09/07/2025
Olaf lief den Ironman Triathlon in Frankfurt
Von der Intensivstation zum Ironman.
Im Sommer 2024 hatte ich bereits für die diesjährigen Ironman Triathlon Europameisterschaften in Frankfurt gemeldet.
Doch dann kam alles ganz anders. Ich erlitt in Berlin einen Blinddarmdurchbruch. Eine Notoperation rettete mein Leben. Die Begleiterscheinungen wie eine Bauchfellentzündung, eine Sepsis und eine Lungenembolie machten mir die Rückkehr zu meinen sportlichen Zielen nicht gerade leicht. Meine Ambitionen mussten für eine längere Zeit unterbrochen werden. Erst ab Februar diesen Jahres war ein geregeltes Training wieder möglich. Das erfolgreiche Finish beim Drensteinfurt Triathlon im Mai, ließ einen Start in Frankfurt wieder möglich erscheinen.
Und so stand ich vergangenen Sonntag um 7 Uhr Morgens am Start der Europameisterschaften.
Mein einziges Ziel: Irgendwie Durchkommen
Die 3,8 KM Schwimmen im Langener Waldsee konnte ich recht gut bewältigen. Dann ging es auf die 180 KM lange Radstrecke. Hiervor hatte ich den meisten Respekt. Über 1.000 Höhenmeter und mittlerweile 30 Grad. Aber es lief überraschend positiv. Auf der ersten Runde konnte ich eine Stunde auf den Cut Off herausfahren und diesen Vorsprung in der zweiten Runde halten.
So hatte ich fast 6,5 Stunden Zeit für den Marathon. Ich wollte kein Risiko eingehen. Mittlerweile waren es weit über 30 Grad und die Laufstrecke entlang des Mains unterhalb der Frankfurter Skyline bot keinen Schatten. Also bin ich in bewusst langsamen Tempo gejoggt. Habe jede Verpflegungsstelle, jede Dusche und jeden Frankfurter Zuschauer mit Wasserschlauch mitgenommen und immer wieder Gehpausen eingestreut. Nur keinen Einbruch riskieren. Knapp 15% der Starter konnten das Rennen nicht beenden. Ich wollte das aber in jedem Fall.
Und so konnte ich nach 14:46 Stunden vor tausenden Zuschauern auf dem Römerberg einlaufen
I am an Ironman.
65 Marathons/ Ultras/ Triathlons konnte ich bisher bewältigen. Frankfurt 2025 war mein Härtester, mein Wichtigster und mein Schlusspunkt bei meinem Kampf zurück ins Leben.
So ein Langdistanz Triathlon ist ohne Unterstützung kaum zu schaffen.
Daher möchte mich bedanken bei:
Meinen Schwimmtrainer Mattias Graute, der dazu beigetragen hat, dass der Ironman nicht schon nach dem Schwimmen für mich endete.
Georg Potrebitsch von Kann Sport, der geduldig mein altes Bike in eine Art Rennmaschine verwandelt hat.
Meiner Trainerin Kim Dania Evers für Ihre Geduld mit meiner Ungeduld. Gut das ich wieder bei Dir bin.
Den 63 Freunden der “Whats App Triathlon Gruppe”, die mich vor, während und nach dem Rennen virtuell und live vor Ort unterstützt haben.
Und vor allem Celine. Ohne die verbotenen Eiswürfel wäre das Finish schwierig geworden. Und ohne Deine Motivation und Beruhigung an der Strecke vielleicht sogar unmöglich. Vielen Dank.
Ein Bericht von Olaf Ortmann