06/09/2019
Kettenfauststöße
KETTENFAUSTSTÖSSE
Wer diese charakteristischen Bewegungen macht, gibt sich damit als wing chun-Stilist zu erkennen.
Dabei hatte sogar das deutsche Behörden-Jujutsu die Kettenfauststösse in ihr Prüfungsprogramm übernommen, nachdem ich sie auf speziellen Schwarzgurt-Lehrgängen dort auf Einladung meines Freundes Erich Reinhardt, 8. Dan JJ, dort einführte.
Und vor kurzem entdeckte ich sogar in seltenen Karate-Katas, die ich wegen ihrer Verwandtschaft zu KungFu-Stilen studiere, Kettenfauststösse, und nicht nur die oben kreuzenden, sondern auch jene, die von unten hochkommen.
Kein Stil hat das Patent auf bestimmte Bewegungen, auch wing chun nicht.
Mich selbst sieht man heute selten mit Kettenfauststössen arbeiten, obwohl sie effektiv sind. Und zwar deshalb nicht, weil mir diese Salven von Stössen zu unbewusst, zu blind, zu mechanisch sind, seit ich mit Prof.Tiwald arbeitete. Man macht den 2. Fauststoss, weil man den 1. machte, und den 3., weil der 2. vorherging.
Natürlich kann man Kettenfauststösse auch bewusst ausführen, das ist dann eine andere Qualität.
Irgendwann werde ich meine alte Liebe zu Kettenfauststössen sicher wieder entdecken,
aber zur Zeit stehe ich auf kurviges Bewegen, wie man es im wing chun in der 3. Form findet.
Nach 50 Jahren Wing Chun und WingTsun muss man mal variieren, um die Lust zu bewahren ...