26/06/2022
⬛️ Pressemitteilung ⬜️
Heimatbahnhof „Sportplatz an der Franzstraße“ bleibt ein weiteres Jahr Anlaufpunkt unserer Eisenbahner!
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Nach langen und zähen Verhandlungen mit einigen dramatischen Wendungen, wie es eine Soap auf RTL besser nicht bieten könnte, haben wir nun diese Woche die Bestätigung der Stadt Herne erhalten, ein weiteres Jahr auf der Franzstraße Fußball spielen zu dürfen.
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Der Weg zu dieser Entscheidung war aber ein langer und beschwerlicher, der nicht selten in einer kompletten Sackkasse zu Ende drohte. Unsere Vereinsverantwortlichen haben in dieser Zeit nicht selten mit den Gedanken gespielt, komplett das Handtuch zu werfen, da es an manchen Zeitpunkten einfach zu Absurd und sogar grotesque wurde. Es ging am Ende sogar so weit, dass die Stadt den Verein auf 4 Sportplätzen platzieren wollte, was es in dieser Form bestimmt noch nicht gegeben hat.
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Angefangen hat alles Ende Oktober/ Anfang November, wo durch inoffizielle Kanäle durchgesickert ist, dass der Verein ETuS Wanne 28 e. V. zum Sommer 2022 seine Heimstätte verlassen müsste. Eine offizielle Bestätigung durch die Stadt gab es aber erst Mitte Dezember, wo uns die ersten unkreativen und vorauszusehenden Lösungen vorgelegt wurden. Diese wurden freundlich aber bestimmt abgelehnt.
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Anfang Januar ging unser Vorstand erst einmal auf eigene Faust los, um mögliche Lösungsalternativen auszuloten. Ohne Backup der Stadt gestaltete sich dieses Vorhaben aber als relativ schwierig. Schnell musste man sich eingestehen, dass man ohne Hilfe der Stadt nicht weiterkommen würde.
Diese Hilfe kam dann kurz darauf. Der Fachbereich Sport war ab sofort der Ansprechpartner des Vereins. Mit diesen klopften der Vorstand nochmal einige Lösungswege ab. U. a. war auch eine Fusion mit einem anderen Verein im Gespräch. Bei diesen Gesprächen wurde aber schnell klar, dass eine Fusion für unseren Vorstand nicht in Frage kommt, da man ansonsten seine Identität als Eisenbahner verlieren würde. Da dies zu diesem Zeitpunkt, die einzig konkrete Lösung war, befand sich de Verein in einer Sackgasse.
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Als man sich schon langsam mit seinem Schicksal abfinden wollte, meldete sich der Vorstand von SV Holsterhausen bei unserem Vorstand. Dieser hatte wohl von unserer Situation wind bekommen. Unverzüglich fand man sich zu Gesprächen zusammen. Diese Gespräche waren auch sehr konstruktiv und man fand schnell zueinander. Voraussetzung für eine Zusammenarbeit, war der Bau eines kleinen Spielfeldes. Dieses war dringend erforderlich um die entsprechenden Kapazitäten für die Aufnahme des ETuS Wanne 28 e. V. bieten zu können. Daraufhin kommunizierte beider Vereine Ihr Vorhaben an die Stadt. Zwischendurch gab unser Vorstand ein Interview an den WDR (Lokalzeit Ruhr). Wo man kommunizierte, dass man zuversichtlich ein neues Zuhause auf der Wiesenstraße finden zu können. Diese Zuversicht wurde aber schnell von der Stadt zunichtegemacht. In einem Gespräch mit dieser und SV Holsterhausen wurde schnell klar, dass ein Bau besagten Kunstrasenfeldes, mehr als utopisch schien. In diesem Meeting wurde dann auch die Wilhelmstraße ins Gespräch gebracht. Man solle sich doch mal diesen in Verbindung setzen. Was unser Vorstand dann auch tat.
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Erste Gespräche fanden dann Mitte Februar statt. An diesen nahmen dann auch die Stadt teil. Schnell stellte sich heraus, dass unter bestimmten Voraussetzungen eine Aufnahme von ETuS Wanne möglich schien. Darauf verfolgten unser Vorstand zusammen mit den Fachbereich Sport die Lösung Wilhelmstraße. Anfang April war man dann soweit, dass eine Beschlussvorlage den Sportausschuss vorgelegt werden konnte. Diese beinhaltete, dass Sportfreunde Zuschusszahlungen erhalten sollte, wenn dadurch die Aufnahme unseres Vereines sicherstellt würde. Diese Beschlussvorlage wurde aber aus formellen Gründen vorerst abgelehnt. In der nächsten Sportausschussrunde Anfang Juni sollte dann endgültig die Entscheidung fallen. Die Betonung lag auf „sollte“. Am Ende kam es dann doch ganz anderes. Mittlerweile war nicht mehr von einem Zuschuss die Rede, sondern von einer Miete von Trainingszeiten. Nachdem man von Sportfreunde Trainingszeiten genannt bekommen hatte und mit diesen auch bis auf kleinen Änderungswünschen zufrieden war, bekam Anfang Juni die bittere Mitteilung seitens der Sportfreunde, dass man doch keine Kapazitäten mehr zur Aufnahme der Eisenbahner hatte. Natürlich war das ein Schlag in das Gesicht für unseren Vorstand. Dieser setzte sich umgehend mit den Fachbereich Sport in Verbindung. Kurz darauf traf man sich mit den Sportfreunden und den Fachbereich Sport erneut zum Gespräch. In diesem Gespräch wurde dann schnell klar, dass auch der Fachbereich Sport nicht viel machen konnte. Zum Ende des Gesprächs kam dann die o. g. 4 Sportplatzlösung auf den Tisch.
Schnell sah aber die Stadt wohl auch ein, dass diese Lösung absoluter Humbug war. Und so wurde dann relativ schnell geklärt, dass der ETuS Wanne 28 e. V. doch ein weiteres Jahr auf der Franzstraße erhält!
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Abschlusswort des Vorstandes
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Wir als Vorstand habe in den letzten 6-7 Monaten einiges mitmachen müssen. Wir sind nicht nur mental, sondern auch körperlich an unsere Grenzen gegangen. Es ging sogar soweit, dass ernsthafte gesundheitliche Schäden erkennbar waren. Nichtdestrotz hat man das hingenommen und auf die Zähne gebissen. Aber nicht nur wir Verantwortlichen haben gelitten, auch der Verein hat massiven Schaden genommen. Wirklich konkrete Planungen für die Saison 22/23 konnten nicht vorgenommen werden. Wenn man mit Spielern gesprochen hat, konnte man nur vage Angaben machen. Dies verunsicherte mögliche Zugänge, die sich am Ende zumeist dann auch gegen unseren Verein entschieden haben. Jetzt erst Ende Juni Klarheit zu haben, wo die Reise hingeht ist ebenfalls nicht förderlich, da die meisten Spieler bereits einen neuen Verein zugesagt haben. Das wir Ende doch wieder auf Asche gelandet sind, erschwert die bereits prekäre Situation ungemein. Das der Politik (-Sport) das egal zu sein scheint, zeigt auch deren Interesse an unsere Situation. Es hat sich in den letzten 6-7 Monaten nicht ein Politiker bei uns gemeldet und seine Unterstützung angeboten. Wir sind absolut enttäuscht wie mit uns und unseren Verein umgegangen worden ist. Wie ein Spielzeug das einfach weggeworfen werden kann. Bei anderen Vereinen in der Stadt Herne, wäre wahrscheinlich nicht sowas passiert. Nichtsdestrotz versuchen wir das Beste aus unserer Situation zu machen. Zumindest eine Konkurrenzfähige Mannschaft werden wir ins Rennen schicken können. Auch unsere Jugend werden wir wieder an den Start bringen können. Wir erhoffen uns, dass wir jetzt in diesem Jahr, welches wir mehr Zeit haben, eine vernünftige Lösung zusammen mit der Stadt Herne erarbeiten können. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!