15/06/2026
Heute bin ich 43 geworden.
Ich habe heute Morgen in den Spiegel geschaut. Und ich hab mein Gesicht gesehen. Wirklich gesehen. Jede Falte. Jede Linie. Jede Geschichte, die sich darin eingraviert hat.
Und ich hab nicht gedacht: Schade.
Ich hab gedacht: Das bist du. Das alles bist du.
Die letzten zehn Jahre waren nicht einfach. Sie waren hart. Ehrlich gesagt: manchmal kaum aushaltbar. Und ich hab mich oft gefragt: Warum hab ich damals diese Entscheidung getroffen? Was wäre, wenn ich einen anderen Weg gegangen wäre?
Aber weißt du was? Hätte, wäre Fahrradkette…
Jede Entscheidung, die ich getroffen hab, war die Entscheidung, die ich in diesem Moment treffen konnte. Mit dem, was ich wusste. Mit dem, was ich trug. Mit den Mustern, die mir mitgegeben wurden, ohne dass mich jemand gefragt hat, ob ich sie haben will.
Und diese Entscheidungen haben mir etwas gegeben, das mir kein anderer Weg gegeben hätte: Ich weiß jetzt, wer wirklich für mich da ist. Ich weiß, wer mir guttut. Und ich weiß, wer geht, sobald ich Stopp sage.
Das hat wehgetan. Tief.
Aber die Vergangenheit hat mich nicht gebrochen. Sie hat mich gezeigt.
Wir sind nicht hier, um zu funktionieren. Wir sind hier, um zu werden, wer wir wirklich sind, ohne dafür jemand anderen sein zu müssen.
Und vielleicht ist das der Grund, warum jede Falte eine Geschichte trägt: Weil sie beweist, dass du noch hier bist. Dass du durchgegangen bist. Dass du dich nicht aufgegeben hast.
Ich bin 43. Und ich bin zum ersten Mal in meinem Leben wirklich bei mir angekommen.
Martina 🫶🏻