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Geschichte: Während einiger schneearmer Winter wurde bei längeren Stammtischsitzungen die Idee geboren, Eishockey zu spielen. Ohne eisläuferische Kenntnisse, mit sehr einfacher Regelkunde begaben sich Dutzende Begeisterte auf den zugefrorenen Niedernsiller Badesee. So schützten sich die Torhüter
mit strohgefüllten Jutesäcke gegen die Schüsse und spielten mit Bergschuhen. Spielfeld war die gesamte Eisfläche des Sees, sofern geräumt und nicht von Zusehern verstellt. Die Spieler hatten bereits Eislaufschuhe, durften jedoch nur flach schießen, um die Torhüter nicht zu gefährden. Die künstliche kleine Insel in der Seemitte gab dem Eishockeyclub den Namen: die „Downsill Islanders“ waren geboren.
1988 nahm man erstmalig am Meisterschaftsbetrieb teil. Trotz einiges Lehrgeldes, dass man in Form sehr hoher Niederlagen bezahlen musste, konnte durch einen einzigen Sieg das angestrebte Ziel, nicht Letzter zu werden, ausgiebig gefeiert werden. Seit 1990 wird in Niedernsill auch eine Nachwuchsmannschaft trainiert, die aufgrund mangelnder Gegner nur unregelmäßig Freundschaftsspiele bestreitet. Seit dieser Zeit betreuen die Spieler auch einen Natureisplatz im Freizeitgelände, der abseits der Trainingszeiten kostenlos auch Niedernsillern und Gästen zur Verfügung steht. Um mehr Stunden auf Kunsteis zu haben, wird seit damals auch jährlich ein Trainingslager in Tschechien abgehalten.
1996 wurde mit dem Salzburger Vizelandesmeistertitel der größte Erfolg eingefahren. Der Verein besteht auch heute noch hauptsächlich aus Niedernsillern und spielte seit 1998 wieder in der Bezirksliga. Seit 2001 existiert nur mehr eine Landesliga im Bundesland, in welcher die Downsill Islanders regelmäßig am Meisterschaftsbetrieb teilnehmen. Finanziert wird der sehr aufwändige Sport hauptsächlich aus den Einnahmen des jährlich organisierten Oktoberfestes. In den späten 90er Jahren war die Begeisterung derart groß, dass auch im Sommer auch Inlineskatern dem Puck nachgejagt wurde. 1998 wurde ein Inline-Hockeyteam ins Leben gerufen, dass an der Meisterschaft der Western Conference (Salzburg, Tirol und Vorarlberg) teilnahm und völlig überraschend den Meistertitel errang. Aufgrund von Spielermange konnte dieser Erfolg nicht mehr wiederholt werden, die Mannschaft löste sich auf.