09/04/2026
Die Reportage über das Gurutum unter dem Deckmantel des Coachingbegriffs hat mich wirklich maßgeblich abgef**kt.
Nicht nur, weil Menschen, die ohnehin schon Unterstützung und echte Hilfestellung benötigt hätten, massiv missbraucht, manipuliert und ausgenommen worden sind, sondern auch darüber, dass diese Form von Gurutum und sektenähnlichem Kult anscheinend kein Einhalt geboten werden kann und das alles munter unter dem Begriff „Coaching“ oder „Mentoring“ laufen darf.
Einerseits finde ich es wichtig, dass diese Machenschaften und die Art und Weise des Vorgehens öffentlich gemacht wird. Andererseits finde ich es traurig, dass sich durch die negative Konnotierung des Begriffes Coaching Menschen, die auf der Suche nach Unterstützung sind, verunsichern lassen.
Alleine das ist ein Grund für mich, doch wieder meinen Senf dazuzugeben. Denn es gibt sie, die qualifizierten, gut ausgebildeten, verantwortungsvollen und zugetanen Coaches und Berater, die etwas geben wollen.
Das sind einige grobe Orientierungspunkte für einen seriösen Coach:
⭐️ bildet sich stetig weiter fort
⭐️ gehört einem Verband mit klar erkennbaren Ethik-Regeln an
⭐️ nutzt Supervisionen
⭐️ bleibt im Prozess in Deiner Welt
⭐️ argumentiert transparent und für Dich nachvollziehbar
⭐️ lässt sich Deine Sichtweise erklären und fragt in Deinem Kontext
⭐️ wird NIEMALS körperlich oder sonst wie übergriffig
⭐️ respektiert Deine Grenzen
⭐️ ist immer persönlich im Kontakt mit Dir
⭐️ Du musst keine Niere verkaufen, um an einem fragwürdigen Programm teilzunehmen
Es gibt sicher noch andere Merkmale, das sind die, nach denen ich schauen würde. Wichtigster Punkt aber: Dein Bauchgefühl. Wenn Dich etwas stört, dann glaub Dir!
In diesem Sinne:
stay tuned und hab es schön!
V.