Ilona Merkle Stressmanagement und Resilienz

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Ilona Merkle Stressmanagement und Resilienz Fo.Cu.Se. - Forum, Cura, Securitas – drei Aspekte meiner Arbeit, um Menschen in sicherheitskritischen Bereichen durch Fortbildungen zu stärken.

15/06/2026
Warum Klarheit manchmal wichtiger ist als noch eine Methode„Achte auf dich.“„Sag auch mal Nein.“„Tu mehr von dem, was di...
09/06/2026

Warum Klarheit manchmal wichtiger ist als noch eine Methode

„Achte auf dich.“
„Sag auch mal Nein.“
„Tu mehr von dem, was dir guttut.“

Eigentlich sind das gute Ratschläge.

Und trotzdem bin ich nach manchen Seminaren oder Vorträgen nach Hause gefahren und habe gedacht:
„Ja, aber was mache ich jetzt mit meiner Familie, meinen Freunden und meinen Verpflichtungen?“

Denn das echte Leben besteht nun einmal nicht nur aus den Dingen, die uns Spaß machen.

Es gibt Verantwortung.
Menschen, die auf uns zählen.
Aufgaben, die erledigt werden müssen.
Und manchmal können wir eben nicht einfach Nein sagen.

Was mir lange gefehlt hat, war deshalb nicht die Achtsamkeit.
Sondern die Verbindung zwischen Achtsamkeit, Stressmanagement, Resilienz und dem echten Leben.

Heute bin ich fest davon überzeugt, dass viele Menschen nicht deshalb Stress haben, weil sie zu wenig Techniken kennen.

Die meisten wissen längst, dass Bewegung, Entspannung, Pausen oder Achtsamkeit hilfreich sein können.

Was oft fehlt, ist etwas anderes:
Klarheit.

Klarheit darüber,
was wirklich wichtig ist.

Klarheit darüber,
wofür wir unsere Zeit und Energie einsetzen möchten.

Und vielleicht auch Klarheit darüber,
wo wir nicht auf jeder Hochzeit tanzen müssen.

Denn wir können nicht alles gleichzeitig sein:
die perfekte Kollegin,
der perfekte Partner,
die beste Freundin,
das engagierte Familienmitglied
und nebenbei noch vollkommen entspannt.

Vielleicht beginnt Entlastung manchmal nicht mit einer neuen Methode.
Sondern mit der Frage:
Was ist mir eigentlich wirklich wichtig?

Mich würde interessieren:
Wofür möchtest Du Deine Zeit und Energie bewusst einsetzen – und worauf könntest Du vielleicht eher verzichten?










Warum mich viele Achtsamkeitsangebote nie ganz überzeugt haben.Vor einiger Zeit habe ich selbst an einem Achtsamkeitskur...
06/06/2026

Warum mich viele Achtsamkeitsangebote nie ganz überzeugt haben.

Vor einiger Zeit habe ich selbst an einem Achtsamkeitskurs teilgenommen.
Und vieles daran war wirklich gut.
Zur Ruhe kommen.
Wahrnehmen.
Sich selbst besser spüren.

Aber auf dem Heimweg ging mir plötzlich ein Gedanke nicht mehr aus dem Kopf:
„Und was mache ich jetzt mit meiner Familie, meinen Freunden und meinen Verpflichtungen?“

Denn so wichtig Achtsamkeit und Selbstfürsorge auch sind:
Die meisten von uns leben nicht alleine auf einem Berg.
Wir leben mitten im Alltag.
Mit Verantwortung.
Mit Menschen, die uns wichtig sind.
Mit Aufgaben, Erwartungen und Verpflichtungen.

Und manchmal hatte ich bei solchen Angeboten das Gefühl:
Es geht sehr stark darum, sich auf sich selbst zu konzentrieren —
aber viel weniger darum, wie man gut MITTEN im echten Leben stabil bleiben kann.

Dabei erlebe ich bei vielen Menschen etwas anderes:
Sie setzen sich ohnehin schon ständig unter Druck.
Wollen es allen recht machen.
Denken für andere mit.
Übersehen dabei oft die eigenen Grenzen.

Und irgendwann kommt dann der Gedanke:
„Ich müsste besser abschalten können.“

Vielleicht brauchen viele Menschen aber nicht noch mehr Druck, alles „richtig“ zu machen.
Sondern eher einen realistischen Weg,
gut mit sich selbst umzugehen —
ohne sich komplett aus dem Leben zurückziehen zu müssen.

Und genau deshalb beschäftige ich mich gerade intensiv mit der Frage, wie Stressbewältigung mitten im echten Leben gelingen kann.
Genau diese Gedanken begleiten mich gerade bei der Entwicklung eines Stressmanagement-Kurses. Nicht als Selbstoptimierungsprogramm.
Sondern als Raum für Reflexion, kleine alltagstaugliche Übungen und die Frage:
„Was brauche ich eigentlich wirklich, um langfristig gesund und verantwortungsvoll leben zu können?“

"Wie geht es euch damit?

Habt ihr schon einmal einen Tipp bekommen, bei dem ihr dachtet:
'Das klingt gut – aber so funktioniert mein Alltag nicht?'"








Man merkt oft erst, wie erschöpft man ist, wenn selbst schöne Dinge anstrengend werden.Wenn wir an Stress denken, denken...
04/06/2026

Man merkt oft erst, wie erschöpft man ist, wenn selbst schöne Dinge anstrengend werden.

Wenn wir an Stress denken, denken wir oft an Hektik.
An volle Terminkalender.
An Menschen, die von einem Termin zum nächsten rennen.
An ständige Erreichbarkeit.

Aber meine Erfahrung ist:
Dauerstress sieht oft ganz anders aus.

Viele Menschen funktionieren erstaunlich lange.
Sie gehen zur Arbeit.
Kümmern sich um ihre Familie.
Erledigen ihre Aufgaben.
Lächeln.
Machen weiter.

Von außen wirkt alles völlig normal.

Und genau deshalb bleibt Überlastung oft lange unbemerkt.
Bei mir waren es keine spektakulären Warnzeichen.
Meine Haut begann zu reagieren.
Erst kleine Stellen.
Dann Juckreiz.
Dann mehr.

Damals habe ich vieles dafür verantwortlich gemacht:
das Wetter,
die Heizung,
die falsche Creme.

Auf Stress wäre ich zunächst gar nicht gekommen.

Und noch etwas ist mir aufgefallen:
Treffen mit Freunden wurden anstrengend.
Nicht weil ich die Menschen nicht mochte.
Ganz im Gegenteil.

Aber Zuhören kostete plötzlich Energie.
Gespräche kosteten Energie.
Sich überhaupt aufzuraffen kostete Energie.

Irgendwann habe ich gemerkt:
Es war nicht die Gesellschaft anderer Menschen, die mich belastete.
Es war meine eigene Erschöpfung.

Heute glaube ich:
Dauerstress zeigt sich oft nicht durch Hektik.
Sondern durch Rückzug.
Durch fehlende Freude.
Durch das Gefühl, dass selbst schöne Dinge anstrengend werden.

Deshalb lohnt es sich manchmal, genauer hinzuschauen.

Nicht erst dann, wenn gar nichts mehr geht.
Sondern schon dann, wenn das Leben seine Leichtigkeit verliert.

Kennst Du solche Momente?






03/06/2026

Wer sagt uns eigentlich, dass wir alles wissen, alles können und alles schaffen müssen?

Diese Frage beschäftigt mich schon seit längerer Zeit.

Vielleicht, weil ich viele Jahre mit Menschen gearbeitet habe, die unter enormem Druck stehen.
Ich habe erlebt, wie sehr Menschen durch ihren Beruf belastet werden können. Wie schwierig es ist, ständig Erwartungen zu erfüllen, Verantwortung zu tragen und trotzdem freundlich, aufmerksam und leistungsfähig zu bleiben.

Und irgendwann habe ich gemerkt, dass mich das Thema nicht nur beruflich beschäftigt.
Sondern auch persönlich.

Bei mir waren es keine spektakulären Warnzeichen.
Es waren eher die kleinen Dinge.
Meine Haut reagierte auf Stress.
Meine Atmung wurde flacher.
Treffen mit Freunden wurden anstrengend.

Und irgendwann hatte ich eine Erkenntnis, die mich ziemlich erschreckt hat:
Ich konnte mich nicht erinnern, wann ich zuletzt wirklich herzlich gelacht hatte.
Nicht höflich gelächelt.
Nicht kurz geschmunzelt.
Sondern aus vollem Herzen gelacht.

Dabei war mein Leben eigentlich gut.
Ich hatte eine Arbeit, die mir Freude gemacht hat.
Ich bekam Anerkennung.
Ich hatte Menschen um mich herum, die mir wichtig waren.
Und trotzdem war da etwas aus dem Gleichgewicht geraten.

Heute glaube ich:
Viele Menschen sind nicht deshalb erschöpft, weil sie zu wenig leisten.
Sondern weil sie zu lange versuchen, allem gerecht zu werden.
Sie wollen alles wissen.
Alles schaffen.
Für alle da sein.

Und vergessen dabei manchmal sich selbst.

Deshalb beschäftigt mich das Thema Stressmanagement.

Nicht, weil ich glaube, dass wir ständig an uns arbeiten müssen.
Sondern weil ich glaube, dass wir wieder lernen dürfen, auf uns selbst zu hören.
Nicht um egoistischer zu werden.
Sondern um für die Menschen, die uns wichtig sind, da sein zu können.
Und auch für uns selbst.

Mich würde interessieren:
Wann hast Du zuletzt gemerkt, dass Dir eigentlich alles ein bisschen zu viel geworden ist?






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