11/05/2026
Empfehlung zur Sommerlagerung von Skitouren- und Lawinenausrüstung
Für die meisten ist wohl die Wintersaison vorbei und es ist an der Zeit das Equipment mal wieder "Einzusommern."
Nach der Wintersaison ist es sinnvoll, die komplette Skitouren- und Sicherheitsausrüstung sorgfältig für den Sommer einzulagern. Das schützt das Material, verlängert die Lebensdauer und sorgt dafür, dass im nächsten Winter alles zuverlässig funktioniert.
Bei Lawinenverschüttetensuchgeräten (LVS-Geräten) ist es besonders wichtig, die Batterien zu entfernen. Batterien können auch während der Lagerung auslaufen – selbst wenn sie vorher noch gut wirken. Die auslaufende Flüssigkeit ist stark ätzend und kann Kontakte und Elektronik dauerhaft beschädigen. Es handelt sich auch hierbei um den wohl häufigsten Fall der Beanstandung, welcher allerdings in den meisten Fällen von diversen Herstellerfirmen als Garantiefall abgelehnt wird. Oft fällt der Schaden erst auf, wenn das Gerät im Ernstfall nicht mehr richtig funktioniert. Sollte dies passieren ist die Empfehlung die Batterien sofort zu entnehmen, und die angegriffenen Kontakte vorsichtig mit Essig oder Zitronensaft zu reinigen, das Gerät sollte dann trotzdem zur Kontrolle an den Hersteller gesendet werden Deshalb: Batterien herausnehmen, das Batteriefach kontrollieren und das Gerät trocken lagern. Vor Beginn der neuen Saison sollten neue Batterien eingesetzt und ein Funktionstest durchgeführt werden, oder bei akkutauglichen Geräten Akkus zu verwenden.
Auch ein Lawinenairbag-Rucksack sollte richtig "eingesommert" werden. Bei elektronischen Systemen sollte der Akku vollständig geladen eingelagert werden, da eine längere Tiefentladung die Leistung deutlich reduziert oder den Akku im schlimmsten Fall unbrauchbar macht. Zusätzlich sollte das System trocken, druckfrei und nach Herstellerangaben gelagert werden. Vor der nächsten Saison ist ein kompletter Funktionstest sehr wichtig, um sicherzugehen, dass das Auslösesystem einwandfrei arbeitet. Bei Systemen mit Kartuschensystem empfiehlt es sich alle 2 bis 3 Jahre einmal eine Probeauslösung durchzuführen, außerdem wird geraten die Kartusche abzuwiegen und mit der Gewichtsangabe zu vergleichen die auf der Auslöseeinheit angegeben ist, bis zu 5 Gramm darf die abweichung betragen, wird dieser Wert überstiegen ist es ratsam die Kartusche auszutauschen.
Bei Skifellen ist die richtige Pflege entscheidend. Nach der letzten Tour sollten die Felle vollständig trocknen, da Restfeuchtigkeit die Klebeschicht angreifen und Schimmelbildung fördern kann. Danach werden sie am besten auf eine Trennfolie geklebt, damit die Klebeschicht geschützt bleibt und nicht austrocknet oder verschmutzt. Werden Felle falsch gelagert, verlieren sie oft deutlich an Haftung – was im Aufstieg schnell zu Problemen führt, wenn sie sich ablösen oder nicht mehr richtig greifen.
Skitouren- und Skischuhe sollten vor der Sommerlagerung gründlich getrocknet und gereinigt werden. Dazu die Innenschuhe vollständig herausnehmen und mehrere Tage an der Luft trocknen lassen – direkte Hitze oder starke Sonneneinstrahlung vermeiden. Dann empfiehlt es sich die Innenschuhe seitlich vor allem nach Abrieb zu kontrollieren, sollte dies der Fall sein empfiehlt es sich, die Schale innen nach rauhen oder scharfkantigen Teilen wie Schrauben oder Kunststoffeinsätzen zu kontrollieren, und diese nach Bedarf mit einem Textilklebeband zu überkleben, so haben die Innenschuhe auch eine wesentlich höhere Lebensdauer, speziell bei den thermoverformbaren Modellen ist dies sehr wichtig. Die Schalen innen und außen mit einem feuchten Tuch reinigen und von Schmutz, Salz sowie Schweißrückständen befreien. Anschließend die trockenen Innenschuhe wieder einsetzen und Schnallen sowie Klettverschlüsse locker schließen, damit die Form der Schuhe erhalten bleibt. Gelagert werden sollten die Schuhe an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort, da Feuchtigkeit, Hitze und UV-Strahlung das Material beschädigen könnte.
Für die Sommerlagerung der Tourenski empfiehlt es sich diese zuerst gründlich mit klarem Wasser von Schmutz sowie Salz zu befreien und vollständig trockenen zu lassen. die etwas aufwendige aber sicherlich effektivste Methode ist es eine dicke Schicht universelles Heißwachs auf den Belag aufzutragen und diesen nicht abzuziehen, diese Methode schützt den Belag vor dem Austrocknen und die leicht mitgewachsten Stahlkanten vor Flugrost. Die Bindung erfordert kein Herunterstellen des Z-Wertes, sondern lediglich eine Reinigung der Gelenke und das Aufsprühen eines speziellen Bindungssprays. Dei Ski sollten anschließend an einem kühlen, dunklen sowie trockenen Ort wie dem Keller aufbewahrt werden, wobei die Ski stehend oder flach liegend und ohne fest zusammenpressende Skifix gelagert werden sollten.
Tourenstöcke sollten vor der Einlagerung vollständig auseinandergezogen, mit klarem Wasser gereinigt und gründlich getrocknet werden. Nach der Kontrolle auf Risse und Staub sollten die Segmente im Sommer unbedingt einzeln und offen gelagert werden, um Korrosion durch Restfeuchtigkeit zu verhindern. Aufbewahren sollte man diese an einem kühlen, trockenen Ort mit geöffneten Klemmechanismen , was die Spannfedern und Kunststoffteile dauerhaft vor Materialermüdung entlastet.
Zusätzlich sollte die gesamte Ausrüstung vor der Einlagerung noch einmal gründlich kontrolliert werden. Dazu gehört das Prüfen auf Beschädigungen wie Risse, abgenutzte Kanten, lockere Nähte oder defekte Verschlüsse. A Kleine Schäden lassen sich so rechtzeitig erkennen und vor der nächsten Saison reparieren, bevor sie im Einsatz zum Problem werden.
Insgesamt gilt: Eine saubere, trockene und kontrollierte Sommerlagerung sorgt nicht nur für eine längere Lebensdauer der Ausrüstung, sondern vor allem auch für mehr Sicherheit im nächsten Winter.