12/09/2026
Konzentrisches Training: Warum weniger Schwung mehr Kraft bedeutet! 💪🐕
Oft sehen wir im Hundesport oder Alltag schnelle Übergänge: Hund flitzt vom Platz ins Steh oder springt mit Schwung aus dem Sitz. Doch für einen echten, gezielten Muskelaufbau und Gelenkstabilität braucht es genau das Gegenteil: Langsamkeit und Bewegungskontrolle.
📌 Was bedeutet „konzentrisch“ eigentlich?
Bei einer konzentrischen Muskelarbeit verkürzt sich der Muskel, während er gegen einen Widerstand Kraft aufbringt (im Grunde gegen die Schwerkraft). Es ist die klassische Phase des Hebens, Abdrückens und Hochkommens.
🎯 Wofür braucht dein Hund das?
Reine Muskelkraft ohne Impuls: Schaltet den Bewegungsschwung aus und aktiviert tiefe Stabilisatoren.
Koordination & Propriozeption: Der Hund lernt genau zu spüren, wo seine Gliedmaßen stehen und wie viel Kraft dosiert werden muss.
Gelenkschutz & Reha: Gezielter Kraftaufbau für Knie-, Sprung- und Hüftgelenke (besonders nach Verletzungen oder vorbeugend im Sport).
Explosivität im Sport: Um schnell beschleunigen zu können (z. B. beim Start oder Sprung), braucht es vorher eine solide konzentrische Basis!
Die 3 Übungen im Video im Detail:
1️⃣ Platz ins Steh (Fokus: 4-Pfoten-Fixierung)
Wir locken den Hund ganz ruhig über die Nase nach oben-vorne.
Der Schlüssel: Kein Tempo! Alle vier Pfoten bleiben idealerweise auf demselben Fleck stehen (kein Vorwärts- oder Rückwärtsschritt). Der Hund muss sich rein aus der Rumpf-, Schulter- und Oberschenkelmuskulatur nach oben herausdrücken.
2️⃣ Sitz ins Steh – Variante A (Fixierte Vorhand)
Die Vorderpfoten bleiben fest auf dem Boden, während der Hund die Hinterhand nach hinten wegdrückt und aufrichtet.
Fokus: Aktivierung der Becken- und Hüftmuskulatur sowie Schubkraftentwicklung nach hinten.
3️⃣ Sitz ins Steh – Variante B (Fixierte Hinterhand – die Hunde-Kniebeuge)
Hier bleiben die Hinterbeine wie festgeklebt an Ort und Stelle. Die Vorhand wandert minimal nach vorne, während sich der Hund kontrolliert über Knie und Sprunggelenk hochdrückt.
Fokus: Höchste Last auf Quadrizeps, Glutealmuskulatur und Kniestreckern – biomechanisch absolut vergleichbar mit einem kontrollierten Squat beim Menschen.
💡 Pro-Tipp: 3 bis 5 saubere, kontrollierte Wiederholungen pro Übung reichen völlig aus! Sobald der Hund schludert, Schwung holt oder die Pfoten versetzt, ist der Muskel müde – Pause machen.
👀 Im nächsten Video: Schauen wir uns die Gegenseite an – das exzentrische Training (warum das gezielte „Abbremsen“ und Nachgeben so entscheidend für Sehnen und Gelenkgesundheit ist)!
-Effekt