprengstoff nicht nur zur Weihnachtszeit.
Der oft nicht ganz bequeme, aber doch wirkungsvollste Weg raus ist: Dinge anzusprechen. Auch dabei gibt es einiges zu beachten:
- Sprechen Sie an, wie es Ihnen damit geht.
- Überlegen Sie sich, was Sie denn wirklich denken, und sprechen Sie es an.
Das kann zwar vorübergehenden Diskussionen führen, allerdings kann es auch klärend und damit reinigend wirken, wenn Sie angestaute unausgesprochene Wahrheiten ansprechen.
- unartikuliertes, verwaschenes Sprechen wird nicht nur schlecht verstanden, sondern wird auch oft als Desinteresse, oder fehlende Motivation gedeutet.
In manchen Fällen, kann man nicht die Wahrheit sagen, oder muss Sie diplomatischer ausdrücken – und wie das geht, das lernen Sie bei mir.
Wie Sie kritisches auf den Punkt bringen, wie Sie das, was unter dem, was Sie sagen, kongruent vermitteln, das lernen Sie bei mir.