01/09/2026
Ich erlebe es so oft: im Sprint in die Yoga Einheit gehetzt.
Dann zuerst einmal: setz dich hin, komm an. ATME AUS – tief aus, gerne auch hörbar, mit einem Seufzer...(dir fällt gar nicht mehr auf, wie sehr dir die Luft ausgeht)
Weißt du, wir sind keine Roboter. Auch wenn du das seit Jahren so lebst – Job, Kinder, Eltern, alles perfekt gemanagt. Ein Vorbild für alle anderen. Und jedes Mal, wenn irgendwas nicht funktioniert, denkst du wahrscheinlich nicht "das ist einfach zu viel für mich", du denkst "ich bin nicht gut genug, ich muss noch mehr machen, mich mehr anstrengen".
Erst kürzlich habe ich zuhause die Luftballons von meinem Enkerl entdeckt. Du kennst es sicher, wenn ein Luftballon langsam die Luft verliert. So langsam, dass man es kaum merkt und er immer kleiner und kleiner wird. Bis nur noch ein trauriges Etwas am Boden liegt.
Manchmal fühlt sich dein Leben genau so an, oder? Du funktionierst noch, du lächelst noch – aber innerlich bist du längst nicht mehr gefüllt. Und keiner merkt's, weil du es einfach so gut kannst, gelernt hast weiterzumachen.
Ich kenn das auch. Dieses leise, ständige Gefühl, nicht zu genügen – obwohl du für alle da bist, außer für dich.
Du musst dich hier bei mir nicht verbiegen, bis dir die Luft ausgeht. Du darfst einfach mal ganz liebevoll hinschauen, ohne dich zu bewerten. Kein Druck, keine Erwartung. Nur du, so wie du gerade bist.
und dann darfst du wieder Luft holen, Tief einatmen und deinen Raum einnehmen. Endlich.
Ganz ehrlich, nur zwischen uns – wo merkst du gerade, dass dir die Luft ausgeht?