19/03/2025
Zwischen Champagner und Chakren – Mein Weg als unkonventionelle Yogalehrerin
Als ich meine Ausbildung zur Yogalehrerin begann, dachte ich, die größte Herausforderung wäre es, den perfekten herabschauenden Hund hinzubekommen und statt Wahnsinn Ruhe und Frieden in der Schlussentspannung zu fühlen. Doch schnell stellte sich heraus: Meine wahre "Prüfung" bestand darin, mich als Yogalehrerin zu behaupten, die nicht dem Klischee entspricht.
Denn während viele meiner Mitschülerinnen den Yogaweg auf ihre ganz eigene, natürliche Weise verkörperten, brachte ich meine eigene Note mit: eine Vorliebe für stilvolle Details und die entspannte Gelassenheit eines Menschen, der das Leben in all seinen Facetten genießt – manchmal eben auch mit der dezenten Ausstrahlung eines Menschen, der erst vor wenigen Stunden eine durchtanzte Nacht mit einem Glas Champagner beendet hat.
„Bist du sicher, dass du Yoga leben willst?“, wurde ich manchmal gefragt. Ja, bin ich! Nur weil ich Mantras genauso liebe wie Mascara, heißt das nicht, dass ich weniger spirituell bin. Nur weil ich das Leben feiere – manchmal bis in die frühen Morgenstunden – bedeutet das nicht, dass ich meine Matte am Morgen nicht mit derselben Hingabe betrete wie jemand, der mit einer Tasse Kräutertee um 21 Uhr ins Bett geht.
Für mich bedeutet Yoga nicht, in eine bestimmte Schublade zu passen. Es bedeutet, Authentizität zu leben. Und authentisch bin ich nun mal mit Eyeliner und Botox genauso wie in Savasana mit geschlossenen Augen.
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