06/09/2026
Yoga Sutra 1.30 nach R. SRIRAM
Krankheit, Trägheit, Unentschiedenheit, Hast, Faulheit, Abgelenktheit, Fehleinschätzung, fehlende Zielstrebigkeit, Unbeständigkeit, diese Hindernisse führen zur Zerstreuung des Citta (des meinen Selbst).
Wenn man diese Worte liest, könnte man meinen, sie seien für unsere heutige Zeit geschrieben.
Aber dieses Thema ist nicht neu.
Eine ähnliche Geschichte finden wir in der Bibel:
Maria und Marta: 10,28-42
Marta ist beschäftigt, sie kümmert sich, organisiert und sorgt dafür, dass alles erledigt wird.
Marta beschwert sich bei Jesus:
"Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die Arbeit mir alleine überlässt? Sag ihr doch sie soll mir helfen!
Jesus antwortet:
Marta, Marta du machst dir zu viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat den guten Teil gewählt, der wird ihr nicht genommen werden.
Auf den ersten Blick können diese beiden Geschichten kaum unterschiedlicher sein - hier das Nichtstun, dort das geschäftige Tun.
Doch in beiden Fällen ist die Ausrichtung verloren gegangen.
Es geht darum zu erkennen:
Was ist jetzt wirklich wichtig - und führt mich das, was ich tue, noch dorthin, wo ich am Ende meines Weges sein möchte?