21/07/2019
Ihr Kind übt und übt, hat aber trotzdem Probleme dabei, einen Satz fehlerlos zu schreiben oder Matheaufgaben sicher zu lösen? Oft sind das nur vorübergehende Probleme, adäquates Teilleistungstraining kann bei Lerndefiziten helfen. Denn manchmal liegt die Ursache tiefer.
Fallbeispiel: Mädchen 11 Jahre
Symptom: Legasthenie
Anfang Mai 2019 suchten mich die Mama und die Oma von Valentina P. (Name wurde geändert) auf, um mit mir über Valentina´s Lernprobleme zu sprechen.
Valentina ist 11 Jahre alt und besuchte zu dieser Zeit die erste Klasse der Mittelschule. Mama und Oma schilderten mir, dass Valentina eigentlich durchwegs gute schulische Leistungen erbringt. Egal, ob Mathematik, beim Lesen oder auch im Sport.
Einzig und allein die Rechtschreibung machte Valentina zu schaffen. Dabei wechselte die Fehlerart in einem Wort, von einem zum anderen Mal. Das Wort WELLE, schrieb sie bspw. einmal mit einem V, dann zwar mit einem W, aber wieder nur mit einem L und ein anderes Mal zwar mit Doppel L, aber auch mit Doppel E. Es machte keinen Unterschied, ob sie das Wort 50 Mal übte oder 70 Mal. Beim 71. Mal schrieb sie es mit Sicherheit wieder falsch. Beim Abschreiben, hatte sie weniger Probleme. Die Fehler traten ein, sobald sie die Aufgabe erhielt, etwas frei zu schreiben.
Darauf testete ich Valentina P. auf Teilleistungsschwächen aus. Das Auswertungsprofil von Valentina zeigte genau das, was mir Mama und Oma zuvor schilderten. Es war wirklich harmonisch und auch teilweise fehlerfrei. Einzig und allein in der Visuellen Merkfähigkeit zeigte sich bei Valentina eine signifikante Teilleistungsschwäche.
Das Mädchen begann alsbald mit dem empfohlenen Teilleistungstraining. Da das Training maximal zehn Minuten täglich in Anspruch nimmt und vom Kind selbstständig am PC absolviert wird, ist Valentina sehr motiviert beim Training. Ende Juni machte ich mit Valentina eine Effizienzkontrolle, um zu sehen, wie es ihr beim bisherigen Training der Visuellen Merkfähigkeit erging. Dabei erzählten mir das Kind und die Mama, dass sich bereits erste Erfolge in Valentina´s Rechtschreibung einstellten.
Die Schwäche in der Visuellen Merkfähigkeit führte nämlich dazu, dass sich das Mädchen über Jahre Wortbilder nicht richtig einprägen konnte. Alle Wörter, die sie nach und nach in der Schule kennen gelernt hatte, hatte sie zwar gelernt, sie konnte diese aber aufgrund ihrer Schwäche nicht richtig wahrnehmen, abspeichern und wiedergeben.
Valentina´s Training der Visuellen Merkfähigkeit führt nun seit Anfang Mai nachhaltig dazu, dass sie Wortbilder adäquat wahrnehmen, abspeichern und wiedergeben kann. Natürlich muss sie jedoch zu einem gewissen Zeitpunkt etwaige Rechtschreibregeln, die sie durch ihre bisherige Schwäche nicht aufnehmen konnte, nachlernen. Aber ihre Schwäche hat eine Zeit lang gebraucht, dass sie sich ausprägen konnte und sie braucht genau so Zeit, damit sie wieder verschwindet. Aber mit Vertrauen und Geduld kann die Ursache ihrer Rechtschreibschwäche in absehbarer Zeit behoben werden. Wir sind auf dem besten Weg. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Treffen mit Valentina und auf das, was sie mir berichtet.
Für Fragen können Sie mich jederzeit gerne unter der Nummer 0660 7654793 kontaktieren.