07/08/2026
Ende Juni sind Hornissen im Gartenhaus eingezogen. Sie dürfen bleiben, schließlich ist das die ideale Gelegenheit, diese faszinierenden Tiere zu beobachten. Spannend, wenn aus den ersten Eiern Larven schlüpfen. Wenn die Arbeiterinnen unermüdlich das Futter heranschaffen, zerkauen und verfüttern. Wenn das Nest wächst!
❓Warum beginnt der Nestbau erst so spät im Jahr?
Eine Hornissenkönigin beginnt mit dem Nestbau, sobald die Temperaturen im Frühjahr steigen. Manchmal wählt sie einen Ort, der für das wachsende Nest nicht genügend Platz bietet. Dann verlässt sie dieses Nest und baut an anderer Stelle von Neuem.
❓Warum dürfen die Hornissen bleiben?
Hornissen stehen unter besonderem Schutz. Das bedeutet, dass deren Nester nicht zerstört und die Hornissen weder gefangen noch getötet werden dürfen. Eine Umsiedelung eines so kleinen Nestes (durch Fachpersonen nach der Genehmigung durch die untere Naturschutzbehörde) ist nicht immer erfolgreich.
Darüber hinaus sind Hornissen sehr friedlich und scheu und interessieren sich nicht für den gedeckten Gartentisch. Außerdem jagen sie vor allem andere Insekten, darunter Fliegen, Mücken und andere Wespen, was ja für meinen ungestörten Gartengenuss wiederum ideal ist!
❓Wie lange bleiben sie?
Mit den ersten Frösten stirbt das Volk. Zurück bleiben ein leeres Nest und einige Jungköniginnen, die gut versteckt in geschützten, frostfreien Spalten auf das nächste Frühjahr warten. Das alte Nest wird nicht wieder besiedelt werden. Somit sind die Hornissen keine Gäste auf Dauer. Für ein paar Monate kann ich also gerne auf das Gartenhaus verzichten!
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