08/09/2026
Mondsselandtriathlon HP weiter im Rennmodus und mit einem Lächeln
Ein würdiger Abschluss der Triathlon Saison.
Samstags bei teilweise "Schmuddelwetter" Anreise mit Schneckenhaus nach Mondsee, passenden Parkplatz rasch gefunden, Ausfassen der Startunterlagen und dann hoffen auf die angesagte Wetterbesserung.
Nachdem diese am Nachmittag langsam eintrat, Iltschi ein Ründchen mit ein paar Antritten rund um den Mondsee gegönnt und dann noch ein kurzes Läufchen.
Insgesamt gesehen war die Vorbereitung auf diesen Triathlon eher als unspezifisch deklariert. Ende August 2 Wochen Urlaub in denen vor allem das Bergfahren mit Rennrad im Vordergrund stand. Am Ossiacher See wenigstens noch regelmäßige Schwimmeinheiten fielen diese dann in Südtirol gänzlich aus. Auch sind drei Läufe in 2 Wochen nicht wirklich viel und kaum war der Urlaub aus, hatte mich der Berufsstress wieder.
Aber es zeigte sich wieder einmal, wer LD trainiert, kann MD immer.
Doch bevor es Sonntag Früh zum Check-In und weiter zum Start ging, stand Samstagabend noch eine vom Veranstalter organisierte Schiffsfahrt mit der MS Mondseeland, inkl. Pastaparty an Board, auf dem Programm. Bei schönstem Sonnenschein bekamen wir eine herrliche Sightseeingtour inklusive Erläuterungen präsentiert.
Es folgte, wie immer vor Rennen, eine etwas unruhige und zu kurze Nacht, ehe ich mich Sonntagmorgen gegen 06.15 Uhr mit Sack und Pack auf den Weg zur Wechselzone machte. Der Check-In erfolgte für mich problemlos und ich konnte meinen Wechselplatz in Ruhe einrichten. Wie zu erwarten, betrug die Wassertemperatur 23°C, also Neo erlaubt, weshalb ich mich kurz nach 07.00 Uhr zum Einschwimmen und vor allem Neofluten ins Wasser begab. Wie sich kurz darauf herausstellte leider etwas zu früh.
Aufgrund eines Staus beim Check-In, offensichtlich waren die Veranstalter mit der Teilnehmeranzahl etwas überfordert, wurden alle Starts um 30 Minuten nach hinten verlegt. Wer schonmal bei 15°C Außentemperatur in einem Nassen Neo steckte, weiß das es definitiv angenehmeres gibt. Das somit erst um 07.45 Uhr stattgefundene Racebriefing habe ich irgendwie ignoriert. War auch nicht so wichtig, wurde ja von Tomi B. vorab schon bestens gebrieft.
Also nur schnell zurück über die Zeitmessmatte und dann ins warme Wasser zum Start. Der Veranstalter hatte für die MD heuer erstmalig zwei Startwellen ausgerufen. Welle 1 für alle die um jede Sekunde kämpfen, Welle 2 für die Genussathleten. Der Schlägerei unmittelbar nach dem Start zu urteilen, können in Welle 2 keine Athleten mehr gestartet sein. Gut wenn man in so einem Fall Routine hat und sich zu behaupten weiß. Entspanntes Schwimmen sieht jedenfalls anders aus.
Nach 35 Minuten, in denen ich mich aufgrund der sehr weiten Bojen Abstände vielfach darauf verlassen musste, dass die Athleten vor mir wussten wo´s lang geht, entstieg ich dem Mondsee wieder. Beim Lauf in die Wechselzone versuchte ich meinen Oberkörper aus dem Neo zu schälen, was sich als ungewohnt mühsam entpuppte. Das Ding klebte förmlich an meinen Unterarmen und blieb dann auch noch an der Uhr hängen, weshalb ich gleich nochmal abdrückte und im Endeffekt meinen Rad Split in T2 erledigte. Nach den Unterarmen wollte der Neo auch nicht wirklich über die Beine hinabgleiten und so verbrachte ich gefühlt eine Ewigkeit damit die Liaison zu beenden. Aufgrund des unangenehmen Schotters hatte ich mich auch dazu entschlossen die Radschuhe nicht wie üblich in den Pedalen einzuklicken, sondern gleich anzuziehen. Wenigstens das funktionierte ohne Probleme.
Also raus auf die Radstrecke und mein Schicksal in Iltschi´s Hufe gelegt. Und Iltschi sollte mich wieder mal nicht enttäuschen mit 2:20 nur um 10" am schnellsten Bike Split der AK vorbei. Möglicherweise wäre sogar mehr drinnen gewesen, jedoch verhinderte die nicht komplett gesperrte Radstrecke und der damit verbundene sowohl motorisierte als auch Sonntagsradverkehr eine noch schnellere Zeit. Jedenfalls eine der schönsten Radstrecken, die ich bisher wettkampfmäßig befahren habe, denn wo umrundet man sonst zwei herrliche Salzkammergutseen?
Und weil es halt ein Triathlon war, also zum Abschluss noch meine Hassliebe, das Laufen. Diesmal funktionierte der Wechsel problemlos und ich kam ganz gut in die Gänge, zwar hatte ich hier am meisten mit der Urlaubslast, 3kg Übergepäck, zu kämpfen, dennoch konnte ich nicht unzufrieden sein. Halbmarathon unter 1:50 ist auch Anbetracht des nicht sehr rhythmischen Kurses und einiger Höhenmeter ok. Die Endzeit von 4:50:00 muss man auch erstmal so exakt hinbekommen.
Insgesamt wie bereits eingangs erwähnt ein würdiger Saisonabschluss.