Stand.Punkt Training&Moderation Dagmar Wirtz

Stand.Punkt Training&Moderation Dagmar Wirtz Meinen Stand.Punkt finden und souverän vertreten - souverän argumentieren, selbstsicher auftreten,

In einer Gruppe wollen die einen etwas anderes als die anderen. Die einen ärgern sich, weil zigmal besprochen wurde, wie...
10/09/2026

In einer Gruppe wollen die einen etwas anderes als die anderen. Die einen ärgern sich, weil zigmal besprochen wurde, wie es laufen soll, doch es ändert sich nichts. Sie sind frustriert und überlegen, sich aus der Gruppe zurückzuziehen.

Meine Fragen als Moderation sind dann:

- was sollte die Motivation für die Person(en) sein, an ihrem Verhalten etwas zu ändern, damit sich die andere Person(en) nicht mehr ärgern muss? Warum sollte sie etwas anders machen als bisher, wenn sie doch gar kein Problem hat?

- wurde nur besprochen, was nicht mehr sein soll, oder gemeinsam vereinbart, wie es konkret in Zukunft sein soll - und was die Konsequenzen sind, wenn sich nichts ändert? Macht es für alle mehr Sinn als bisher?

⁉️ Was genau ist das Problem? Wer hat das Problem? Und was löst das Problem?

Geht es wirklich um die Unordnung in der Teeküche und dass immer die gleichen aufräumen und immer die gleichen ihr Zeug stehen lassen? Geht es um Hierarchie und Wertschätzung?

⁉️ Wer hat das Problem? Die, die es nicht stört, wenn die Kaffeereste in der Tasse eintrocknen, haben keines. Und damit auch keine Motivation, etwas zu ändern.

⁉️ Was genau löst das Problem? Geht es darum, dass Hanna ihre Tasse in und nicht auf die Spülmaschine stellt, damit Klaus ihr nicht mehr hinterher räumen muss? Oft wird hier kurzfristig ein Problem aus der Welt geschafft, unter deren "Lösung" alle mehr leiden als vorher: die Kaffeemaschine wird abgeschafft, damit es um die dreckigen Tassen keinen Streit mehr gibt.

Ich wünsche mir, dass das Team sich Zeit nimmt, echte Lösungen zu suchen. Vielleicht ärgert sich Klaus weniger, wenn er erkennt, dass er ja auch eine "Macke" hat und extrem morgenmuffelig ist, und merkt, dass Hanna das stillschweigend akzeptiert - und es gleicht sich so aus. Oder alle sind täglich im Wechsel fürs Spülen zuständig, damit nicht die "Statusniedrigeren" das Gefühl haben zum Putzen degradiert zu sein. Oder was auch immer in der Situation wirklich hilft - je nachdem, was genau das Problem war.

Nimmt sich dein Team Zeit, konstruktiv echte Lösungen zu finden? Was würdest du dir an der Stelle von Klaus und Hanna wünschen - und was ist realistisch? Schreib deine Meinung in die Kommentare - danke!

Was ist souverän?Meine erste Frage im Seminar zu Souveränem Auftreten mit Körpersprache und Stimme. Damit eine Wortmeldu...
08/09/2026

Was ist souverän?
Meine erste Frage im Seminar zu Souveränem Auftreten mit Körpersprache und Stimme. Damit eine Wortmeldung souverän und überzeugend wirkt, ist es nicht notwendig, inhaltlich zu 1000% vorbereitet zu sein und eine Hochglanzpräsentation abzuliefern. Perfektion ist unsympathisch.

Für mich ist souverän: Gelassenheit. Lachen können, auch über sich selbst und über meine Pannen. Kritikfähigkeit. Zuhören und Anliegen einbinden.

Was ist souverän für dich und was tust du, um deine Souveränität zu stärken?

Es ist schon alles gesagt, aber noch nicht von mir.Doch, auch ich habe dazu schon viel gesagt, noch einmal nach dem Mott...
03/09/2026

Es ist schon alles gesagt, aber noch nicht von mir.
Doch, auch ich habe dazu schon viel gesagt, noch einmal nach dem Motto steter Tropfen und so.
Damit wir aus den Sonntagsreden zum Thema Gleichstellung Alltagserfahrungen machen, hier drei LifeHacks.

Was tut ihr, um euch im Alltag frauensolidarisch zu verhalten? Ab in die Kommentare mit euren Ideen!

Das wird ein spannender Herbst...Wenn ich so in meinen Kalender schaue, freue ich mich auf viele spannende Veranstaltung...
01/09/2026

Das wird ein spannender Herbst...
Wenn ich so in meinen Kalender schaue, freue ich mich auf viele spannende Veranstaltungen - und gleichzeitig... Ich wurde mal bei einem Vortrag vorgestellt als "die Frau, die mit Leidenschaft dafür kämpft, ihre Themen überflüssig zu machen". Das ist richtig, denn die Veranstaltungsthemen im Herbst lauten:
- Rechten Antifeminismus durchschauen
- Argumentieren in der demokratischen Minderheit
- Meinen Stand.Punkt in schwierigen Verhandlungen vertreten
- Sexismus in der Kommunalpolitik entwaffnen
- Nein sagen, Grenzen setzen.

Ich wäre wirklich glücklich, wenn diese Seminare und Workshops nicht mehr nötig wären, weil wir in einer stabilen Demokratie leben, in der Respekt und Augenhöhe, Gleichstellung und Beteiligung selbstverständlich sind. Und keine Bange um meine Existenz, mir fallen dann schon neue Themen ein 😉

Mit welchen Gefühlen und Erwartungen blickt ihr auf den Herbst?

Was ändert sich durch die Teilnahme an einem Seminar?Nichts.Eine Teilnehmerin erzählte mir mal, dass sie ja schon so vie...
27/08/2026

Was ändert sich durch die Teilnahme an einem Seminar?

Nichts.
Eine Teilnehmerin erzählte mir mal, dass sie ja schon so viele Seminare zu dem Thema besucht hätte und es würde sich trotzdem nichts verändern. Auf meine Frage, was sie denn tue, um das im Seminar gelernte im Alltag umzusetzen, hat sie mich verwirrt angeschaut - nach dem Motto: die Teilnahme am Seminar reicht doch, was soll ich denn danach noch machen?

Es ändert sich nichts, wenn ich mir nicht konkret überlege, was von dem im Seminar gelernte ich wann und wie im Alltag umsetzen will.
- am Ende vom Seminar 3 Dinge vornehmen, die ich angehen will - dazu hilft 5 Minuten Zeit mit dem Denkzettel und am besten noch in der Schlussrunde einmal laut aussprechen.
- Merker in den Kalender schreiben, die mich an die 3 Vorhaben erinnern und checken, ob ich sie wirklich umsetze. (und nach sechs Wochen nochmal erinnern).

Und auch eine Klausurtagung, ein Workshop, ein Strategietreffen bewirkt nichts, wenn nicht konkret vereinbart wird, was wer wie bis wann umsetzt - und ich ernenne gerne auch einen Klausurwauwau, der alle vier Wochen nachhält, ob das Vereinbarte auch eingehalten wird und freundlich erinnert.

Was tust du, um deine Learnings im real life umzusetzen? Ich freue mich auf deine Tipps!

Hierarchie in der Gruppe, weil manche schon länger dabei sind und die Neuen "keine Ahnung haben" oder sich erst mal bewe...
25/08/2026

Hierarchie in der Gruppe, weil manche schon länger dabei sind und die Neuen "keine Ahnung haben" oder sich erst mal beweisen müssen?
Konflikte im Team, weil jemand sich nicht ausreichend wertgeschätzt fühlt, dass diese Person sich schon so lange einbringt?
Stagnation, weil "das haben wir schon immer so gemacht"?

Was tut ihr, um die Balance zu finden? Offen sein für neue Impulse und Weiterentwicklung, Erfahrung wertschätzen, Augenhöhe im Team herstellen?

Ob im , , im Beruf: mein Lieblingstipp, damit alle zu Wort kommen und nicht immer die gleichen drei (Platzhirsche, Weltverbessernde, Kopfschüttelnde): Kleingruppe. Kleingruppe. Kleingruppe. 3 Minuten murmeln und Ideen aufschreiben, Karten in die Mitte und dann gemeinsam sortiere, priorisieren und Umsetzung planen. Dann können alle sich einbringen und die Gruppe bringt die neuen und bewährten Ideen (und Bedürfnisse gesehen zu werden) zum Ausgleich.

Ach, ein Tipp noch, wenn eure Gruppe Moderation nicht gewöhnt ist: nennt es nicht Kleingruppe. Sagt einfach: unterhaltet euch kurz zu dritt so wie ihr nebeneinander sitzt. 😉

Wie geht ihr mit Widerständen gegen Neuerungen um? Ich bin gespannt auf eure Kommentare 💡

Bildquelle: Kalender von

🗝️ Glaube nicht alles, was du denkst - Teil 2.Wie hoch ist deine Ambiguitätstoleranz? Wie sehr stressen dich Ungewisshei...
20/08/2026

🗝️ Glaube nicht alles, was du denkst - Teil 2.

Wie hoch ist deine Ambiguitätstoleranz? Wie sehr stressen dich Ungewissheiten, Widersprüchlichkeiten, Mehrdeutigkeiten, Unsicherheiten?

Menschen mit einer hohen Ambiguitätstoleranz nehmen Unsicherheiten seltener als Bedrohung wahr und sind dadurch weniger anfällig für rechte Polemik, Antifeminismus und Queerfeindlichkeit. (Quelle: Podcast Taking the Red Pill - Einstiegsdroge Antifeminismus) - oder anders herum und salopp ausgedrückt: wer eine niedrigere Fähigkeit/Bereitschaft hat mit Ungewissheit umzugehen, ist ansprechbarer für Schwarz-Weiß-Denken und fühlt sich wohler in patriarchalen/autoritären Strukturen, die Sicherheit und Ordnung suggerieren.

In Teil 1 schrieb ich über die Unterscheidung von Meinung und Fakten und dessen Auswirkung auf Streitkultur mit dem Nebensatz: FakeNews erodieren die Demokratie. Wenn die Glaubwürdigkeit in das Handeln der Politik verloren geht, weil Unwahrheiten, Übertreibungen, Bosheiten, Blick auf das Haar in der Suppe mehr Reichweite und Wirkkraft haben als GoodNews, wird's echt schwierig mit Parlament als "Volksvertretung".

Was können wir tun? Wieviel Ambiguitätstoleranz brauchen wir für eine stabile Demokratie und wie können wir das fördern?

Und zack bin ich beim Thema Psychologische Sicherheit. Mich fasziniert immer wieder der Zusammenhang: wie im Großen, so im Kleinen. Wie unten, so oben. Zählt das auch für: wie im Team, so in der Gesellschaft?

Meine Frage an alle, die sich mit diesem Thema beschäftigen, wie man das in Teams herstellt, pflegt und lebt: wie kriegen wir das in einer Gesellschaft hin? Wie schaffen wir Vertrauen, Gehört werden, Fehlerkultur, angstfreie Kommunikation auf gesellschaftlicher Ebene, medial vermittelt statt im persönlichen Miteinander und mit allen Stärken und Problemen der Sozialen Medien?

Ich bin gespannt auf eure 5 Cent! 👏

⁉️ Glaube nicht alles, was du denkst!Was mich in Diskussionen am meisten aufregt ist, wenn Menschen nicht unterscheiden ...
17/08/2026

⁉️ Glaube nicht alles, was du denkst!

Was mich in Diskussionen am meisten aufregt ist, wenn Menschen nicht unterscheiden können zwischen Fakten und Meinung, zwischen Ist und Soll (oder Will), zwischen Tatsache und Bewertung, Wahrnehmung oder Interpretation, zwischen Vermutung und Wissen, zwischen Wahrheit und Perspektive.

Viele Auseinandersetzungen könnten (so meine Erwartung) konstruktiver verlaufen und in einer "anständigeren" Streitkultur, wenn diese nein! doch! nein! doch! Phase ausgelassen werden könnte und die Menschen differenzieren würden, auf welcher Ebene von Wirklichkeit sie gerade reden: "Es ist heiß", "Mir ist heiß", "es ist zu heiß", "früher hatten wir auch heiße Sommer" und "es hat 36 Grad".

(Gerade hat es zwar abgekühlt, vielleicht denken wir bei 24 Grad trotzdem noch darüber nach, was wir JETZT tun müssen, dass die Schlafzimmer im Pflegeheim nicht nur meiner Mutter nicht erneut auf 36 Grad steigen, bevor noch mehr vulnerable Menschen sterben).

FakeNews wie Klimawandelleugnung hätten keine Chance eine Demokratie zu erodieren (hoffe ich), wenn wir geübter wären zu hinterfragen, was Wahrheit ist und was eine Perspektive, was allgemeingültig und was nicht.

Was tust du, um zu differenzieren zwischen Wissen und Vermutung, Fakt und Meinung? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!

(Bild KI-generiert)

Schimpfst du auch manchmal, was andere anders machen sollen, damit ES besser wird?In der Prüfung, ob ein Moderationsauft...
13/08/2026

Schimpfst du auch manchmal, was andere anders machen sollen, damit ES besser wird?

In der Prüfung, ob ein Moderationsauftrag moderationsfähig ist, geht es auch immer um den Beeinflussungsgrad. Können die Menschen, die da sind, das Problem lösen? Die nötigen Dinge entscheiden? Das Workshopziel aus eigener Kraft erreichen? Wenn nein: Ziel ändern, Gruppe erweitern, Befugnisse erhalten.
Aus meiner Erfahrung scheitert die Umsetzung von Workshop-Ergebnissen oft daran, dass die anwesende Gruppe entscheidet, abwesende Personen sollen etwas erledigen - aber keiner teilt es diesen Personen mit oder bindet sie mit ein.

Übertragen auf Politik: wenn ich zuhause am Küchentisch die perfekte Lösung für die Außenpolitik (oder was immer) habe, ändert sich nichts. Gar nichts. Die Leute in der Außenpolitik sind selten Telepath*innen und erfahren von meiner perfekten Lösung erst, wenn ich Kontakt aufnehme und mir Gehör verschaffe. Umgedreht genauso: wenn in einem Parlament Dinge entschieden werden, die nicht mit den Betroffenen kommuniziert werden oder besser noch, unter deren Beteiligung entwickelt werden, passiert erst mal wenig.

Im Großen wie im Kleinen... ich kann nur mich und meine Vorgehensweise ändern.

Wie seht ihr das? Was müsste passieren, damit sich die Dinge ändern, die ihr ändern wollt?

Seit dem Abitur engagiere ich mich beruflich und im Ehrenamt für Demokratie, gegen rechts, für Gleichstellung, gegen Pol...
11/08/2026

Seit dem Abitur engagiere ich mich beruflich und im Ehrenamt für Demokratie, gegen rechts, für Gleichstellung, gegen Politikverdrossenheit.
Und manchmal, immer öfter bin ich selbst politikverdrossen.

Feministinnen, die sich untereinander bekriegen statt gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Demokratische Parteien, die unglaubwürdiger werden. Ein Bundeskanzler, der sein eigenes Volk nicht wertschätzt.
Verwende ich meine Sommerpause dazu, in Sachsen-Anhalt für demokratische Wahlergebnisse zu argumentieren oder überwiegt die Angst, allein im Camper zu übernachten.
Ein Teil von mir will Rückzug (wenn das Engagement so sinnlos ist, kann ich meine Zeit im Wald beim Kräutersammeln besser verbringen), ein Teil von mir sagt: Es geht ums Ganze, wenn nicht jetzt, wann dann?

ist meine feste Überzeugung. Gibt es noch mehr, die allein daheim sitzen und nicht wissen was sie tun sollen? Die "Guten", deren Stimmen leiser werden aus Resignation, Erschöpfung oder auch so etwas wie "selbst schuld, macht euren Mist alleine"?

Was wäre, wenn wir uns verbünden?
I have a dream...

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Laupheim
88471

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